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Kurzandachten und Gebete

23.05.2020

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Losung und Lehrtext für Samstag, 23.05.2020

Mose sprach:  Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes. 5.Mose 11,26-28

Dient dem Herrn Christus! Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person. Kolosser 3,24-25

22.05.2020

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Losung und Lehrtext für Freitag, 22.05.2020

Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR. Jeremia 31,20

Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Lukas 15,20

21.05.2020

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 Losung und Lehrtext für Donnerstag, 21.05.2020

Die ihr den HERRN liebet, hasset das Arge! Psalm 97,10

Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. Epheser 4,15

20.05.2020

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justice Losung und Lehrtext für Mittwoch, 20.05.2020

Der Gerechte erkennt die Sache der Armen. Sprüche 29,7

Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße euer Werk und die Liebe,  die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient. Hebräer 6,10

19.05.2020

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Losung und Lehrtext für Dienstag, 19.05.2020

So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben? Hesekiel 33,11

Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück. Lukas 19,8  

18.05.2020

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Culture

Losung und Lehrtext für Montag, 18.05.2020

HERR, du gabst unsern Vätern deinen guten Geist, sie zu unterweisen. Nehemia 9,20

Jesus spricht:  Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Johannes 14,26

17.05.2020

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Tree

Losung und Lehrtext für Sonntag, 17.05.2020

Der HERR, unser Gott, neige unser Herz zu ihm, dass wir wandeln in allen seinen Wegen. 1.Könige 8,58

Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit. Kolosser 2,6-7

16.05.2020

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Der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich. Jesaja 51,6

Jesus spricht:  Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. Lukas 21,33

15.05.2020

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12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist. 13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 14 Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.

Psalm 51  

Liebe Gemeinde,

gestern habe ich mich per Videokonferenz mit Pastorin Breymann und Pastor Patzwald getroffen. Gemeinsam haben wir das Video mit einem ökumenischen geistlichen Gruß zu Pfingsten besprochen und Aufgaben verteilt. Der schon traditionelle große Gottesdienst unter freiem Himmel am Pfingstmontag muss ja in diesem Jahr ausfallen. So haben wir nach einer Alternative gesucht. Seien Sie gespannt auf das Ergebnis, das am Pfingstwochenende über die jeweiligen Internetseiten abrufbar ist.

Doch mir geht es heute darum, dass es eine gute Erfahrung war, dass Pastor Patzwald ein paar gute Tipps für die Möglichkeiten der Videokonferenz hatte und ich dadurch etwas hinzulernen konnte. Am Ende kamen wir zu dem Schluss, dass wir die Möglichkeiten der Videokonferenz auch nach der Pandemie öfter nutzen könnten, um Anfahrtszeiten und unnötigen CO2 Ausstoß durch die jeweiligen Autofahrten zu vermeiden.

Der Psalmbeter bittet um einen neuen, beständigen Geist. Da ist beides enthalten: in dem beständig das Festhalten, die Treue zu dem, was Gott uns aufträgt, in dem neuen vielleicht die Einsicht, dass dies immer wieder neue Ausdrucksformen hat und braucht.

Ich möchte jedenfalls offen bleiben für Neues, das sich als hilfreich und sinnvoll erweist, obwohl es aus der Not geboren worden ist. Ja, vielleicht behalte ich auch über diese Zeit hinaus den „Täglichen Impuls“ bei, da er in den letzten Wochen schon ein kleines Morgenritual für mich geworden ist. Was meinen Sie?

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

14.05.2020

Bild von Lukas Prudil auf Pixabay

Liebe Gemeinde,

ich weiß nicht, ob es ihnen im Moment auch so geht, ich fühle mich aber überfordert.

Als ich gestern einkaufen war, bewegten sich die meisten zwischen den Regalen wie vor der Pandemie. Der einzige Unterschied waren die Masken, die alle tragen, und dass jede Person einen Einkaufswagen hat.  Als ich mit meiner Tochter etwas später telefonierte als sie im Park spazieren ging, sagte sie auf einmal: Ich glaube es nicht, da haben sich gerade welche mit Handschlag begrüßt. Mich hat das fast schon ein wenig aggressiv gemacht. Ich frage mich, wieso ich so heftig innerlich reagiere.

Ich glaube, weil ich mich sträube, in immer mehr Bereichen wieder so weiter zu machen, wie vor dem Lockdown. Es ist gut und wichtig, aus dem Lockdown herausgehen, aber ich habe das Gefühl, das geht im Sprint und nicht mit bedachten, vorsichtigen Schritten, und irgendwie komme ich innerlich nicht mit.

Nehmen wir uns genügend Zeit zu bedenken, wie was wieder aufgenommen wird? Genauso wie vorher wird manches noch für eine längere Zeit nicht möglich sein, und an manchen Stellen ist ja vielleicht auch zu fragen, ob das überhaupt anzustreben ist. Das dürfen wir nicht ignorieren.

Egal ob in Schulen, Kindergärten, Cafes und Restaurants, in Betrieben, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Geschäften und auch in den Kirchengemeinden,  überall sind wir gefordert, neue Bedingungen zu schaffen bzw. einzuhalten und das kostet Kraft und dafür braucht es Zeit, doch  wenn es schnell gehen muss, ja dann kommt vielleicht diese Überforderung oder eben Ignorierung der neuen Situation.

So frage ich mich, was kann mich leiten? Paulus rät: „So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.“ Kolosser 3,12  

Diesen Rat nehme ich mit in den heutigen Tag.

  Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

13.05.2020

Bild von congerdesign auf Pixabay  

Losung und Lehrtext für Mittwoch, den 13. Mai 2020

Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder. 1. Könige 8,39

Unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort. 2. Thessalonicher 2,16-17

  Liebe Gemeinde,

  was soll ich dem noch hinzufügen?

  Vielleicht nur den Gedanken, dass Paulus vor seinem Wunsch das beschreibt, was für ihn fest steht, auf dem er sich gründen kann: dem Handeln Gottes durch Jesus Christus. Es ist also ein Blick auf Vergangenes, von Gott Ausgehendes, das ihn auch für die Zukunft zuversichtlich macht und dieses Segenswort schreiben lässt.  In dem Sinne eines alten Psalmwortes: Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Psalm 103,2b.

Ich möchte mich einfach diesem Segenswunsch des Paulus anschließen:

Gott tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

12.05.2020

Bild von Arek Socha auf Pixabay  

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 12. Mai 2020

Der HERR sprach zu Salomo: Bitte, was ich dir geben soll! Salomo sprach: Du wollest deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, dass er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist. 1. Könige 3,5.9

Paulus schreibt: Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei. Philipper 1,9-10  

Liebe Gemeinde,

  wir haben heute Abend wieder eine Kirchenvorstandssitzung. Seit gestern wäre es uns erlaubt, bei Einhaltung gewisser Hygieneregelungen wieder im Gemeindehaus zusammen zu kommen. Wir haben uns aber entschieden, per Telefonkonferenz zu beraten.   So ist es in mehreren Bereichen, einiges ist wieder erlaubt, aber das heißt ja nicht, dass wir es auch tun müssen oder sollten. Wir sind weiterhin gefragt, abzuwägen, jeder und jede persönlich. Schwer ist das, weil wir nur ungefähr einschätzen können, was gut und was böse ist. Ich bin froh, dass ich mich immer wieder mit anderen beraten kann, bevor wir gemeinsam eine Entscheidung treffen.

  Auch Paulus bittet für eine Gemeinschaft, dass ihre Liebe an Erkenntnis und Erfahrung reicher werde, so dass sie prüfen kann, was das Beste sei.  

Möge Gott Ihnen bei Ihren Entscheidungen helfen, die Besinnung auf seine Liebe und die gemeinsame Beratung darüber, was dieser Liebe entsprechend könnte.  

