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Informationen

Zwei neue Bänke für den Pfarrgarten

Neue Bänke für den Pfarrgarten in Holte

15.09.2009

Die erste Sitzprobe ist bestanden. Pastorin Dr. Wiebke Köhler nahm Platz, war begeistert, dankte ihrer Nachbarschaft und wusste gleich zwei lauschige Plätzchen, auf denen die beiden neuen Ruhebänke im Pfarrgarten aufgestellt werden sollen. Die Bänke sind das erste Geschenk, das die evangelische Kirchengemeinde Holte schon vor der Eröffnung der Pfarrgartenanlage am Sonntag erhielt.

Rund 20 Nachbarsfamilien rund um das Kastanieneck in Holte beteiligen sich Jahr für Jahr am Weihnachtsmarkt. Die muntere Gemeinschaft bereitet die Holter Krautpfanne zu, kredenzt den Holter Burggeist und verkauft Weihnachtskrippen und andere selbst gemachte Besonderheiten. Der Erlös wird gespendet. In diesem Jahr war die Anlage des Pfarrgartens genau das richtige Projekt, wie Dieter Endebrock und seine Nachbarn fanden.

Es wurden Holz und Eisen gekauft, und die Nachbarn machten sich tatkräftig ans Werk. Das Ergebnis sind die beiden massiven Ruhebänke. Eine wird im Bauerngarten stehen, die andere im Laubengang.


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Idylle und Integrationsprojekt

Integrationsprojekt im Pfarrgarten Holte

14.09.2009

Ein Paradies betritt man zuerst mit dem Herzen, heißt es. Den historischen Pfarrgarten in Holte können die Gäste jetzt auch mit den Füßen und allen Sinnen begehen, meinte Bürgermeister Guido Halfter, als er mit Pastorin Wiebke Köhler und Siegfried Hoffmann, Awo-Kreisvorstand, das Band durchtrennte. Damit lagen vor den Eröffnungsgästen gut 5000 Quadratmeter paradiesischer Gartenidylle, zwar noch im Wachstum begriffen, aber schon wunderschön anzuschauen.

„Tut mir auf die schöne Pforte“, mit diesem Choral bat der Posaunenchor Holte um Einlass, und der Männergesangverein besang die Schöpfung Gottes. Als dann nach den Dankesworten und Glückwünschen das Gartentor geöffnet war, begrüßten verschlungene Holz-Körper die Gäste. Die Skulptur „In Paradiso“ des Bildhauers Peter Marggraf machte den paradiesischen Zustand dieses Ortes deutlich.

„Hier haben wir uns gefunden“, fasste Pastorin Köhler zusammen und meinte damit die Zusammenarbeit zwischen Arbeiterwohlfahrt und Kirchengemeinde. Die Awo brauchte ein Projekt, mit dem Langzeitarbeitslose wieder in das Erwerbsleben integriert werden können, die Kirchengemeinde die tatkräftige Hilfe bei der Bewältigung des wild wachsenden Grüns rund um das Pfarrhaus. Rund 50 Arbeitslose erhielten neue berufliche Perspektiven oder sogar Arbeitsverträge, die Kirchengemeinde einen schmucken Pfarrgarten. Das schöne Fleckchen Erde wird nicht nur die dort wohnende Pastorin erfreuen. Der Pfarrgarten ist für alle Gartenliebhaber und für viele Veranstaltungen geöffnet. „Der Garten ist eine Bereicherung für den Ortsteil Holte,“ freute sich Bürgermeister Halfter. Der Dornröschengarten sei zunächst durch die Hilfe der Gartengruppe der Heilpädagogischen Hilfe freigeküsst worden, dann durch die herzliche Umarmung der Awo erlöst worden, so Halfter.

32000 Euro flossen an Stiftungsgeldern von der Naturschutzstiftung des Landkreises, dem Landschaftsverband und der Lottostiftung in das Projekt. Mindestens weitere 10000 Euro kamen an Eigenleistungen und an Geld-, Zeit- und Maschinenspenden zusammen.


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Gewachsene Zusammenarbeit

Gewachsene Zusammenarbeit im Pfarrgarten Holte

01.09.2009

Vor zwei Jahren wohnte Wiebke Köhler im Dornröschengarten – in einer ungebremst wachsenden Wildnis. Den Pfarrgarten Holte erhalten, ihn wieder zu seiner ursprünglichen Schönheit bringen, so ihr Wunsch, mit dem sie sich an die Neue OZ wandte. Wiebke Köhler fand offene Ohren. Zunächst nahm sich die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück des Gartens an, dann stiegen die Arbeiterwohlfahrt (Awo) und die Maßarbeit des Landkreises Osnabrück ein. Heute ist der Pfarrgarten schöner denn je. Sonntag, 13. September, ist Eröffnung.

