• 01

    01

  • 03

    03

  • 04

    04

  • 05

    05

  • 06

    06

  • 08

    08

Kurzandachten und Gebete

23.08.2020

Bild von Free-Photos auf Pixabay

            Losung und Lehrtext für Sonntag, 23.08.2020

  Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. Psalm 62,9

  Das ist die Zuversicht, mit der wir vor ihm reden: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. 1.Johannes 5,14

22.08.2020

Bild von StockSnap auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, den 22. August 2020

Der König antwortete Daniel und sprach: Wahrhaftig, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige. Daniel 2,47

In dem Namen Jesu sollen sich beugen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind. Philipper 2,10  

Liebe Gemeinde,

da lesen und hören wir von Machthabern, die durch gefälschte Wahlen und Unterdrückung und Verfolgung der Opposition unbedingt an der Macht bleiben wollen. Von anderen, die angesichts einer Wahl in einigen Monaten und einer drohenden Nicht-Wiederwahl schon mal ankündigen, dass sie die Wahl dann anzweifeln werden.  

Machtausübung ohne jede Demut, sie war und ist bedrohlich, im Großen und im Kleinen.

  Bleiben Sie behütet.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

22.08.2020

Bild von StockSnap auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, den 22. August 2020

Der König antwortete Daniel und sprach: Wahrhaftig, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige. Daniel 2,47

In dem Namen Jesu sollen sich beugen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind. Philipper 2,10  

Liebe Gemeinde,

da lesen und hören wir von Machthabern, die durch gefälschte Wahlen und Unterdrückung und Verfolgung der Opposition unbedingt an der Macht bleiben wollen. Von anderen, die angesichts einer Wahl in einigen Monaten und einer drohenden Nicht-Wiederwahl schon mal ankündigen, dass sie die Wahl dann anzweifeln werden.  

Machtausübung ohne jede Demut, sie war und ist bedrohlich, im Großen und im Kleinen.

  Bleiben Sie behütet.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

21.08.2020

Bild von Myriam Zilles auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, den 21. August 2020

Du hast dich müde gemacht mit der Menge deiner Pläne. Jesaja 47,13

Die Jünger traten zu Jesus und sprachen: Wer ist nun der Größte im Himmelreich? Und er rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Matthäus 18,1-3  

Liebe Gemeinde,

Burn out, bereits ein Phänomen zur Zeit des Alten Testamentes?

Es geht hier um das Verlassen auf die eigenen Fähigkeiten, das eigene Tun, das der Prophet Jesajas im Auftrag Gottes kritisiert.  

Mir ist das nicht fremd, dass ich etwas vornehme und dann erkennen muss, es ist nicht zu schaffen, entweder, weil ich es nicht kann oder weil es zu viel ist.  

Demgegenüber gestellt wird die Szene, in der Jesus die Kinder als Vorbild hinstellt.   Was ist es, das wir Erwachsenen von den Kindern lernen und wieder praktizieren sollen?

Im Falle der Überforderung und Überschätzung vielleicht das sich Anvertrauen und die Demut der Erkenntnis, dass wir nicht alles in der Hand haben und auch nicht haben müssen.

  Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

20.08.2020

Bild von handy139 auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Donnerstag, den 20. August 2020

Hass erregt Hader; aber Liebe deckt alle Übertretungen zu. Sprüche 10,12

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Johannes 13,35  

Liebe Gemeinde,

wer kennt das nicht. Da arbeitet man ehrenamtlich mit anderen an einem Projekt und auf einmal kommt es zu Reibereien. Schnell ist man versucht alles hinzuwerfen, sich zurück zu ziehen, schließlich macht man es ja freiwillig und handelt sich nur Ärger ein?

Ich durfte in meiner Zeit der Begleitung von Ehrenamtlichen erfahren, dass es auch andere Möglichkeiten gibt. Nach dem Motto „Unterm Ärger liegt Gold“ haben wir uns erfolgreich auf die Suche danach gemacht, was denn das gemeinsame Anliegen ist und wie man es verfolgen kann, ohne dass man sich gegenseitig behindert oder gar verletzt.  

Man ärgert sich nur über etwas, das einem wichtig ist, das ist die Grundannahme, die einen Weg aus einem Konflikt weist.  

Ich habe dies als einen Weg der Liebe erfahren, sich nicht vom Ärger bestimmen zu lassen, sondern auf das Positive, das unter dem Ärger liegt, zu schauen.  