Bleiben Sie behütet.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

11.05.2020

Losung und Lehrtext für Montag, den 11. Mai 2020

Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben’s uns erzählt, was du getan hast zu ihren Zeiten, vor alters. Psalm 44,2

Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Lukas 10,39  

Liebe Gemeinde,

der heutige Lehrtext ist aus einer Erzählung entnommen, in der die Schwester Martha und Maria Jesus und seine Freunde in ihr Haus einladen. Während Martha sich um die Bewirtung der Gäste kümmert, sitzt Maria bei Jesus. Martha beschwert sich dann bei Jesus, er soll ihre Schwester auffordern ihr zu helfen. Doch Jesus sagt: „Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.“

Ich glaube nicht, dass hier das Tun abgewertet, sondern eher das Hören auf sein Wort aufgewertet werden soll.   Ich möchte Sie einladen, einen Moment nichts zu tun, ich einen Bibelvers ihrer Wahl auszusuchen und dazu die Musik von der Orgel zu hören, die sie hier anklicken können. Die Improvisation zu „Komm Herr segne uns“ von Herrn Schlie war ein sehr besinnlicher Moment im gestrigen Gottesdienst.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

9.5.2020

Bild von truthseeker08 auf Pixabay  

Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände. 5. Mose 2,7

Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden. 1. Korinther 4,2 (Losung und Lehrtext für den heutigen Tag)  

 

Liebe Gemeinde,

wir stoßen in dieser Zeit an die Grenze des von uns Machbaren. Grund zu resignieren, aufzugeben?

Ich verstehe die heutige Losung und den Lehrtext so, dass wir dennoch dazu aufgerufen sind, das für uns Machbare zum Wohle aller zu tun. Von uns werden von Gott keine Wunder erwartet. Treue, das heißt  eben nicht aufzugeben, sondern dem Vorbild, das Jesus uns gegeben hat, weiter nachzufolgen, trotz mancher Grenzen, trotz mancher Rückschläge. Vieles ist dann möglich, das erleben wir auch in diesen Tagen.

Möge so das Werk unserer Hände heute segensreich sein, für die Bewahrung der Welt, für andere, für uns.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

8.5.2020

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Liebe Gemeinde,

die Corona Pandemie bestimmt die Nachrichten. Dabei gibt es auch anderes, wichtiges zu bedenken.

Heute jährt sich das Kriegsende, der Tag der Befreiung, zum 75. Mal. 1947 haben Theologen und Theologinnen, die zum Teil der Bekennenden Kirche angehörten, ein Schuldbekenntnis verfasst, das sogenannte „Darmstädter Wort“. Nach einem Einleitungswort folgen verschiedene Absätze, die mit „Wir sind in die Irre gegangen“ beginnen. Den dritten Absatz habe ich unten als Zitat angefügt, denn er hat an Aktualität nicht eingebüßt.

Denn neben aller notwendigen Diskussionen und Überlegungen zur Corona Pandemie sollten wir die beiden anderen großen Herausforderungen unserer Zeit, die weltweite Gerechtigkeit und den Klimawandel nicht vergessen. In christlicher Freiheit können wir uns einsetzen, um Veränderungen, die heilsam sind, mit herbeizuführen.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

„3. Wir sind in die Irre gegangen, als wir begannen, eine "christliche Front" aufzurichten gegenüber notwendig gewordenen Neuordnungen im gesellschaftlichen Leben der Menschen. Das Bündnis der Kirche mit den das Alte und Herkömmliche konservierenden Mächten hat sich schwer an uns gerächt. Wir haben die christliche Freiheit verraten, die uns erlaubt und gebietet, Lebensformen abzuändern, wo das Zusammenleben der Menschen solche Wandlung erfordert.“ Darmstädter Wort 1947

7.5.2020

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Matthäus 18,20  

Liebe Gemeinde,

vor mir liegt das Hygiene-Konzept für die Gottesdienste in der Kirche mit Besuchern und Besucherinnen, mit denen wir am kommenden Sonntag wieder starten werden. Punkt für Punkt werde ich heute vorbereiten, damit wir wieder in der Kirche zusammen kommen können. Es wird sehr anders sein als sonst, weit auseinander sitzend, ohne Gemeindegesang. Dennoch freue ich mich darauf, nicht mehr allein eine Aufnahme in der Kirche zu machen, sondern mit anderen zusammen Gottesdienst zu feiern.

Doch auch bei den Aufnahmen habe ich das Gefühl gehabt, ich bete nicht allein, sondern bin in meinem Gebet mit anderen verbunden, die sich die Aufnahme anschauen werden und zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort mitbeten. So werden wir von den Gottesdiensten auch weiterhin Aufnahmen erstellen und über die Homepage zugänglich machen, denn die Anzahl der Besucher und Besucherinnen ist ja begrenzt und nicht alle werden sich zur Kirche aufmachen.

Diese Verbundenheit mit anderen auch über körperliche Nähe hinweg und die Verbundenheit mit Gott, sie tragen mich durch diese Zeit. Mögen wir so weiterhin in der Kirche und an anderen Orten durch den Geist Gottes gestärkt werden.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

6.5.2020

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Ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Höckerige zur Ebene. Jesaja 42,16

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Lukas 1,78-79  

(Losung und Lehrtext für den heutigen Tag)

Liebe Gemeinde,

die zunehmenden Lockerungen in unserem Land, die erfahren wir als Hoffnungsschimmer und Licht am Horizont.

Vielleicht gibt uns das die Kraft, unseren Horizont auch wieder zu erweitern, nicht nur auf Deutschland und Europa zu schauen, sondern auch die Menschen in Lateinamerika, Asien und Afrika wieder in den Blick zu nehmen. Sätze wie „Wir sterben nicht am Virus, sondern am Hunger.“  aus Berichten aus den stark betroffenen Ländern zeigen, dass neben allen Maßnahmen, die die Verbreitung des Virus einschränken, auch die soziale Gerechtigkeit weltweit in den Blick genommen werden muss, um Menschenleben zu retten. Auch da gibt es Wege und Möglichkeiten, dessen bin ich gewiss. Was hindert uns, sie zu beschreiten. Für mich gehört das zum  „die Füße auf den Weg des Friedens zu richten“ dazu.

Möge Gott uns darin stärken und ermutigen, so dass auch den Menschen auf anderen Kontinenten ein Licht am Horizont erscheint.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

5.5.2020

Bild von 272447 auf Pixabay  

Gott breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers. Er macht den Großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens. Hiob 9,8.9

Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare. Kolosser 1,15-16

  Liebe Gemeinde,

der heutigen Losung und dem Lehrtext gemeinsam ist das Staunen. Geweckt wurde ich heute recht früh von einem Konzert der Vögel, beim Blick aus dem Fenster sehe ich einen blauen Himmel und das frische Grün der Pflanzen. Ein guter Tag, um zumindest ein paar Stunden draußen zu verbringen.

Ich nehme mir vor, heute mit staunendem und dankbarem Blick durch den Tag zu gehen. Wer weiß, was ich alles entdecken und an manchen Stellen vielleicht nur erahnen kann?

Seien Sie behütetet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

4.5.2020

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Liebe Gemeinde, heute etwas später als sonst. Nun es läuft nicht immer alles wie geplant. Als ich Kind war, war einmal einen Tag lang die Schaukel im Garten gesperrt. Grund war ein Schwarm Bienen, der sich im Baum darüber niedergelassen hatte. Sehnsüchtig warteten wir darauf, dass der Nachbar kam, der Imker war, und den Schwarm einfing. Gefühlt war das eine Ewigkeit und die Schaukel besonders an diesem Tag das Spielgerät, an dem wir unbedingt spielen wollten.