Pastorin Köhler bewegt das gerade eingesetzte, strahlend weiße Gartentor mit der Aufschrift „Historischer Pfarrgarten Holte“ auf rotem Grund. Dieses Tor hat eigentlich nur symbolischen Charakter. Denn der 5000 Quadratmeter große Park soll für Gartenliebhaber, Gemeindeglieder und Besucher kirchlicher, kultureller und geselliger Anlässe weit offen stehen.

Im Endspurt befinden sich auch Gartenbauingenieurin Kirsten Bonsen und Awo-Sozialarbeiter Johannes Henkelmann. Mit weiteren Mitarbeitern von Maßarbeit und Awo haben sie hier rund 50 Langzeitarbeitslose begleitet. Diese Menschen fanden mit ihrer Arbeit im Pfarrgarten wieder in den Arbeitsprozess zurück, einige sogar eine feste Arbeitsstelle.

Inmitten des Bauerngartens steht zurzeit noch ein ungenutzter Sockel. Am Eröffnungstag wird hier eine Akazienholzskulptur des Bildhauers Peter Marggraf zu finden sein. Nicht fertig werden der Brunnen mit Lichtelementen und der Wiederaufbau eines alten Backhauses. „Alles hat seine finanziellen Grenzen“, meint Wiebke Köhler. Da die Wiedereingliederungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose bis zum Ende des Jahres verlängert wurde und die Gäste am Eröffnungstag vielleicht in den Geldbeutel greifen, sieht die Pastorin dem letzten Schliff gelassen entgegen.

Spenden sind erwünscht.
Informationen zum Projekt erteilt die Kirchengemeinde unter Telefon 0 54 02 - 29 38.


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Über den Pfarrgarten zum neuen Job

Pfarrgarten Holte

28.07.2009

Wiebke Köhler, Kirsten Bonsen, Roswitha Greimann und Martin Fromme genießen die Sonne und den Garten, der sich vor ihnen auf gut 5000 Quadratmetern ausbreitet. Blüten zeigen sich zwar spärlich, denn es gibt noch viel freie Erde zwischen den Stauden, hier und da muss gepflastert werden. Trotzdem lässt sich die Pracht erahnen, die hier erblühen wird. Schon jetzt schließt sich der Pfarrgarten Holte mit seiner ursprünglichen Schönheit dem historischen Kirchdorf an. Am Sonntag, 13. September, wird der Garten eröffnet.

„An diesem Taufstein wurde mein Großvater getauft“, erzählt Michael Simon. Er ist der Nächste in der Runde, der sich über den Pfarrgarten freut. Nicht nur aus nostalgischen Gründen. Der Bissendorfer ist maßgeblich daran beteiligt, dass der alte Taufstein demnächst wieder seine Aufgabe erfüllt. Simon pflasterte die Terrassen, legte Wege durch die Bauerngärten und pflanzte Blumen und Obstbäume.

Mit dieser Arbeit kam wieder Struktur in seinen Tagesablauf. Simon qualifizierte sich und erhielt nach vier Jahren Arbeitslosigkeit einen Arbeitsvertrag bei einem Osnabrücker Landschaftsgärtner. Der Pfarrgarten ist für Simon mehr als eine Gartenanlage, vielmehr die entscheidende Etappe in ein neues Leben. „Bei diesem Projekt gibt es nur Gewinner“, versichert Martin Fromme, stellvertretender Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt, Region Osnabrück. Seit Februar 2008 ziehen die Kirchengemeinde Holte, die Awo und die Maßarbeit im Pfarrgarten Holte an einem Strang.

Zum Nutzen von Langzeitarbeitslosen, Liebhabern historischer Gartenidyllen und natürlich den Gemeindegliedern. Roswitha Greimann vermittelt als Maßarbeit-Koordinatorin Arbeitslose für dieses Projekt. „Holte hat sich als eine erfolgreiche Maßnahme zur Eingliederung in den Arbeitsprozess erwiesen“, sagt Greimann. „Langzeitarbeitslose erleben hier einen sanften Einstieg“, ergänzt Kirsten Bonsen. Die Gartenbauingenieurin der Awo ist Anleiterin für die vermittelten Mitarbeiter, unterstützt wird sie von Sozialarbeitern.