Darin will Gott uns stärken, indem er selbst uns so begegnet.  

Bleiben Sie behütetet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

19.8.2020

Bild von Stéphane CHADOURNE auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Mittwoch, den 19. August 2020

Mose sprach zu dem HERRN: Sieh doch, dass dies Volk dein Volk ist. 2. Mose 33,13

Paulus schreibt: Gott hat euch berufen durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt. 2. Thessalonicher 2,14  

Liebe Gemeinde,

in meiner Kinderzeit spielten wir in der Grundschule in den Pausen liebend gern Völkerball. Zwei aus unserer Klasse durften sich eine Mannschaft zusammenstellen, die dann für den ganzen Tag galt, denn die Zeit musste ja ausgenutzt werden.  

Schnell wurde also durch tip/tap festgelegt, wer anfangen durfte auszuwählen und dann fingen die „Berufungen“ an. Spannend war, an welcher Stelle man in eine Mannschaft gerufen wurde. Nicht nur das sportliche Können, sondern auch Freundschaften spielten da eine große Rolle.   Klar war, jeder und jede wird in eine Mannschaft berufen.  

Zwar gibt es in der Berufung durch Gott auch eine Reihenfolge, erst das Volk Israel und durch Jesus Christus die Berufung auch der Heiden.   Vergangenen Sonntag haben wir den „Israel-Sonntag“ gefeiert, an dem die Beziehung zwischen Christen und Juden im Vordergrund steht.  

Entscheidend bei der Berufung durch Gott ist nicht die Reihenfolge, mit ihr ist keine Wertung verbunden, sondern das „dass“.

  Wir sollten uns nicht als zwei Mannschaften verstehen, Christentum und Judentum, die gegeneinander spielen, sondern als eine Mannschaft, die sich Gott nach und nach berufen hat, auch wenn wir vielleicht auf verschiedenen Positionen spielen.  

Bleiben Sie behütet.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

18.08.2020

Bild von ptra auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 18. August 2020

Der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für. Psalm 100,5

Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig - nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit. Titus 3,4.5  

Welch ein wunderbares Wort: Menschenfreundlichkeit.

Wertschätzung, Achtung, Zuwendung, all das verbinde ich damit.

Außerdem ist niemand ausgenommen, Menschen, das schließt alle Gruppierungen ein, denen wir andere oder uns selbst zuordnen und damit abgrenzen.

Im Alltag spüren wir, was es ausmacht, ob uns jemand freundlich begegnet oder gleichgültig oder gar verachtend.

Ich nehme dieses Wort in den heutigen Tag mit.

Möge die Menschenfreundlichkeit Gottes uns den Impuls geben, es ihm gleichzutun und einander freundlich zu begegnen.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

17.8.

Bild von StockSnap auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Montag, den 17. August 2020

Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist. Sacharja 8,23

Sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Apostelgeschichte 2,46-47

 

Liebe Gemeinde,

auch wenn in den Gaststätten und Restaurants schon wieder zahlreiche Gäste Platz nehmen, es ist nicht so wie vorher, erst recht nicht mit privaten Zusammenkünften.

Wann treffe ich mich mit wem und wo, ist es möglich, dass wir eine gemeinsame Mahlzeit einnehmen? Das werden wir uns wohl noch eine ganz Weile fragen.

Umso mehr genieße ich es, wenn es die Möglichkeit gibt, mit anderen am Tisch zu sitzen.

Eine gemeinsame Mahlzeit verbindet, auch in unseren Gottesdiensten. Ich hoffe, dass wir mit den wahrscheinlich bald eintreffenden Einzelkelchen wieder das Abendmahl, wenn auch in anderer Form, feiern können.

Bis dahin halte ich mich an dem gemeinsam gesprochenen Gebet, dem sich zusammen unter den Segen Gottes stellen, als Ausdruck der Gemeinschaft.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

17.8.

Bild von StockSnap auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Montag, den 17. August 2020

Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist. Sacharja 8,23

Sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Apostelgeschichte 2,46-47

 

Liebe Gemeinde,

auch wenn in den Gaststätten und Restaurants schon wieder zahlreiche Gäste Platz nehmen, es ist nicht so wie vorher, erst recht nicht mit privaten Zusammenkünften.

Wann treffe ich mich mit wem und wo, ist es möglich, dass wir eine gemeinsame Mahlzeit einnehmen? Das werden wir uns wohl noch eine ganz Weile fragen.

Umso mehr genieße ich es, wenn es die Möglichkeit gibt, mit anderen am Tisch zu sitzen.