Mir kam das wieder in den Sinn, als  gestern aus dem Bienenstock im Pfarrgarten ebenfalls ein Schwarm auszog, und in den Apfelbäumen ein Domizil für sich suchte. Damals als Kind wollten wir unbedingt auf die Schaukel, gerade weil sie verboten war. Vielleicht geht es ihnen auch so, dass Sie besonders Dinge vermissen und als wichtig ansehen, die gerade nicht möglich sind.

Andererseits höre ich auch, dass manche sagen, das, was vorher so wichtig erschien, hat auf einmal an Bedeutung verloren. Wertzumessungen verschieben sich, das ist eine Erfahrung dieser Wochen. Auch sonst ist es lohnenswert, sich immer mal wieder zu fragen, was sehe ich momentan als Schatz an, woran hängt mein Herz.

Lukas 12, 24 „Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“

 

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

1.5.2020

Bild von Wolfram Strachwitz auf Pixabay  

1) Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht.
Die Tier sieht man jetzt springen Mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen, die loben Gott mit Freud.

2) Herr, dir sei Lob und Ehre für solche Gaben dein!
Die Blüt zur Frucht vermehre, lass sie ersprießlich sein.
Es steht in deinen Händen, dein Macht und Güt ist groß;
drum wollst du von uns wenden Mehltau, Frost, Reif und Schloss'.

3) Herr, lass die Sonne blicken ins finstre Herze mein,
damit sich's möge schicken, fröhlich im Geist zu sein,
die größte Lust zu haben allein an deinem Wort,
das mich im Kreuz kann laben und weist des Himmels Pfort.

4) Mein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem Namen dein
und lass mir wohl gelingen, im Geist fruchtbar zu sein;
die Blümlein lass aufgehen von Tugend mancherlei,
damit ich mög bestehen und nicht verwerflich sei.

Text: Martin Behm (1606) Melodie: Johann Steurlein (1575), Nürnberg (1581)EG 501

30.04.2020

Bild von RitaE auf Pixabay

Jauchzet Gott alle Lande!
Lobsinget zu Ehre seines Namens;
rühmet ihn herrlich!
Sprecht zu Gott:
Wie wunderbar sind deine Werke.
(Psalm 66,1-3a, Psalm des kommenden Sonntags)

Liebe Gemeinde,
heute Abend wird es vor der Kirche leer bleiben. Kein Gesang des Männergesangvereins Fidelitas Holte und des Chores Cantabile, keine Posaunenchorklänge, kein gemeinsames Singen aller des alten Mailiedes „Der Mai ist gekommen“.  Der Komponist des Liedes Justus Wilhelm Lyra wurde in Osnabrück geboren. Dort steht ihm zu Ehren ein Stein und seit 1905 treffen sich dort Sänger, früher um Mitternacht, in heutigen Zeiten am 1. Mai, um den Frühling musikalisch zu begrüßen. Auch das wird in diesem Jahr wahrscheinlich ausfallen.

Trotz aller Einschränkungen ist es aber möglich, sich an der Kraft des wachsenden Lebens in der Natur zu freuen. Diese Freude, die durchaus auch unser Herz erreichen kann(wie es der Dichter Geibel im dritten Vers beschreibt), sollten wir uns nicht nehmen lassen. Vielleicht nehmen sie den Liedtext mit auf einer ihren nächsten Spaziergänge oder wenn Sie in den Garten oder auf den Balkon gehen und singen oder summen es vor sich hin, das frische Grün und die bunten Blüten vor Augen, den Duft des Frühlings in der Nase.

„Dass Gott euch behüt.“

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

  Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus;
wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.

2. Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht?
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert,
es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.

3. Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal.
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all;
mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.
(Emanuel Geibel, 1841)

29.04.2020

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Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu. Prediger 9,10

Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Römer 12,11

Losung und Lehrtext für den heutigen Tag

 

Liebe Gemeinde,

es ist wahrlich nicht leicht, mit den Begrenzungen und Einschränkungen, die wir uns vernünftigerweise gesetzt haben, und ihren Folgen zu leben. Mir geht es so, dass ich mir immer wieder vor Augen halten muss, welchem Zweck sie dienen und dass die Folgen, wenn wir sie uns nicht setzen würden, nach allem was wir wissen, uns noch mehr bedrücken würden. Sonst liegt die Versuchung nahe, nachzulassen, leichtfertig zu werden, das Ganze nicht mehr ernst zu nehmen. Hinter allen Einschränkungen steht die Grenze, vor die uns die nicht anders in zumindest gewissen Schranken zu haltende Virus-Pandemie stellt.

Was wir also tun können, und wenn es eben auch das Nicht-Tun ist, sollten wir tun. Wir dienen einander damit. Ich sehe darin  einen Ausdruck der Nächsten- und Eigenliebe, ja auch des Gott Dienens. „Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? 37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5). 38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). 40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ Matthäus 22, 36-40

Lassen Sie  uns also  einander ermuntern und nicht träge werden.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

28.4.2020

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Liebe Gemeinde,

Videokonferenzen sind in. Dabei stellen sich Fragen wie : Was trägt man für Kleidung? Wie gestaltet man den Hintergrund(da ist technisch wohl einiges möglich). Wie verhält man sich? Und immer wieder ist von Kindern die Rede, die im Hintergrund vorbei huschen.

Auch so manchen Cartoon zu diesem Thema habe ich schon gesehen,  der mich schmunzeln lies. In der nächsten Woche werde  ich nun nicht umhin kommen, an einer solchen Konferenz teilzunehmen.

In diesen Tagen kommt es aber vielleicht noch mehr darauf an, welche innere Haltung wir anziehen. Paulus hat da im Kolosserbrief einen guten Vorschlag: So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld. Kolosser 3,12


Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

27.4.2020

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Liebe Gemeinde,

wie verabschieden Sie sich zurzeit am Telefon oder nach einer kurzen Begegnung auf der Straße oder im Wald? Bleiben Sie gesund? Das hörte ich oft. So verabschiedeten sich auch einige der Moderatoren und Moderatorinnen der Nachrichtensendungen im Fernsehen. Vergangene Woche nun fiel mir auf, dass der Sprecher Ingo Zamperoni am Ende sagte: Bleiben Sie zuversichtlich. Da tat er nicht erst seit Freitag letzter Woche, sondern eine Kurzrecherche hat mir gezeigt, auch am Ostersonntag war das sein Abschiedsgruß.

Ich schreibe hier meist: Bleiben Sie behütet. Das schließt für mich vieles ein:

Der Wunsch, dass Sie möglichst von Krankheiten, egal welcher, verschont bleiben;

dass Sie Kraft finden, falls sie doch Schweres durchmachen müssen, hindurchzugehen, dass Sie spüren, Gott geht mit;

und eben auch, dass sie zuversichtlich bleiben.

Ich weiß nicht, was Herrn Zamperoni zu einem Wechsel der Abschiedsworte bewegt hat. Aber auch er berichtet ja nicht nur von den Belastungen, die die Krankheit selbst, sondern auch all die Folgen der Einschränkungen mit sich bringen, von dem angstvollen Blick auf die Zukunft, der Schwierigkeit, Geduld aufzubringen.

Ich möchte mich heute verabschieden mit einem Gruß des Paulus:

Der Herr sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch! 2. Timotheus 4,22

 

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

24.4.

Bild von Couleur auf Pixabay  

Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. 1. Korinther 10,23.24

Liebe Gemeinde,

„neue Normalität“, eine Begrifflichkeit, die in unseren Sprachschatz Einzug gehalten hat. Da steckt beides drin, die Einstellung auf die Pandemie mit all ihren Folgen, und die Sehnsucht nach Verlässlichem. Das klingt vielleicht besser als „Leben im Ausnahmezustand“. Es beschreibt auch treffend, dass wir noch länger mit Einschränkungen leben müssen. Dennoch sträubt sich etwas bei mir, diese Begrifflichkeit zu verwenden.