Roswitha Greimann, Martin Fromme und Wiebke Köhler verkünden: Das Maßarbeit- Projekt Holte ist bis zum 31. Dezember 2009 verlängert. Zunächst war die Eingliederungsmaßnahme für ein Jahr ausgeschrieben, dann wurde bis Juli 2009 verlängert, und jetzt gibt es noch einmal sechs Monate Nachschlag. Jeweils elf Teilnehmer der Maßarbeit arbeiten für sechs Monate in Holte. Vor zwei Jahren hatte unsere Zeitung über den Hilferuf von Pastorin Köhler berichtet. Ihr wuchs das Grün ihres riesigen Pfarrgartens über den Kopf. Es meldeten sich Gartenliebhaber, die mithelfen wollten, die Gartengruppe der Heilpädagogischen Hilfe machte den Anfang, dann stiegen Awo und Maßarbeit ein.

Der Garten ist seitdem kaum wiederzuerkennen. Die alten Bruchsteinmauern wurden ausgebessert, rund um den Taufstein wurden Terrassen gelegt. Die Maßarbeiter pflasterten eine Bühnenfläche und verschlungene Wege. Es entstanden Obstbaumwiesen, Rosen-, Stauden- und Kräuterbeete, dazwischen Sitzecken. „In zwei oder drei Jahren steht alles in voller Pracht“, meint Kirsten Bonsen. Die Gartenplanerin spricht ein Problem an: Die neuen Anpflanzungen brauchen gerade in den ersten Jahren regelmäßige Pflege. Wer zupft nun das Unkraut, wenn das Maßarbeit-Projekt ausgelaufen ist? „Wir werden eine Lösung finden“, versichern Bonsen und Köhler.

Gefördert wird das Gartenprojekt von der Naturschutzstiftung, dem Landschaftsverband und der Niedersächsischen Lottostiftung, außerdem von zehn Sponsoren aus der Wirtschaft und natürlich vielen Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde, die sich mit Pflanzenspenden, Maschinenstunden und Gartenarbeit einbrachten.

Gottesdienste, Gemeindefeste und Konzerte sollen hier stattfinden. Die uralten Mauern, die Terrassen oder die Rosenranken bieten die Kulisse für Taufen und Trauungen.

Gibt es auch unerfüllte Wünsche? Wiebke Köhler hatte in der Tat zwei ganz besondere, und das Beste: beide werden erfüllt. Ihr Nachbar Reinhold Dinkmeier schenkte der Kirchengemeinde ein Backhaus. Es wird auf seinem Grundstück abgetragen und im Pfarrgarten wieder aufgebaut. Ein Steinbackofen für Brotbackaktionen wäre ideal, schwärmt die Pastorin. „Ich hätte gern noch ein Maulbeerbäumchen“, so der zweite Wunsch von Köhler. „Im Herbst wird es gepflanzt“, verspricht Bonsen. Der Maulbeerbaum hat eine religiöse Bedeutung. Im 17. Jahrhundert war es die Aufgabe der Küster, Seide zu ernten, produziert von Seidenspinnern, die sich von den Blättern des Maulbeerbaumes ernähren. Ob die Pastorin darin eine Einnahmequelle zur Deckung der Gartenpflegekosten sieht?


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Durch die Blumen zum neuen Job

Langzeitarbeitslose finden eine Beschäftigung im Pfarrgarten Holte

01.11.2008

Es ist nass und kalt im Pfarrgarten Holte – November eben. Aber Dr. Wiebke Köhler strahlt und hat bereits die erste Taufe im Kopf, die hier in einer blühenden Idylle im Sommer stattfinden kann. Auch Thorsten Borchert strahlt: Er ist maßgeblich an diesem wachsenden Paradies beteiligt und das Beste: Er fand dadurch einen festen Arbeitsplatz.

Auch alle anderen, die sich im herbstlichen Pfarrgarten treffen, schwelgen bereits in sommerlicher Vorfreude. Das 5000 Quadratmeter große Areal hinter dem Pfarrhaus mit der altehrwürdigen Kirche im Hintergrund hat sich in den letzten neun Monaten verändert. Aus einer Wildnis wurde eine ansehnliche Gartenanlage nach historischem Vorbild, eben so, wie sie wohl schon vor 800 Jahren am gleichen Ort zu finden war.