Eine gemeinsame Mahlzeit verbindet, auch in unseren Gottesdiensten. Ich hoffe, dass wir mit den wahrscheinlich bald eintreffenden Einzelkelchen wieder das Abendmahl, wenn auch in anderer Form, feiern können.

Bis dahin halte ich mich an dem gemeinsam gesprochenen Gebet, dem sich zusammen unter den Segen Gottes stellen, als Ausdruck der Gemeinschaft.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

16.8.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Sonntag, 16.08.2020

Der HERR dachte an uns, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich. Psalm 136,23

Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt. Hebräer 13,3

15.8.

Bild von José Manuel de Laá auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, 15.08.2020

Bedrückt nicht die Witwen, Waisen, Fremdlinge und Armen! Sacharja 7,10

Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt. 1.Korinther 1,28  

 

14.8.

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, 14.08.2020

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Psalm 73,25

Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Johannes 6,67-69

13.8.

Bild von Chris Chris auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Donnerstag, 13.08.2020

Durch seine Wunden sind wir geheilt. Jesaja 53,5

Jesus sollte sterben für das Volk und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zusammenzubringen. Johannes 11,51-52

 

12.8.

Bild von eungyo seo auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Mittwoch, 12.08.2020

Lass deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechts und deines Volkes Israel, dass du sie hörst, sooft sie dich anrufen. 1.Könige 8,52

Jesus spricht:  Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun. Johannes 14,14

11.8.

Bild von Pexels auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, 11.08.2020

Die Gerechten freuen sich und sind fröhlich vor Gott und freuen sich von Herzen. Psalm 68,4

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Philipper 4,4

 

10.08.

Bild von Steen Møller Laursen auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Montag, 10.08.2020

Gideon sprach: Ich will nicht Herrscher über euch sein, sondern der HERR soll Herrscher über euch sein. Richter 8,23  

Nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt. 2.Korinther 10,18

 

9.8.

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Sonntag, 09.08.2020

Der HERR sättigte sein Volk mit Himmelsbrot. Er öffnete den Felsen, da strömten Wasser heraus, sie flossen dahin als Strom in der Wüste. Denn er gedachte an sein heiliges Wort. Psalm 105,40-42

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Epheser 1,3  

 

8.8.

Bild von Henri Apell auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, 08.08.2020

Meine Augen sehen stets auf den HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. Psalm 25,15

Paulus schreibt:  Betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde wie bei euch und dass wir gerettet werden vor falschen und bösen Menschen; denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding. Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. 2.Thessalonicher 3,1-3

7.8.

Bild von ptra auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, 07.08.2020

Der HERR wird Zion wieder trösten. Sacharja 1,17

Aus großer Todesnot hat er uns errettet und wird er uns erretten; auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt. 2.Korinther 1,10  

6.8.

Bild von Diana de Weert auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Donnerstag, 06.08.

Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Psalm 103,

Wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden. Apostelgeschichte 15,11   

5.8.

Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Mittwoch, 05.08.2020

Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen. 2.Chronik 30,18-19

Da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. Und er begehrte, Jesus zu sehen. Lukas 19,2-3

4.8.

Bild von Couleur auf Pixabay

   Losung und Lehrtext für Dienstag, 04.08.2020

Ich will den HERRN loben in den Versammlungen. Psalm 26,12

Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! 1.Korinther 14,26  

 

3.8.

Bild von falco auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Montag, 03.08.2020

Den Demütigen wird der HERR Gnade geben. Sprüche 3,34

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst. Philipper 2,3

  

2.8.

Bild von analogicus auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Sonntag, 02.08.2020

Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht. Frage deinen Vater, der wird dir's verkünden, deine Ältesten, die werden dir's sagen. 5.Mose 32,7

Paulus schreibt:  Halte dich an das Vorbild der heilsamen Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus. 2.Timotheus 1,13

01.08.

Bild von Thomas B. auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, 01.08.2020

Ich komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen. Jesaja 66,18

Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Römer 10,12  

 

31.07.

Bild von Mary Bettini Blank auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, 31.07.2020

Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten. 2.Mose 23,1

Paulus schreibt:  Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als ein angesehener und untadeliger Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht vertritt. 2.Timotheus 2,15  

30.07.

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Donnerstag, 30.07.2020

Seid stille vor Gott dem HERRN, denn des HERRN Tag ist nahe. Zefanja 1,

Wer Ohren hat zu hören, der höre! Markus 4,9   

29.7.