Es ist nicht normal, dass wir nicht mit unseren Nächsten zusammenkommen, einander auch körperlich unsere Nähe zueinander zeigen können. Es ist richtig und wichtig, dass es zurzeit so ist und vielleicht auch noch einige Monate so sein wird. Aber vielleicht wäre es zutreffender von „Pandemie-Normalität“ zu sprechen, um zu zeigen, woran diese Normen, die im Moment gelten, gebunden  und damit auch begrenzt sind. Oder wie wäre es mit  „Schutz-Normalität“ , darin wäre  das Positive mit enthalten, das Ziel, dem die neuen Normen dienen.

Paulus rät der Gemeinde in Korinth, auf bestimmte Dinge zu verzichten, um andere nicht zu belasten, also aus Rücksicht und Fürsorge. Genau das tun wir im Moment, verzichten um andere und uns zu schützen.

Seien Sie behütet. Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

23.04.2020

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Ich habe dich bereitet, dass du mein Knecht seist. Israel, ich vergesse dich nicht! Jesaja 44,21

Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Hebräer 10,35  

Liebe Gemeinde,

neben allem anderen ist die Unsicherheit eine große Herausforderung in diesen Wochen. Selbst die Wissenschaftler sagen immer wieder: Das können wir nur vermuten. Über die Folgen des „Lock down“ gibt es nur Vermutungen und Modellberechnungen.

Auch das Volk Israel lebte in einer Zeit der Verunsicherung, als Jesaja im Auftrag Gottes diese Worte zu ihnen spricht. Dieser Vers ist die Losung für den heutigen Tag, ihm zur Seite hat man einen Vers aus dem Hebräerbrief gestellt. Gott stellte  damals der Verunsicherung etwas entgegen: Ihr könnt auf mich vertrauen, in dieser unsicheren Zeit. Eine Botschaft, die gut tut, nicht nur damals.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

22.04.2020

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Und alsbald trieb Jesus seine Jünger in das Boot zu steigen und vor ihm hinüberzufahren nach Betsaida, bis er das Volk gehen ließe. Und als er sie fortgeschickt hatte, ging er hin auf einen Berg, um zu beten. Markus 6,45.46

Liebe Gemeinde,

in meiner Zeit in Rinteln haben mehrere Lektoren und ich einen Sommer mit Markus gestaltet. Jeden Tag gab es um 18.00 Uhr eine kurze Andacht. Das Markusevangelium hatten wir in vierzig Abschnitte geteilt. Gemeinsam haben wir so das ganze Evangelium gelesen und bedacht. Mir ist dabei aufgefallen, wie oft Markus beschreibt, dass Jesus sich zurückzieht, um zu beten, zur Ruhe zu kommen.

Psychologen raten Familien, die jetzt viel mehr Zeit gemeinsam in den Wohnungen und Häusern verbringen, dass es feste Rückzugsorte und –zeiten für die einzelnen geben sollte. Nehmen Sie sich also ruhig die Zeit, sich auch mal zurückzuziehen.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

Das Beste ist die tiefe Stille, in der ich gegen die Welt lebe und wachse und gewinne, was sie mir mit Feuer und Schwert nicht nehmen können.

Johann Wolfgang Goethe  

21.04.2020

Foto von pixabay.com

 

Aus dem Kleinen Katechismus von Martin Luther

Das dritte Hauptstück: Das Vater Unser

Die sechste Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“

Was ist das?

Gott versucht zwar niemand;
Aber wir bitten in diesem Gebet,
dass uns Gott behüte und erhalte,
damit uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge und verführe in Missglauben, Verzweiflung und andere große Schande und Laster; und wenn wir damit angefochten würden, dass wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten.

20.04.2020

Bild von Daniela Dimitrova auf Pixabay  

Die Segnung der Kinder

13 Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. 14 Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. 15 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. 16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Markus 10, 13-16

 

Liebe Gemeinde,

am Wochenende schickte mir meine Tochter mal wieder ein Video von meinem einjährigen Enkelsohn. Voller Freude sitzt er in seinem Hochstuhl vor ihrem elektronischen Klavier und spielt. Sein Lachen, auch wenn es nur über dieses Medium vermittelt werden kann, tut mir gut. Das sich und alles andere Vergessen Können im Spiel.

Wenn ich es recht bedenke, dann suche ich mir in diesen Wochen auch immer wieder solche Möglichkeiten: Wo ich die Pandemie vergessen kann, mich auf etwas ganz anderes konzentriere, abschalte, mich einfach am Leben freue. Vielleicht gehört das zu dem, was die Kinder uns in dieser Zeit lehren können.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

18. und 19.4.2020

Bild von Engin Akyurt auf Pixabay  

 

„Er gibt den Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden.“ Jesaja 40 ,29

Meiner Seele Wohlergehen
hat er ja recht wohl bedacht.
Will dem Leibe Not entstehen,
nimmt ers gleichfalls wohl in acht.
Wenn mein Können,mein Vermögen
nichts vermag, nichts helfen kann,
kommt mein Gott und hebt mir an
sein Vermögen beizulegen.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Liebe in Ewigkeit.
EG 325,5 Paul Gerhardt

Video Andacht zum Sonntag unter Gottesdienste

17.04.2020

Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

Liebe Gemeinde,

ich erlebe in diesen Tagen eine große Hilfsbereitschaft in vieler Hinsicht. In der Videoandacht am Palmsonntag habe ich ja schon davon erzählt, wie sehr es mich bewegt, dass Menschen in anderen Ländern ohne solch ein gutes Gesundheitssystem und gute Grundversorgung viel bedrohter durch die Pandemie sind. Gestern nun erreichte mich ein Aufruf der Diakonie-Katastrophenhilfe. Sie hat inzwischen mit ihren Kooperationspartnern in einigen Ländern  begonnen, die jeweilige Bevölkerung mit Aufklärungskampagnen, Hygienemaßnahmen, medizinischen Material und Nahrungsmittelpaketen zu unterstützen.

Ich möchte Ihnen diese Arbeit und deren Unterstützung ans Herz legen, falls sie nicht selbst in finanzielle Nöte durch die Pandemie geraten sind. Die Pandemie ist eine weltweite Herausforderung, die wir nur mit Solidarität über Ländergrenzen hinweg bestehen können. Die Spende ist dabei nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern ein genauso dringend notwendiges Zeichen, dass wir uns im reichen Europa nicht abschotten wollen und uns das Schicksal der Menschen in Ländern wie Republik Kongo, Kolumbien, Indonesien und Haiti, wo die Partner der Katastrophenhilfe bereits aktiv sind, nicht kalt lässt.

Mehr Infos und die Möglichkeit zu spenden finden Sie unter : www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Seien Sie behütet

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

Bild von Bruno /Germany auf Pixabay  

Liebe Gemeinde,

auch in den kommenden Wochen sind wir gefragt, mit Phantasie und Beharrlichkeit trotz räumlicher Distanz in Kontakt zu bleiben. Der Apostel Paulus gründete mehrere Gemeinden, war den Menschen   durch Briefe und Gebet aus der Ferne verbunden, nachdem er weitergezogen ist. So sind uns die Briefe von ihm an die Gemeinden  überliefert. Neben allen modernen Wegen und dem Telefon können wir ebenso diese alte Form des Briefes oder der Karte nutzen. Vielleicht sind seine Worte, einen Brief zu beginnen, eine Anregung für eigene Botschaften, die wir in diesen Tagen versenden. So beginnt der zweite Brief an die Menschen in Korinth folgendermaßen:

1 Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und der Bruder Timotheus an die Gemeinde Gottes in Korinth samt allen Heiligen in ganz Achaia:

2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, 4 der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

15.04.2020

 

Liebe Gemeinde!