Gartenbauingenieurin Kirsten Bonsen und Freiraumplaner Nils Krieger zeigen die bereits fertigen Wege. Dazwischen wird ein pflegeleichter Bauerngarten mit alten Rosenarten und Bodendeckern erblühen. Pastorin Köhler testet die Pflasterung der geschwungenen Pfade zwischen Eibe und Rhododendron, die beide wohl mehr als 100 Jahre auf den Ästen haben.

Guter Stimmung sind auch Sozialarbeiter Johannes Henkelmann, Martin Fromme, stellvertretender Geschäftsführer der AWO Region Osnabrück, und Roswitha Greimann von Maßarbeit. „Dieses Projekt lebt von den Teilnehmern und ihrer erfolgreichen Vermittlung auf den Arbeitsmarkt“, meinen Fromme und Henkelmann.

Der Erfolg kann sich sehen lassen. Für maximal sechs Monate wurden jeweils elf zumeist Langzeitarbeitslose von der Maßarbeit für dieses Projekt ausgewählt mit dem Ziel, sie unter der fachlichen Anleitung von Bunsen und Krieger zu qualifizieren und sie mit Unterstützung des Sozialarbeiters zu vermitteln. Bei Johannes Borchert ist das gelungen. Bereits einen Monat nachdem er seinen freiwilligen Arbeitseinsatz in Holte begonnen hatte, erhielt er seinen festen Arbeitsvertrag in einem Bissendorfer Gartenbaubetrieb. 25 Prozent aller Teilnehmer konnten auf diese Weise in Lohn und Brot gebracht werden.

Und weil das Projekt von dem Erfolg der Vermittlung lebt, wird es verlängert. Zunächst bis Januar 2009 befristet, läuft es jetzt sechs Monate weiter.

Diese Nachricht erhielt Wiebke Köhler als eigentlich die Abschlussbesprechung mit AWO-Vertretern im Terminkalender stand. Damit lassen sich weitere Sommerfreuden erahnen. Es entsteht ein Bühnenplatz, Bepflanzung und Pflasterung werden abgeschlossen, Stufen angelegt, es wird gepflegt, und wahrscheinlich ist noch Zeit für eine Terrassenanlage an der nahe gelegenen Bildungsstätte Holter Burg. Rund 8000 Euro werden noch dafür gebraucht. Die Pastorin hofft, dass auch diese Mittel aus gemeinnützigen Stiftungen fließen. Bislang sind 17000 Euro investiert.

Mit einem Hilferuf von Köhler hatte die Sanierung des historischen Pfarrgartens im Sommer 2007 ihren Anfang genommen. Zunächst leistete die Gartenbaugruppe der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück Vorarbeit, dann nahmen sich AWO und Maßarbeit des Projektes als Qualifizierungsmaßnahme an. Im Februar 2008 rückten die ersten Maßarbeiter an. Der Garten soll für kirchliche und öffentliche Veranstaltungen geöffnet werden, Gottesdienste, Trauungen und Taufen können in der Gartenidylle gefeiert werden. Im Sommer steht dann das erste Open-Air-Fest auf dem Programm.


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Hier wachsen auch Hoffnungen

Pfarrgarten Holte

21.02.2008

Möchten Sie den jüngsten Spross der Familie im Schatten alter Bäume taufen lassen? Oder sich das Ja-Wort im Meer duftender Rosen geben? Oder den Sonntagsausflug in einer historischen Gartenanlage ausklingen lassen? All das kann in Erfüllung gehen und damit auch die Wünsche von Pastorin Dr. Wiebke Köhler. Ort der traumhaft schönen Aussichten ist der Pfarrgarten in Holte. In Maßarbeit kommt man zurzeit diesem Ideal immer näher.

„Der neu gestaltete Pfarrgarten wird den Ortsteil Holte noch einmal aufwerten“, versichert Wiebke Köhler. Das liegt daran, dass der Garten rund um das Pfarrhaus nicht allein zur Freude der Pastorin grundsaniert wird, sondern baldmöglichst vielen Besuchern, Gartenfreunden und Ausflüglern offensteht. Die gut 5000 Quadratmeter große Idylle war bis vor einigen Wochen verwildert und vor allem viel zu groß für die Kleinfamilie Köhler. Unsere Zeitung berichtete darüber, und es fanden sich darauf einige Gartenliebhaber, die eine Ecke unter die Rechen nahmen. Große Hilfe kam von der Gartenbaugruppe der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Mit Tatkraft und schwerem Gerät machten sich die Mitarbeiter an die erste Grundsäuberung.