Bild von Tawny van Breda auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Mittwoch, 29.07.2020

Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Hiob 1,21

Wir haben nichts in die Welt gebracht; darum können wir auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns damit begnügen. 1.Timotheus 6,7-8  

28.7.

Bild von ambermb auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 28. Juli 2020

Bis hierher hat uns der HERR geholfen. 1. Samuel 7,12

Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 2. Korinther 4,8

25.7.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, den 25. Juli 2020

Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode. Sprüche 11,19

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Matthäus 5,6

24.7.

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, den 24. Juli 2020

Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab! Jesaja 63,19

Erlöse uns von dem Bösen. Matthäus 6,13

23.7.2020

Bild von Guy Dugas auf Pixabay

Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR. Jesaja 43,10

Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Markus 16,15

22.7.

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Mittwoch, den 22. Juli 2020

Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind. Hiob 9,10

Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. Von selbst bringt die Erde Frucht. Markus 4,26-28

  Liebe Gemeinde,  

das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat war der Predigttext für mein 2. Examen. Seitdem begleitet es mich in besonderer Weise.  

Zum anderen verbinde ich es mit meinem Großonkel Friedel, der in meinen Kindheitstagen die Aufgabe des Aussäens des Korns per Hand auf dem kleinen Acker am Haus meiner Eltern vornahm. Sein gleichmäßiges Schreiten mit gleichzeitigem Ausstreuen des Kornes ist mir bleibend in Erinnerung geblieben.  

Der Acker selbst war dann für mich uninteressant bis der Mähdrescher kam, um das Korn zu ernten. Da staunte ich dann abermals.  

Jesus möchte mit diesem Gleichnis zum Vertrauen darauf ermutigen, dass das Reich Gottes wächst ohne dass wir es erzwingen oder  beschleunigen könnten.  

Möge dies Vertrauen uns heute erfüllen.  

Bleiben Sie behütet.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

21.07.2020

Bild von DreamPixer auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 21. Juli

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. Psalm 9,2

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. 1. Thessalonicher 5,18

  Liebe Gemeinde,  

die Dankbarkeit ist ein wichtiges Gut in diesen Monaten. Gerade dann, wenn man genervt oder belastet ist von den Einschränkungen und Auswirkungen der Pandemie. „Uns geht es hier in Deutschland im Verhältnis zu anderen Ländern gesehen gut.“ Oft fällt dieser Satz in den Gesprächen, die man auf der Straße und bei anderen Gelegenheiten führt.  

Zugleich gelten meine Sorge und meine Gebete den Menschen, die hier zum Beispiel in den Seniorenheimen und in den anderen Ländern durch die starke Ausbreitung der Krankheit und der oft lebensbedrohenden wirtschaftlichen Situation viel stärker betroffen sind.

  Aus der Dankbarkeit heraus sollten wir alle Wege und Mittel ausschöpfen, sie zu unterstützen

Bleiben Sie behütet

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

20.7.2020

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Montag, den 20. Juli 2020

Hört mir zu, ihr trotzigen Herzen, die ihr ferne seid von der Gerechtigkeit! Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht; sie ist nicht ferne. Jesaja 46,12-13  

Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und erzieht uns, dass wir absagen dem gottlosen Wesen. Titus 2,11-12  

Liebe Gemeinde,

sie sitzen noch zusammen und verhandeln, die Regierungschefs und –chefinnen aus den Ländern der EU. Zwei gegensätzliche Gruppen stehen sich gegenüber, dazwischen mehrere, die versuchen zu vermitteln.

Geht es um Gerechtigkeit und Solidarität über Staatsgrenzen hinweg, um eigene Interessen?

Als Außenstehende und Laiin sind die Verhandlungen nur schwer nachzuvollziehen, aber es beschäftigt mich und Sie vielleicht auch.

Auf diesem Hintergrund lese ich die heutige Losung und frage mich, was ist Gerechtigkeit und was ist ein gottloses Wesen?

Durch Gottes Wort werden wir immer wieder darauf verwiesen, uns an ihm und seine Weisungen zu orientieren, die unseren Blick stets von uns hinaus hin zu ihm und unseren Nächsten lenken.

Ich hoffe, dass der Blick der Verhandlungspartner offen bleibt für die Not und Belange des jeweils anderen und ein gemeinsamer Weg gefunden wird, an dem deutlich wird, wir stehen füreinander ein.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

19.07.2020

Bild von Sehz-KarenSall auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Sonntag, den 19. Juli 2020

Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Psalm 8,5

Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen. Epheser 2,10

17.7.