Während ich dies schreibe, läuft wahrscheinlich schon die Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten und –präsidentinnen der Bundesländer. In den vergangenen Tagen wurde bereits viel spekuliert, unterschiedliche Interessen angemeldet, ein Vorschlag von einem Wissenschaftsrat vorgelegt. Ehrlich gesagt, ich möchte nicht mit ihnen tauschen. Wie schwer muss es sein, Entscheidungen in einer so kaum berechenbaren Situation zu treffen. Doch im Grunde genommen sind sie damit nicht allein, nicht nur, dass auch auf anderen politischen Ebenen Entscheidungsträger gefragt sind, nein, eigentlich sind wir alle gefragt. Auch im Kleinen stehen wir ja gerade immer wieder vor neuen Entscheidungen: soll ich nun selber einkaufen, oder das Angebot der Hilfe durch die Nachbarn annehmen und darauf verzichten, die Wohnung zu verlassen und selbst auszusuchen,  trage ich einen Mund- und Nasenschutz oder nicht, kaufen wir uns ein Eis um den Italiener um die Ecke zu unterstützen oder scheint uns das Risiko in der Schlange zu groß. Abwägen müssen auch wir, auch wir müssen zurechtkommen mit wirtschaftlichen Folgen, mit der Organisation der Kinderbetreuung und vielem mehr. Das heißt für mich, wir können in dieser Situation nicht delegieren, sondern sind jeder und jede gefragt, tragen alle Verantwortung, wenn auch in unterschiedlichen Bereichen und Umfang. Das heißt aber auch, wir sind jeder und jede wichtig.

Paulus hat das für das Leben als christliche Gemeinde auch so empfunden und mit dem Bild eines Leibes mit vielen Gliedern beschrieben. Ein Bild, das uns vielleicht ja auch an diesem Tag eine Hilfe sein wird, bei unseren Entscheidungen und der Reaktion auf die Entscheidungen anderer.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

Römerbrief, 12. Kapitel

3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens. 4 Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, 5 so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. 6 Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß. 7 Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. 8 Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude.

14.04.2020

"Du stellst meine Füße auf weiten Raum." Psalm 31,9b

 

Liebe Gemeinde,

heute morgen war sie leer, die Bank oben am Sängerstein. Das war selten so in den sonnigen Tagen der letzten Woche. Von meinem Küchenfenster aus kann ich sie sehen und oft war zu erkennen, dass dort jemand saß.

Auch ich sitze gern mal dort oder bleibe zumindest auf dem Gang mit meinem Hund einen Moment stehen und lasse meinen Blick über das Tal schweifen.

Mich fasziniert die Weite, die sich dort auftut, und ich glaube, dass so mancher der dort Platz genommen hat, bewusst diese Weite in dieser Zeit der Begrenztheit gesucht hat und sucht.

Möge Gott Ihnen heute eine innere Weite schenken.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

13.4. Ostermontag

Liebe Gemeinde,

zum Schmunzeln brachte mich diese Gabe, die am Samstag vor meiner Tür stand.

Nun weiß ich, wo all das Toilettenpapier abgeblieben ist.

Es gibt eine alte Tradition des "Osterlachens". Ich kenne Kollegen, die in ihre Osterpredigten Witze einbauen. Das habe ich nie gemacht, weil ich weiß, dass das Witze erzählen nicht so meine Stärke ist. Doch der Humor, den schätze ich sehr, gerade auch in diesen Zeiten.

Gestern habe ich während der Feier der Osterandacht an einer Stelle geweint, geweint, um all die Menschen, über die die Pandemie Leid bringt oder ihnen gar das Leben nimmt. Das hatte etwas Befreiendes, so wie auch das Lachen befreiend sein kann.

Beides hat seine Zeit, das Weinen und das Lachen.

Daher möchte ich ihnen heute einen modernen Psalm von Hanns Dieter Hüsch mit in den Tag geben.

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit,
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.

Was macht daß ich so fröhlich bin
in meinem kleinen Reich?
Ich sing und tanze her und hin,
vom Kindbett bis zur Leich.

Was macht daß ich so furchtlos bin
an vielen dunklen Tagen?
Es kommt ein Geist in meinen Sinn,
will mich durchs Leben tragen.

Was macht daß ich so unbeschwert
und mich kein Trübsinn hält?
Weil mich mein Gott das Lachen lehrt
wohl über alle Welt.

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit,
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
im Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.

Hanns Dieter Hüsch

12.4.2020 Ostersonntag

Auf dem Holter Friedhof um kurz vor Acht.

 

 

Christ ist erstanden
von der Marter alle,
des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.

Kyrieleis

11.4.

 

  Bild von Andreas Lischka auf Pixabay

 

Text zur Besinnung von Andrea Schwarz:

und mitten

in all dies Dunkel

ein Licht

ein Ja

ein Du

einer

der sich

hingibt

für mich

in das Dunkel

ein Licht

in die Sprachlosigkeit

ein Wort

in die Hoffnungslosigkeit

ein Traum

in die Angst

eine Vergewisserung in die Grübeleien

die Zusagein die Verzweiflung

die Gewissheit

im Tod

das Leben

 

(aus der ökumenischen Andacht zur Einstimmung auf das Osterfest)

10.4.2020 Karfreitag

Keins seiner Worte
glaubte ich, hätte er nicht
geschrien: Gott, warum
hast du mich verlassen?
Das ist mein Wort, das Wort
des untersten Menschen.
Und weil er selber
so weit unten war, ein
Mensch, der „Warum“ schreit und
schreit „Verlassen“, deshalb könnte man
auch die anderen Worte,
die von weiter oben,
vielleicht ihm glauben. 

Rudolf Otto Wiemer

 

    Wer bin ich?

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle                                                                          
gelassen und heiter und fest                                                                   
wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.                                                      

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.    

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben nach Blumen, nach Vogelstimmen
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?  

Wer bin ich? Der oder jener?
Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?
Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler
und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,
das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

Dietrich Bonhoeffer  

9.4.

Bild von Michael Gaida auf Pixabay  

Psalm 121

1Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

2 Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.

4 Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

5 Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

7 Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

8 Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

  Liebe Gemeinde,

ich höre zurzeit das Buch „Wölfe“ von Hilary Mantel. Es ist der erste Band einer Trilogie zum Leben Thomas Cromwells, der im 16. Jahrhundert eine bedeutende Rolle am englischen Königshof einnahm. Gestern nun hörte ich die Kapitel, in denen beschrieben wurde, wie seine Frau plötzlich am Fieber(Englischer Schweiß) verstarb. Mantel beschreibt, dass er seine Frau ohne Trauerfeier bestatten muss und erst nachdem die Epidemie vorüber ist, die Familie zusammen kommen kann, da er und seine Kinder einige Wochen in Quarantäne leben müssen.
Nun, es ist ein Roman und vieles erfunden, aber diese Epidemie hat es tatsächlich gegeben und auch die damit verbundenen Leiden. Im 16. Jahrhundert waren die Menschen solchen Erkrankungen noch viel hilfloser ausgesetzt als heute.
Für mich gehört zu den schwierigen und schmerzvollen Einschränkungen, dass zurzeit nur Beisetzungen im engsten Familienkreis erlaubt sind. Das macht den ohnehin schweren Abschied von einem liebgewonnenen Menschen noch schwerer.
Laut den Evangelien waren auch bei der Grablegung Jesu nur wenige seiner Vertrauten dabei, ja es bedurfte der Fürsprache eines angesehenen Mannes, um überhaupt die Erlaubnis dazu zu bekommen. Die beginnende Sabbatruhe machte es dann unmöglich schon am nächsten Tag zum Grab Jesu zu gehen. Daher gehen die Frauen erst am dritten Tag zum Grab, um Jesu Leichnam zu salben, wie man es eigentlich schon bei der Grablegung tat.

Menschen im Mittelalter, die Vertrauten Jesu, auch sie mussten Wege finden, trotz aller Widrigkeiten in Würde Abschied zu nehmen, und sie haben sie gefunden. Möge das Wissen darum unser Vertrauen darin stärken, dass auch wir Wege finden werden. Gott möge diese Wege mitgehen  und  sein Licht auf ihnen leuchten lassen.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

8.4.