Mit weiteren tatkräftigen  Helfern ist jetzt endgültig  die Rettung für die alte Gartenanlage  in Sicht. Sechs  Mitarbeiter der Gruppe für  Gartenbau der Osnabrücker  Werkstätten in Sutthausen  rückten mit schwerem Gerät  an. Etwa eine Woche werden  die Männer im vorderen Teil,  dem Hausgarten, kräftig arbeiten  müssen, um alles winterfertig  zu machen, berichtet  Gruppenleiter Thomas  Kriege. Nach wenigen Stunden  Arbeit sah der Garten so  gut aus wie schon lange  nicht mehr. Wuchernde  Weinranken auf dem Dach  des Pfarrhauses waren verschwunden,  die Hauswand  freigelegt, und Wiebke Köhler  hatte wieder mehr Tageslicht  in ihren Räumen. Die  fleißige Gruppe psychisch  erkrankter Menschen war  mit viel Freude dabei, entfernte  das Unkraut, schnitt  Stauden und Büsche zurück  und legte die Beete frei. „Wir  machen zunächst eine  Rund-um-Pflege, damit im  nächsten Frühjahr alles wieder  erblühen kann“, sagte Thomas Kriege.

Gepflegtes Kleinod

Auch Hans-Georg Klecker, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, Ortsverein Bissendorf, erfuhr von dem Dornröschenschlaf des Pfarrgartens, und mit ihm nahm das Projekt jetzt volle Fahrt auf. Der Entwurf für eine neue, aber ursprünglich belassene Gartenanlage ist fertig, und seit einigen Tagen wird in Holte kräftig gearbeitet. Die Wandlung von der Wildnis zum gepflegten Kleinod schreitet voran.

Klecker berichtete Martin Fromme, stellvertretendem Geschäftsführer des AWOKreisverbandes, und Fachbereichsleiter Engelbert Hülsmann von dem Projekt. Schließlich ist die soziale Integration eine der wichtigsten AWO-Aufgaben, und bei ähnlichen Einsätzen verlief die Zusammenarbeit mit der ArbeitGemeinschaft Osnabrück (AGOS) erfolgreich. Fromme und Hülsmann nahmen den Faden auf. Nachdem sich auch Anja Wiesner, Bereichsleiterin der Arbeitsvermittlung im Landkreis „MaßArbeit“, über das Projekt informiert hatte, war sie begeistert. Der Pfarrgarten in Holte war das ideale Projekt, um Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsprozess zu führen. Anja Wiesner erhielt wiederum grünes Licht von den AWO-Ingenieuren Kirsten Bonsen und Nils Krieger. Dritter im Bunde ist Sozialarbeiter Johannes Henkelmann.

Während Anja Wiesner Langzeitarbeitslose für das Projekt gewann, entwickelten Kirsten Bonsen und Nils Krieger das Konzept für die Neugestaltung. Demnach bleibt der historische Gehölzund Pflanzenbestand erhalten, es wird durchforstet, geschnitten, gepflegt und gesät, Bruchsteinmauern ausgebessert, Terrassen und Sitzecken entstehen, ein direkter Zugang zur Kirche wird geschaffen, im oberen Bereich der terrassierten Anlage werden Freiflächen angelegt. Gartenbaulicher Höhepunkt ist ein neuer Bauerngarten.

Auf ein Jahr befristet

Elf Langzeitarbeitslose sind jeweils für sechs Monate im Projekt beschäftigt. Sie erhalten zu der Hartz-IV-Leistung einen Aufschlag von einem Euro pro Stunde. Das Gartenbauprojekt ist auf ein Jahr befristet. „Die Mitarbeiter lernen hier, wieder einer geregelten Arbeit nachzugehen, sie fördern ihre Kondition und qualifizieren sich für neue Tätigkeiten“, fasst Henkelmann zusammen. Der Sozialarbeiter steht wie Kirsten Bonsen und Nils Krieger den MaßArbeitern als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Von allen AWO- und AGOS-Beteiligten wird die Integrationsqualität des gesamten Projektes betont. „Das vorrangige Ziel ist, die Menschen in feste Arbeitsverhältnisse zu bringen“, betont Anja Wiesner.