Bild von Cheryl Holt auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, 17.07.2020

Der HERR, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, starke und furchtbare Gott, der kein Ansehen der Person kennt  und keine Bestechung annimmt. 5.Mose 10,17

Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Matthäus 5,8

16.7.

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Donnerstag, 16.07.2020

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Jesaja 55,1

Jesus spricht:  Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten. Johannes 4,14

15.7.

Bild von Pexels auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Mittwoch, 15.07.2020

In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN. Sprüche 19,21

So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen habt untereinander beharrliche Liebe. 1.Petrus 4,7-8

14.7.

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, 14.07.2020

Man wird wieder hören den Jubel der Freude und Wonne,  die Stimme des Bräutigams und der Braut und die Stimme derer, die da sagen: »Danket dem HERRN Zebaoth; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.« Jeremia 33,11

Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Markus 2,19

13.7.

Bild von Fritz_the_Cat auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Montag, 13.07.2020

Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist,  den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! Hosea 10,12

Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Epheser 4,24

12.7.

Bild von Nina Garman auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Sonntag, 12.07.2020

Du, Herr, bist gerecht, wir aber müssen uns alle heute schämen. Daniel 9,7

Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8

11.7.

Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, 11.07.2020

Der HERR wird seinem Volk Kraft geben. Psalm 29,11

Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren. Apostelgeschichte 4,13

10.7.

Bild von StockSnap auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, den 10. Juli 2020

Eine Generation rühmt der andern deine Werke, und deine mächtigen Taten verkünden sie. Psalm 145,4

Die Gnade mehre sich durch die wachsende Zahl der Glaubenden, und so ströme der Dank reichlich zur Verherrlichung Gottes. 2. Korinther 4,15

  Liebe Gemeinde

die ersten Taufen nach dem Lockdown werden morgen in einer Woche in der Holter Kirche statt finden. Zur Taufe schenken wir den Täuflingen eine Kinderbibel. Inzwischen gibt es zahlreiche schöne Ausgaben. In ihnen werden mit Bildern und für Kinder verständlicher Sprache Geschichten der Bibel weiter erzählt.  

Lebendig werden diese Geschichten aber erst, wenn diejenigen, die sie vorlesen, dazu erzählen und erklären, wo das, was in diesen Geschichten erzählt wird, in ihrem Leben eine Rolle gespielt hat.  

Wenn das gelingt, dann wird das „Priestertum aller Gläubigen“, von dem Martin Luther gesprochen hat,  Realität.  

Vielleicht bietet sich Ihnen ja heute die Gelegenheit gegenüber Kindern oder anderen Erwachsenen von den mächtigen Taten Gottes zu erzählen.  

Bleiben Sie behütet.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

9.7.

Bild von Public Co auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Donnerstag, den 9. Juli 2020

Der HERR ist deine Zuversicht. Psalm 91,9

Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voller Freimut. 2. Korinther 3,12  

  Liebe Gemeinde,

eins dieser alten Wörter, das wir im Alltag kaum benutzen, „Freimut“. In Wikipedia liest man folgende Definition:  

„Freimut (mhd. vrîmuot „freier, kühner Mut“) bezeichnet im Neuhochdeutschen eine Charaktereigenschaft, deren Träger seine Meinung und Gesinnung offen zu erkennen gibt und sie nicht mit Rücksicht auf möglichen Widerspruch oder gesellschaftliche Konventionen unterdrückt oder verstellt.“  

Mir scheint dieser Freimut sehr verwandt mit dem frohen Mut.  

In diesem Sinne stärke Gott Ihren Mut.  

Bleiben Sie behütet.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

8.7.

(Foto: Michaeliskloster/Marianne Gorka).

Liebe Schwestern und Brüder in den Kirchengemeinden!