Foto: pixabay  

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold,
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt!

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehen.

So legt euch denn ihr Brüder
in Gottes Namen nieder.
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und laß uns ruhig schlafen
und unsern kranken Nachbarn auch

Matthias Claudius

  Liebe Gemeinde,

hell und sternenklar war es gestern Abend. Der volle Mond tauchte alles in ein leichtes Licht. Da kam mir dieses alte Abendlied wieder in den Sinn. In meiner Zeit als Vikarin haben wir es in dem Seniorenkreis in Göttingen gern zum Abschluss unserer Runde gesungen. Da ist mir die letzte Strophe ans Herz gewachsen. Matthias Claudius schließt mit einer Fürbitte für den kranken Nachbarn. Ich habe es gestern mit Blick auf die Sterne und den Mond  leise vor mich hingesungen und ich werde es auch heute Abend tun.

Vielleicht mögen Sie ja mit einstimmen.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

7.4.

Bild von ArtCoreStudios auf Pixabay

Epheser 6

Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. 14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit 15 und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.

Liebe Gemeinde,

in der Zeitung las ich, dass Politiker zunehmend Vokabular des Krieges verwenden, wenn sie sich zur Corona Pandemie und ihren Entscheidungen dazu äußern. Das klingt manchesmal befremdlich und man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob es angemessen ist oder nicht. Auch Paulus hat dies in seinen Briefen schon getan, wie oben in seinem Brief an die Gemeinde in Ephesus. Mir fällt auf, dass er vor allem die Schutzkleidung benennt. Für ihn ist sein Glaube ein innerlicher Schutz, der ihn stärkt. Mit ihm kann er Versuchungen  widerstehen und gibt die Hoffnung nicht auf. Ich glaube, wir brauchen nicht nur Masken und Kittel, sondern auch diesen inneren Schutz, um diese Wochen gut durchleben zu können.

Möge Gott sie  damit ausstatten.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

6.4.2020 Alles hat seine Zeit

Bild von obpia30 auf Pixabay

 

Liebe Gemeinde,

vielleicht kennen Sie diesen Abschnitt aus dem Buch des Predigers aus dem 3. Kapitel. Am Anfang steht "Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:" Es folgt eine eine lange Aufzählung von gegensätzlichen Tätigkeiten.

Es ist eine besondere Zeit, diese Wochen, und keiner kann sagen, wie lange es noch keine Zeit für Treffen in Gemeinschaften, für Gottesdienste, für Öffnung der vielen Geschäfte ist.

Der Prediger schreibt nach dieser Aufzählung unter anderem: Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.(Vers 13) Ich wünsche Ihnen diesen guten Mut in dieser Zeit, in der vieles so anders ist.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

03.04.2020

 

Bild von Susanne Jutzeler, suju-foto auf Pixabay

 

Liebe Gemeinde,

bereits vorgestern habe ich von den selbstgenähten Mund- und Nasenschutzmasken erzählt, die die Landfrauen genäht und bei mir abgegeben haben. Ich werde  gleich über siebzig Stück nach Osnabrück zur Diakonie bringen. Sie werden an die unterschiedlichen Einrichtungen in Stadt und Landkreis verteilt. Meine Nachbarin näht für Einrichtungen der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück und auch an anderen Stellen werden Menschen in dieser Richtung aktiv.

Wenn ich einkaufe und einen von mir genähten Schutz trage, werde ich noch ein wenig skeptisch angesehen und auch ich selbst muss erst einmal damit zurechtkommen(für Brillenträger ist das gar nicht so einfach). Der Virologe Drosten bezeichnet das Tragen als eine Geste der Höflichkeit, weil man nicht sich selbst, sondern vor allem andere schützt. Für mich ist das Nähen und Tragen ein kleiner Beitrag, der auch etwas Befreiendes hat: Ich kann etwas tun, mich einsetzen und das nimmt ein wenig der Ohnmacht.

Johannes erzählt von Jesus, dass er seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. Petrus will dies erst nicht zulassen, ist Jesus doch für ihn Herr und nicht Diener. Schließlich lässt aber auch er sich die Füße waschen. Jesus sagt dann abschließend: Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tu, wie ich euch getan habe. Johannes 13,14.15 Vielleicht ist das Maskentragen, so ungewohnt und auch umständlich es erscheint, die Version des Füße Waschens, die in diesen Tagen notwendig ist.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

02.04.2020

Bild von Johan Gerritsen auf Pixabay  

 

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Römer 12,12

 

Liebe Gemeinde, heute fiel mir eine Karte vom Gottesdienstinstitut Nürnberg wieder in die Hände. Auf ihr ist ein Bild einer Wendeltreppe zu sehen und auf der Rückseite ist der Vers des Paulus abgedruckt. Ich möchte diese Idee aufgreifen, verbunden mit dem Wunsch, dass Gott uns Geduld schenken möge. Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

1.4.2020

Bild von Anita S. auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Mittwoch, den 1. April 2020

Ich will mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens. Jesaja 65,19

Jesus sprach zu den Jüngern: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Johannes 16,22  

Liebe Gemeinde,

ist das nur eine Vision, eine Verheißung für die Zukunft?

 Nein, ich glaube, das ist auch in diesen Zeiten Gegenwart, auch die Freude hat in all dem Bedrängenden ihren Platz und wir spüren, wie sehr wir sie brauchen.

  Fast schon verschämt erzählen mir Menschen, dass sie der jetzigen Situation auch Gutes abgewinnen können, dass sie sich neben aller Angst und Sorge  über manches freuen können. Das sind oft Kleinigkeiten, die sie dann beschreiben, die ihnen aber Kraft geben: unverhoffte Post von Freunden, Unterstützung durch andere, die sie erfahren, die Zeit für Spaziergänge in der Natur, die Entschleunigung in vielen Bereichen, ja und auch die Übertragung eines Gottesdienstes aus der vertrauten Kirche, die man zurzeit nicht aufsuchen kann.  

Lassen Sie sich ihre Freude nicht nehmen, sondern teilen sie sie mit anderen, schöpfen sie aus ihr Kraft, auch unter schwierigen Bedingungen für das Leben einzutreten und darauf zu vertrauen, dass Gott alle Kräfte stärkt, die dem Leben und der Freude dienen.  

Für mich war es gestern eine Freude, dass ein Päckchen nach dem anderen mit selbstgenähten Mund- und Nasenschutzmasken für die Diakonie in dem dafür bereit gestellten Karton gelegt wurden. Wie schön, dass so viele das, was ihnen möglich ist, einbringen. Mit Freude leite ich sie nun weiter.

  Gott behüte sie an diesem Tag.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

31.03.2020

Bild Manfred Hickmann

 

 

Durch Jesus Christus werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. Epheser 2,22

Liebe Gemeinde!

Dieser Satz aus dem Brief des Paulus an die Epheser ist der heutige Lehrtext zur Losung. Während ich dies schreibe, habe ich die verwaiste Kirche vor Augen. Ab und an konnte ich in den vergangenen Tagen beobachten, wie einzelne Spaziergänger testeten, ob die Kirche vielleicht geöffnet ist. Ich kann die Sehnsucht nachvollziehen, sie zu betreten, in ihr in diesen unruhigen Zeiten zur Ruhe zu kommen, ein Gebet zu sprechen, in dem Raum, in dem schon so viele Menschen ihre Freude und ihren Schmerz vor Gott allein und gemeinsam ausgesprochen haben. Leider dürfen wir sie  nicht öffnen. Wie tröstlich, dass die Kirchen zwar durchbetete Räume sind, in denen es uns leichter fällt, die Nähe Gottes zu spüren, aber nicht die einzigen Räume sind, in denen das möglich ist. Nein, wenn man den Worten von Paulus folgt, dann sind wir selbst der Ort in dem Gott mit seinem Geist Wohnung nimmt.