Im Pfarrgarten Holte wird aber noch mehr geleistet: Die historische Gartenanlage bleibt erhalten, und es wird öffentlicher Raum zur Naherholung geschaffen.

Mit dem tatkräftigen Einsatz der elf Männer ist es allein nicht getan. Es wird auch Material gebraucht. Hans Georg Klecker und Dr. Wiebke Köhler sind dafür bereits auf Sponsorensuche. Da der Garten ein Treffpunkt für viele werde, mangele es nicht an Unterstützung, versichern Köhler und Klecker nach den ersten Vorstößen finanzieller Art.

Von Bärbel Recker-Preuin, NOZ.


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Erste Hilfe für Pfarrgarten

Tatkräftige Helfer im Pfarrgarten Holte

05.10.2007

Pastorin Dr.  Wiebke Köhler hat eine Sorge  weniger. Die Gartenarbeit  wird ihr zurzeit abgenommen.  Nicht, dass sie eine gute  Seele gefunden hätte, die ab  und zu den Rasen mäht oder  Laub fegt. In Holte liegt die  Sache anders. Hier handelt es  sich um 5000 Quadratmeter,  die gründlich urbar gemacht  werden müssen. Und da sind  viele Hände gefragt. Dass die  Pastorin Hilfe fand, lag nicht  zuletzt an einem Artikel in  der Neuen OZ.

Zu viel des idyllischen  Grüns wurde es der Holter  Pastorin. Den üppig wuchernden  Sträuchern und  Stauden auf der ehemaligen  Hofanlage konnte sie nicht  Herr werden. Dr. Wiebke  Köhler ging es auch nicht um  einen gepflegten Garten für  private Stunden an der frischen  Luft, sondern vielmehr  um den Erhalt des historischen  Pfarrgartens, mit einem  reichen Bestand an alten  Obstbäumen, Rosen und  Stauden. Ihr Hilferuf in unserer  Zeitung fand offene Ohren.  Zum Beispiel bei zwei  Gartenfreunden aus Osnabrück.  Sie suchten sich ihr  Lieblingsfleckchen aus und  pflegen dieses Stück aus reiner  Lust an der Gartenarbeit  und Naturverbundenheit.

Mit weiteren tatkräftigen  Helfern ist jetzt endgültig  die Rettung für die alte Gartenanlage  in Sicht. Sechs  Mitarbeiter der Gruppe für  Gartenbau der Osnabrücker  Werkstätten in Sutthausen  rückten mit schwerem Gerät  an. Etwa eine Woche werden  die Männer im vorderen Teil,  dem Hausgarten, kräftig arbeiten  müssen, um alles winterfertig  zu machen, berichtet  Gruppenleiter Thomas  Kriege. Nach wenigen Stunden  Arbeit sah der Garten so  gut aus wie schon lange  nicht mehr. Wuchernde  Weinranken auf dem Dach  des Pfarrhauses waren verschwunden,  die Hauswand  freigelegt, und Wiebke Köhler  hatte wieder mehr Tageslicht  in ihren Räumen. Die  fleißige Gruppe psychisch  erkrankter Menschen war  mit viel Freude dabei, entfernte  das Unkraut, schnitt  Stauden und Büsche zurück  und legte die Beete frei. „Wir  machen zunächst eine  Rund-um-Pflege, damit im  nächsten Frühjahr alles wieder  erblühen kann“, sagte Thomas Kriege.


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Fast zu viel des Grüns

Dr. Wiebke Köhler, Pastorin in Holte

21.08.2007

Dr. Wiebke Köhler wohnt im Paradies. Das hat mit ihrem Beruf zu tun. Sie ist Pastorin in Holte und bewohnt das Pfarrhaus im historischen Ortskern. Dieses Haus ist umgeben von einer wahren Idylle, die sich über gut 5000 Quadratmeter erstreckt. Für die Pastorin fast zu viel des Grüns. Die Geistliche sucht nach Lösungen, die alte Gartenkultur zu erhalten und mit anderen Menschen zu teilen.

Ein bisschen kommt sich der Besucher vor wie am Dornröschenschloss. Gar nicht so einfach, sich den Weg zwischen üppiger Staudenpracht und Rosendornen zu bahnen. Den Pfarrgarten zu pflegen, hat Wiebke Köhler längst aufgegeben. Selbst Gartenprofis hätten viele Tage zu arbeiten, um das ungebremste Wachstum in den Griff zu bekommen. Die Pastorin beschränkt sich deshalb auf den regelmäßigen Rasenschnitt und eine kleine Terrasse.