„So schmeckt der Sommer!“ Über einige Jahre summte uns eine Eiswerbung die Antwort ins Ohr. Eis und Sommer, Sonnenschein und freie Zeit – das gehört zusammen. Sommerzeit ist gnädige Zeit, ist Leichtigkeit und Lebensfreude. Die Tage ausklingen lassen, ihre Schönheit genießen auf der Terrasse am Abend. Am nächsten Morgen die Frische einatmen, die sich über Nacht breit gemacht hat und die Kühle ins Haus lassen. So schmeckt der Sommer. Zum Sommer gehört auch eines der meistgesungenen Lieder aus unserem Gesangbuch: „Geh aus mein Herz und suche Freud!“ Die meisten können es auswendig, zumindest die ersten Strophen. Ein fröhliches Loblied auf die Natur. Ein Freund erzählte mir jüngst, als er bei einem Spaziergang mit Kollegen umherzog und dieses Lied sang, hatten einige Tränen in den Augen, weil es das erst mal in diesem Jahr war, dass sie diesen Klassiker lauthals intonieren konnten. In diesem Jahr zieht ein „Aber“ durch die Strophen dieses Liedes und durch den Sommer. Traurigkeit über verlorene Tage, für die der Sommerurlaub an fernen Orten geplant war. Schmerzvolle Erinnerungen an Monate, in denen persönliche Begegnungen fehlten, an die alleingelassenen Eltern, nahe Angehörige. Und trotzdem: Die Schwalben jagen durch die Luft, der Lavendel blüht und duftet, Sommergewitter ziehen übers Land. Es ist Sommer. Ein Sommer in dem viele Menschen Trost brauchen. Paul Gerhardt lädt uns ein. Oder besser: Wir selbst müssen uns einladen. Welche Bilder sammeln wir, die bedeutsam und tröstend sind? Paul Gerhardt und die Menschen seiner Zeit dachten bei dem Wort „Schwalbe“ nicht nur an den Zugvogel, sondern auch daran, dass die Schwalbe ein Bild für Christus ist. Die nistende Schwalbe ist in der Bibel Sinnbild für die Geborgenheit des Gottsuchers bei Gott (Ps 84,4), ihr Zwitschern ein Bild für inniges Beten (Jes. 38,14). Paul Gerhardt lenkt unseren Blick auf die Schafe und ihre Hirten. „Ich bin der gute Hirte“ lesen wir im Johannesevangelium. „Und die Schafe kennen meine Stimme und sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben.“ Die Natur ist wahrlich nicht nur voller Harmonie, auch das Covid-19 ist ein Teil der Natur. Aber die Schöpfung kann uns in die Schönheit des Lebens einführen und zugleich für unsere Endlichkeit sensibilisieren. Wir gehen hinaus und schicken unser Herz auf die Suche. Wir ermuntern uns selbst: Geh! Die sommerliche Veränderung beginnt mit einer Selbstaufforderung. Aufbrechen und eigenen Sommerbilder suchen.   Tröstende Bilder. Hoffnungsvolle. Aus dem Michaeliskloster in Hildesheim kam die Idee, unter #GehAusMeinHerz in den sozialen Netzwerken Bilder dieses Trostes zu sammeln. Wenn sie digital unterwegs sind: Machen Sie doch mit! Ob digital oder analog: Trostsuchende sind wir in diesem Sommer und schicken unser Herz auf die Reise. Und wir werden einen Vorgeschmack auf Gottes Ewigkeit finden: Seine Gnad.  

Einen erfüllten Sommer wünscht Ihnen Ralf Meister

Landesbischof der Ev. luth. Landeskirche Hannovers

7.7.

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 7. Juli 2020

Ich sprach, da ich weglief vor Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir schrie. Psalm 31,23

Am Wege saß ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Markus 10,46-48.49

  Liebe Gemeinde,

  Die heutige Losung führt uns einen Beter vor Augen, der sich in einer bedrängenden Situation von Gott verlassen fühlt und dann doch erfährt, dass Gott ihn hört.  

Der Lehrtext dazu erzählt von Bartimäus, der ebenfalls schreit, um von Jesus gehört zu werden. Andere möchten ihn zum Verstummen bringen, doch auch Jesus hört sein Flehen.  

Beiden gemeinsam ist, dass sie die Aufmerksamkeit Gottes bzw. Jesu erfahren. Der eine rechnet nicht damit, der andere sucht sie, obwohl andere ihn davon abhalten wollten.  

Mögen auch Sie heute erfahren, dass Gott sie hört, und dadurch Stärkung erfahren.

  Bleiben Sie behütet.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

6.7.

Bild von Jeong Eun Lee auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Montag, den 6. Juli 2020

So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein. Psalm 103,12

Wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden. Römer 5,20

5.7.

Bild von Pezibear auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Sonntag, den 5. Juli 2020

Freut euch und seid fröhlich im HERRN, eurem Gott. Joel 2,23

Durch Christus Jesus, unsern Herrn, haben wir Freimut und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn. Epheser 3,12  

4.7.