Möge er Ihnen am heutigen Tag nah sein und Sie stärken, egal wo sie sind.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

30.03.2020

Ein jeder trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann. Galater 6, 7.10a

Liebe Gemeinde,

zu meinen täglichen Routinen gehört, am Morgen auf die Informationsseite des Landkreises Osnabrück zu schauen, um mich auf neue Sachlagen einzustellen. Heute nun musste ich lesen, dass zwei weitere Menschen aus dem Raum Osnabrück an Covid-19 verstorben sind.

Meine Gedanken und Gebete sind bei ihren Familien. Allen Diskussionen zum Trotz, wann die jetzigen Maßnahmen wieder aufgehoben werden können, sollten wir mit aller Kraft daran festhalten, so viele Menschenleben wie möglich zu retten und unseren jeweiligen Beitrag dazu leisten. Mehr aber auch nicht weniger können wir tun. Lassen Sie uns lieber diskutieren, wie wir diejenigen unterstützen können, die besonders unter den Maßnahmen zu leiden haben, sei es in wirtschaftlicher aber auch seelischer Hinsicht und entsprechend handeln. Das sind oft nur kleine Dinge, die wir tun können, aber dennoch wichtig. Gott behüte und stärke Sie an diesem Tag.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

 

Bild von Constance Kowalik auf Pixabay

27. und 28.03.2020 Ein feste Burg ist unser Gott

Bild Bild von christels auf Pixabay

 

An diesem Wochenende soll die Musik sprechen. Sie können die Orgelimprovisationen von Ulrich Schlie zu dem Choral " Ein feste Burg ist unser Gott" von Martin Luther von dem Konzert am 15.02.2020 hören und auch die einzelnen Strophen mitsingen. Möglich ist dies dank eines Mitschnittes von Reiner Tylle.(copyright Kirchengemeinde Holte)

 

Strophe 1

1) Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen.

Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.

Der alt böse Feind, mit Ernst er's jetzt meint;

groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist,

auf Erd ist nicht seinsgleichen.

 

 Orgelimprovisation zu Strophe 1

Begleitung Strophe 1 zum Mitsingen

 

 

2) Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren;

es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.

Fragst du, wer der ist?

Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth,

und ist kein andrer Gott; das Feld muß er behalten.

 

Orgelimprovisation zu Strophe 2

Begleitung Strophe 2 zum Mitsingen

 

 

3) Und wenn die Welt voll Teufel wär

und wollt uns gar verschlingen,

so fürchten wir uns nicht so sehr,

es soll uns doch gelingen.

Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt,

tut er uns doch nichts; das macht, er ist gericht:

ein Wörtlein kann ihn fällen.

 

Orgelimprovisation zu Strophe 3

Begleitung Strophe 3 zum Mitsingen

 

 

4) Das Wort sie sollen lassen stahn

und kein Dank dazu haben;

er ist bei uns wohl auf dem Plan

mit seinem Geist und Gaben.

Nehmen sie den Leib,

Gut, Ehr, Kind und Weib:

lass fahren dahin, sie haben's kein Gewinn,

das Reich muss uns doch bleiben.

 

Orgelimprovisation zu Strophe 4

Begleitung zum Mitsingen Strophe 4

 

 

27.3.2020

Bild von free-photos auf pixabay

Liebe Gemeinde,

wie viele andere halte ich mich zur Zeit vor allem im Haus und Garten auf. Doch auf den Runden mit meinem Hund begegne ich anderen, mit dem gebotenem Abstand kommt man ins Gespräch. Von mehreren habe ich in den letzten Tagen gehört, dass sie Kleinigkeiten in diesen Tagen wieder mehr schätzen.

Eine Kleinigkeit, die ich entdeckt habe, ist die Gestaltung des Liedes „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Philipp Nicolai aus dem Jahr 1599. Wenn man den Text einer Strophe zentriert setzt, hat der die Gestalt eines Abendmahlskelches. Inhalt und Form ergänzen sich. Johann Sebastian Bach hat zur Melodie einen vierstimmigen Satz komponiert. Es ist leicht unter you tube eine entsprechende Aufnahme zu finden. ( https://www.youtube.com/watch?v=w1LtXdiAxEA ) Ich habe Ihnen die vierte Strophe mit eingestellt. Mich wird sie im heutigen Tag begleiten.

Seien Sie behütet. Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

  EG 70 Wie schön leuchtet der Morgenstern

Text und Melodie Philipp Nicolai 1599  Strophe 4

 

 

Von Gott kommt mir ein Freudenschein,
wenn du mich mit den Augen dein
gar freundlich tust anblicken.
Herr Jesu, du mein trautes Gut,
dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut
mich innerlich erquicken.
Nimm mich
freundlich
in die Arme
und erbarme
dich in Gnaden.
Auf dein Wort komm ich geladen.

 

 

26.03.2020

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. Römer 8, 38.39  

                                       Liebe Gemeinde,

diese Tage und Wochen sind eine Zeit der Unsicherheit. So ertappe ich mich dabei, dass ich mich in manchen Momenten frage, ist das nicht ein Kratzen im Hals und  ein erstes Anzeichen, dass ich infiziert bin? Vielleicht geht es ihnen ähnlich. Solange keine Tests für alle zur Verfügung stehen, müssen wir mit dieser Ungewissheit leben. Wir wissen auch nicht, wie lange welche Maßnahmen nötig sind, um den größtmöglichen Schutz zu erreichen ohne dass dies zu schweren Konsequenzen in anderen Bereichen führt. Daneben gibt es  viele andere Ungewissheiten, wie geht es weiter mit meinem Betrieb, werde ich meinen Arbeitsplatz behalten usw. usw.

Es gibt also nur die Gewissheit, dass wir noch eine Weile mit der Ungewissheit leben müssen.   Das müssen wir aushalten. Doch der Unruhe, die diese Ungewissheiten mit sich bringen, können wir auch etwas entgegensetzen: Vertrauen, Besonnenheit, Hoffnung und Gemeinschaft.

Gott behüte sie auch an diesem Tag und stärke ihr Vertrauen, dass wir gemeinsam einen Weg finden und gehen werden.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

 

 

Gebet

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer

Bild von Rommel Diaz auf Pixabay

 

Der Herr deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes. Psalm 27,5 Das ist der Losungstext vom letzten Freitag, der mich seitdem begleitet. Gerade in dieser Zeit, wo viele in einem Ausnahmezustand sind und das Thema Corona Virus so viel Platz in unserem Tagesablauf einnimmt und wir mit Einschränkungen leben müssen, möchte ich mit euch teilen, was ich für die Zeit danach gemacht habe, um ein Zeichen der Hoffnung zu setzen.                                              
Als erstes habe ich einen Birnenbaum gepflanzt, um mir klar zu machen, worauf ich mich freuen kann. Dann die neue Saat in die Erde gesät. Mit der Vorfreude auf die Blumen mit all ihren wunderschönen Farben und Düften. Dem Gemüse mit dem Tollen Geschmack. Ich habe darüber mit einem Freund gesprochen, der sagte mir: Lohnt sich das denn?  Man hat das Gefühl die Welt steht in einem Stand By Modus. Meine Antwort darauf: Sehe ich nicht so, denn für mich bin ich nicht im Stand By, sondern nehme für mich eine Chance mal wieder Dinge zu tun, die oft im Alltag auf der Strecke bleiben. Mal wieder Menschen anzurufen, die ich schon lange anrufen wollte, für mich Dinge zu tun, die mir Spaß machen oder die Dinge, die ich immer schon mal ausprobieren wollte. Oder das Puzzle, das ich schon seit Ewigkeiten zusammenstellen wollte oder, oder, oder. So kann ich aus der Corona Krise etwas Sinnvolles für mein Leben nehmen und meine geschenkte freie Zeit voll auskosten,   ohne dabei meine Mitmenschen zu vergessen.                                                            
Ein ganz besondere schöne Begebenheit hatte ich gestern Abend, ein Nachbar meldete sich über Whats app   bei mir um kurz vor 21 Uhr und schrieb, dass in vielen Kirchen Deutschlands und Italien die Glocken  5 Minuten läuten würden und wer mag stelle zu der Zeit eine Kerze ins Fenster, um dann gemeinsam zu Gott zu beten für alle Menschen, bei denen der Virus ausgebrochen ist, für die Verstorbenen und für baldige Hilfe, dass gegen den Virus etwas gefunden wird. Und nicht zuletzt für uns.                                                                          
                     Für mich war es eine schöne Erfahrung, Solidarität zu beweisen, nicht in einer großen Menge, sondern vor meinem Fenster und doch mit einer großen Menge zusammen in Gedanken. Ich wünsche allen, die dieses lesen:  Kommen Sie gut über diese Zeit und bleiben Sie gut behütet.             
  Ihr und Euer Rainer Scheidemann.    23.03.2020        

24.3.