Und ehrenamtliche Hilfe? „Viele Menschen sind in unserer Kirchengemeinde ehrenamtlich tätig, doch alle haben einen eigenen Garten“, sagt Wiebke Köhler. Der Einsatz von Profi-Gärtnern kommt für die kleine Gemeinde erst recht nicht infrage. „Das gibt der Etat nicht her“, versichert die Pastorin. Dabei hätte das idyllische Kleinod am Fuße des Holter Berges eine regelmäßige Pflege durchaus verdient. Die ganze Pracht der alten Hofanlage ist noch deutlich zu sehen. Das heutige Pfarrhaus entstand im Jahr 1806, die Hof- und Gartenanlagen sind wesentlich älter, wahrscheinlich wurden sie schon im 12. Jahrhundert angelegt, vermutet Dr. Köhler.

Prachtvolle Obst- und Ziergehölze gehören zum alten Baumbestand. Als ausgewiesenes Baumdenkmal ist eine rund 100 Jahre alte Eibe darunter, eine Magnolie hat wohl ihre 150 Jahre auf den Zweigen. Ein uralter Apfelbaum steht nicht weit entfernt. Zur Rosenblüte sieht er aus wie ein Schneeball, über und über mit der Ramblerrose bedeckt. 15 historische Rosenarten wachsen ungehemmt in einem Rondell. „Zur Rosenblüte ist der Pfarrgarten dann tatsächlich ein Dornröschenschloss“, bemerkt Wiebke Köhler. Terrassenförmig zieht sich der Garten hinauf in den Pfarrforst, durchzogen von Bruchsteinmauern, teils verfallen, teils notdürftig ausgebessert. Bei einem Mauerteilstück ist Besserung in Sicht, freut sich die 44-Jährige. 45 Meter Bruchsteinmauer nahm der Lernstandort Noller Schlucht in sein Instandhaltungsprogramm für Trockenmauern auf.

„Nun kommen wir zur Abteilung Froschkönig.“ Wiebke Köhler zeigt den Brunnen, von üppigem Grün umgeben. Mit gezieltem Griff legt sie inmitten von Rosenranken einen Sandstein, eine Kreuzblume, frei, nicht weit entfernt zeigt sich auf die gleiche Weise ein Taufbecken aus dem 19. Jahrhundert. Als Bauschutt waren irgendwann einmal diese Kunstwerke im Pfarrgarten abgelegt worden. Das Herz der Pastorin hängt an jedem Quadratmeter dieser wild wachsenden Idylle. Pfarrhaus und Pfarrgarten waren für eine bäuerliche Großfamilie oder einen Pastorenhaushalt mit Mägden und Knechten gedacht. Dr. Wiebke Köhler hat weder Großfamilie noch Gesindel, wohl aber einen zeitaufwendigen Beruf. Kurz: Sie ist mit der Pflege des Gartens hoffnungslos überfordert. Was ist also zu tun, damit diese Gartenkultur erhalten bleibt? Man könnte ein Rosenfest feiern oder Postkarten zum Erhalt des Pfarrgartens anbieten, Patenschaften wären auch eine Möglichkeit, so die ersten Ideen der Pastorin. Auf alle Fälle will sie den Garten öffnen für Gemeindeglieder, für Gartenfreunde und besonders für jeden, der tatkräftig oder auch finanziell zu Erhalt und Pflege der historischen Gartenanlage beiträgt. „Nicht nur die Pfarrhausbewohner sollten ihre Freude daran haben, sondern möglichst viele Gartenliebhaber“, meint Wiebke Köhler.

Von Bärbel Recker-Preuin, NOZ


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Unsere nächsten Gottesdienste


Unsere Gottesdienste im Oktober

9.10.2022 9.30 Uhr Lektor Scheidemann 16.10.2022 9.30 Uhr Lektor Scheidemann 23.10.2022 9.30 Uhr Lektor Scheidemann 30.10.2022 kein Gottesdienst 31.10.2022 9.30 Uhr mit Posaunenchor Pn. Bunselmeyer

Videoandacht zum Sonntag den 18.04.2021

Hier können Sie die Videoandacht aus der Holter Kirche zum Sonntag Miserikordias Domini anschauen. https://youtu.be/GqdtBYLOtmI


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