Bild von Ingo Kramarek auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, den 4. Juli 2020

Der HERR spricht: Ich will mich zu euch wenden und will euch fruchtbar machen und euch mehren und will meinen Bund mit euch halten. 3. Mose 26,9

Auf alle Gottesverheißungen ist in Jesus Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre. 2. Korinther 1,20

 

Liebe Gemeinde,

ein Triangel, ein Dreiergespräch, oder wie soll man das nennen?

Gott spricht zu uns Menschen in den Verheißungen und bestätigt sie in Jesus Christus.

Wir wiederum können antworten, indem wir durch ihn das Amen, so sei es, sprechen.

Jesus als Mittler, wie ihn auch der Hebräerbrief beschreibt, oder Türöffner.

Nicht ohne Grund hängt in manchen Kirchen das Kreuz mit der Christusfigur nicht im Altarraum, sondern an der Stelle, an der sich der Übergang vom Kirchenschiff zum Altarraum befindet.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

 

3.7.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

  Losung und Lehrtext für Freitag, den 3. Juli 2020

Deine Hände haben mich gemacht und bereitet; unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne. Psalm 119,73

Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander. 1. Johannes 3

Liebe Gemeinde,

heute ein kleiner Impuls zum Namen Jesus Christus.

Zitiert aus wikipedia:

Eine mündlich tradierte und später in Schriftform festgehaltene Version erzählt, dass der Fisch als christliches Erkennungszeichen verwendet wurde. Das griechische Wort für Fisch ἰχθύς ichthýs enthält ein kurzgefasstes Glaubensbekenntnis (Ἰησοῦς Χριστός Θεοῦ Υἱός Σωτήρ): ΙΗΣΟΥΣ – Iēsoûs (neugriechisch Ιησούς Iisoús) „Jesus“ ΧΡΙΣΤΟΣ – Christós „der Gesalbte“ ΘΕΟΥ – Theoû (neugriechisch Θεού Theoú) „Gottes“ ΥΙΟΣ – Hyiós (neugriechisch Υιός Yiós) „Sohn“ ΣΩΤΗΡ – Sōtér (neugriechisch Σωτήρας Sotíras) „Retter“/„Erlöser“ Das (I·Ch·Th·Y·S-)Symbol besteht aus zwei gekrümmten Linien, die einen Fisch darstellen. Historisch nicht belegt ist die Auffassung, dass es schon von den ersten Urchristen als Erkennungs- und Geheimzeichen benutzt wurde: Eine Person zeichnete einen Bogen in den Sand, die andere vollendete das Symbol mit dem Gegenbogen und zeigte sich damit als Bruder oder Schwester in Christus.

 

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

2.7.

Bild von Peter Pruzina auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Donnerstag, den 2. Juli 2020

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen. Psalm 8,2

Maria sprach: Er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Lukas 1,49

  Liebe Gemeinde,

ich lege mir regelmäßig „To Do“ Listen an, um nicht die vielen Kleinigkeiten zu vergessen, die erledigt werden müssen.   Für heute habe ich mir vorgenommen, eine „Danke“ Liste im Laufe des Tages zu führen. Mal nicht nur die Dinge aufzuschreiben, die getan werden müssen, sondern mir auch dessen bewusst zu sein, was mir geschenkt wird.  

Ganz oben steht die Dankbarkeit, dass es uns hier in Deutschland gelingt, eine „Verschnaufpause“ bei den Lockerungen einzulegen und vor allem so wenig Menschen zurzeit am Virus erkranken und versterben.  

Verbunden ist das mit der Fürbitte für die Menschen in anderen Ländern, die viel weniger Möglichkeiten haben, sich zu schützen und in ihrer Existenz auf mehrfacher Weise durch die Pandemie betroffen sind. So kommt der Punkt Unterstützung mit auf die ToDo Liste, denn es gibt ja einige Möglichkeiten, die Menschen auch zu unterstützen.  

Bleiben Sie behütet.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

30.06.

Bild von Couleur auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 30. Juni 2020

Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz. Psalm 27,8

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Philipper 4,6  

Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht,
und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht,
in der Liebe , die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt.

Wenn das Leid jedes Armen uns Christus,
und die Not, die wir lindern, zur Freude wird,
dann hat Gott..


Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält,
 und das Kleid, das wir schenken,
auch uns bedeckt, dann..

Wenn der Trost den wir geben,
uns weiter trägt und der Schmerz, den wir teilen,
zur Hoffnung wird, dann..