Liebe Gemeinde,

nach einer unruhigen Nacht, die ich vielleicht dem verstörenden Buch zu verdanken habe, das ich vorm Einschlafen gehört habe, saß ich heute Morgen wie gewohnt auf der Türschwelle zum Garten und trank meinen ersten Kaffee. Es war früh, kurz nach Sonnenaufgang und mich empfing ein Konzert der vielen Vögel, die im Pfarrgarten zuhause sind. Sofort änderte sich meine Laune. Kein Wunder, dass in diesen Tagen sich viele Menschen aufmachen, um im Wald spazieren zu gehen oder zumindest auf der Terrasse, dem Balkon oder am geöffneten Fenster sitzen. Sie ist zu spüren, die lebensbejahende Energie, die von der erwachenden und sich durch die Kraft der Sonne zunehmenden entfaltenden Natur ausgeht. Ja, da gibt es die bedrohende Kraft des Virus, aber es gibt sie auch diese andere Kraft, die auch in uns gelegt ist und sich entfalten kann. Möge Gott diese Kraft heute in Ihnen wecken.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

„Seht die Vögel unter dem Himmel an; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?“ Matthäus 6,26

 

 

Gut begleitet

Ich wünsche dir einen an deiner Seite,

der dich begleitet und leitet.

Er gehe neben dir an sonnigen Tagen

und stehe hinter dir, wenn es stürmt.

Er nehme deine Hand auf düsteren Strecken

und lasse deinen Fuß nicht gleiten auf steinigem Weg.

Ich wünsche dir, dass du behütet bleibst,

wenn du durch dein Leben gehst.

Dass du das Vertrauen in dir trägst:

Einer ist um dich,

ist Anfang und Ende

und heißt dich willkommen bei sich.

© Tina Willms 

 

  Bild von Nghang Vũ auf Pixabay 

23.03.2020

Liebe Gemeinde,

auf soziale Kontakte verzichten? Das ist eine etwas unkorrekte Sprache. Wir verzichten auf direkte körperliche Kontakte, aber nicht auf soziale Kontakte. Im Gegenteil. Wir bleiben in Kontakt mit denen, die uns am Herzen liegen und um die wir uns sorgen. Das brauchen wir in diesen Zeiten, die räumliche Distanz, die innere Nähe.   Über den heutigen Tag stelle ich mir ein Psalmwort „Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.“ Psalm 34,5 Ja, so war es manches Mal in der Vergangenheit. Da gab es Krisen in meinem Leben, die mich ängstigten und bedrängten und da gab es die Zeichen der Begleitung durch Gott, die mich stärkten da hindurchzugehen. So gehört es in diesen Tagen  für mich auch dazu, mich darauf zu besinnen, was hat mir in der Vergangenheit geholfen, eine Krise zu durchschreiten, was war eine Quelle der Kraft, wie habe ich Gottes Gegenwart gespürt. Das stärkt mein Vertrauen, meine Zuversicht, das rettet mich aus aller meiner Furcht. Gott sei Ihnen nah und stärke sie für die Aufgaben, die sich ihnen nun stellen. Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

Bild von Manuel Darío Fuentes Hernández auf Pixabay  

Liebe Gemeinde, während ich diese Zeilen schreibe, laden die Glocken zum Gottesdienst ein. Ein Gottesdienst in der Kirche ist nicht möglich, wohl aber ist es möglich, zuhause einen Gottesdienst im Fernsehen, im Radio oder Internet mit zu verfolgen und mit zu feiern. Oder sie lesen zu dieser Zeit diese Kurzandacht. Für diesen Sonntag hatte ich einen Besuch bei meiner Schulfreundin geplant. Sie und ihr Mann sind beruflich im Gesundheitswesen tätig und so finden wir nur selten einen Sonntag, an dem wir beide frei haben. Ein Besuch ist nun nicht möglich, aber wir haben vorgestern lange miteinander telefoniert. Es tat gut, sich mit ihr auszutauschen, darüber zu sprechen, wie unsere Familien diese Situation erleben, was uns beruflich herausfordert. Heute nun werde ich viel in Gedanken bei ihr und ihren Nächsten sein. Aber auch in meinen Gebeten. Ich denke es geht vielen von ihnen so wie mir, dass das Kontakt halten über Telefonate, emails, whats app und was es sonst noch für Möglichkeiten gibt, gut tut, dass es ermutigt zur Geduld, dem Suchen nach Möglichkeiten der Unterstützung und füreinander da sein unter ganz anderen Umständen. Mir geben diese vielen Zeichen der Nähe in der Distanz Kraft und Zuversicht. Diese Nähe spüre ich aber auch im Gebet. Die Verbundenheit mit Gott schafft Verbundenheit mit all den anderen Menschen, die auf ihn vertrauen, mit all denen, die seine Geschöpfe sind. So lassen sie uns füreinander beten, um den Geist, wie ihn Paulus in dem 2. Brief an Timotheus beschreibt: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7). Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

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Gottesdienste in der Holter Kirche

Gottesdienste in der Kirche sind ab dem 10.05.2020 wieder unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Um die Abstandsregeln einzuhalten, werden festgelegte Plätze markiert sein. Gemeindegesang ist nicht gestattet. Alle Besuchenden sind aufgefordert einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Beim Betreten der Kirche sind im Eingangsbereich die Hände mit dem bereit gestellten Desinfektionsmittel zu reinigen. Trotz aller dieser Einschränkungen hat sich der Kirchenvorstand entschlossen, wieder Gottesdienste in der Kirche ab dem 10.05.2020 zu feiern, sie beginnen wie gewohnt um 9.30 Uhr und dauern ca. eine halbe Stunde. Die Zahl der Teilnehmenden ist in Relation zur Größe der Kirche begrenzt(35). Da wir davon ausgehen, dass nicht alle die Möglichkeit haben oder sie wahrnehmen werden, zu kommen, werden wir den Gottesdienst ohne Blick auf die Teilnehmenden aufzeichnen und ab Sonntagmittag kann die Aufnahme über diese Seite abgerufen werden. Wir freuen uns auf die gemeinsame Feier mit Ihnen! 17.5. 9.30 Uhr Gottesdienst mit Lektor Scheidemann 24.5. 9.30 Uhr Gottesdienst mit Predigt von P.i.R. Müntinga, vorgetragen von Pn. Bunselmeyer Aufnahme der Predigt mit anschließender Orgelmedidation von Herrn Schlie können Sie hier herunterladen 31.5. 8.00 Uhr Pfingstfestgottesdienst unter freiem Himmel auf dem Sportplatz am Friedhof 1.06. Der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag wurde abgesagt.

Videoaufnahme vom ökumenischen Pfingstgruß

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