Wenn da Leid, das wir tragen,
den Weg uns weist und der Tod,
den wir sterben, vom Leben singt, dann …

Text: Claus-Peter März Musik: Kurst Grahl

29.6.

Bild von klimkin auf Pixabay

Liebe Gemeinde,

in manchen Bundesländern haben die Ferien bereits begonnen, hier in Niedersachsen ist es bald soweit. Viele Familien und Einzelpersonen überlegen, ob sie wie geplant in Urlaub fahren können oder entwickeln neue Pläne.

Die Sehnsucht nach Abstand zum Alltag ist groß. Doch es ist wohl eine Illusion, dass man Abstand zur Pandemie erreichen kann, denn sie zeichnet ja aus, dass sie eine weltweite Pandemie, wenn auch mit unterschiedlicher Heftigkeit des Ausbruchs ist.

Abstand zum Alltag gewinnen, dem dient der Sonntag mit der Gottesdienstfeier, aber das ist auch darüberhinaus möglich: beim Innehalten mit einem morgendlichen oder abendlichen Gebetsritual, mit einem Spaziergang, einer Meditation. Auch in den Evangelien wird von Jesus berichtet, dass er sich immer wieder „Auszeiten“ nahm. Lukas 5,16  „Er aber zog sich zurück in die Wüste und betete.“

Mögen Sie heute einen Ort, eine Zeit finden, an dem und in der Sie Ruhe und Abstand finden und neue Kraft schöpfen können.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

28.06.

Bild von Wolfgang Ehrecke auf Pixabay

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen. Psalm 16,8

Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Lukas 9,62

27.06.

Losung und Lehrtext für Samstag, den 27. Juni 2020

Gott, gedenke an deine Gemeinde, die du vorzeiten erworben und dir zum Erbteil erlöst hast. Psalm 74,2

Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet. 2. Korinther 8,9

26.6.

Bild von No-longer-here auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, den 26. Juni 2020

Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht! Psalm 106,3

Die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. 1. Johannes 2,17

  Liebe Gemeinde,  

die das Gebot halten, heißt es im Psalm 106. Schon zu Zeiten des Alten Testamentes das Doppelgebot der Liebe vor Augen, wie es auch Jesus als Zusammenfassung aller Gebote bestätigt: "34 Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. 35 Und einer von ihnen, ein Lehrer des Gesetzes, versuchte ihn und fragte: 36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? 37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5). 38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). 40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Matthäus 22. "

  Das ist eine tägliche Herausforderung, aber auch Hilfestellung bei Entscheidungen. Vielleicht auch bei den Entscheidungen, die wir mit den zunehmenden Lockerungen selbst treffen müssen. Vieles ist inzwischen wieder erlaubt. Doch das heißt nicht, dass es in jeder Situation sinnvoll und hilfreich für uns und andere ist, den erlaubten Rahmen voll auszuschöpfen.  

Bleiben Sie behütet.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

25.6.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. Römer 8  

Liebe Gemeinde,

trotz körperlichen Abstands einander nah sein, das haben wir in den vergangenen Monaten eingeübt und erfahren, es geht.

Paulus beschreibt mit diesen Worten aus dem Brief an die Gemeinde in Rom die Nähe, die er zu Gott verspürt durch die Liebe Gottes, die sich in Jesus Christus gezeigt hat. Von dieser Liebe kann mich nichts trennen, davon ist er überzeugt.

Mögen auch Sie heute diese stärkende und heilsame Nähe und Liebe Gottes spüren.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

24.6.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Mittwoch, den 24. Juni 2020

Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, so wird Gott der HERR Gerechtigkeit sprießen lassen und Ruhm vor allen Nationen. Jesaja 61,11

Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften. Jakobus 3,18  

Liebe Gemeinde,  

bei Frieden denken wir oft gleich an den Frieden zwischen Völkern, zwischen verschiedenen Gruppen eines Landes. Oft sind es ungerechte Verhältnisse, die einen solchen Frieden zerbrechen, zu Auseinandersetzungen zwischen Völkern und Bürgerkriegen führen.  

Ein wichtiges Anliegen, das auch mir sehr am Herzen liegt. Selbst die Einrichtungen wie Brot für die Welt und Misereor unterstützen und fördern inzwischen Projekte, die nach Ende eines gewaltsamen Konfliktes sich für Versöhnung und Aufbau des Friedens einsetzen.

  Gerechtigkeit und Frieden ist für mich aber auch ein Thema in meinem persönlichen Alltag. Wieviel Kraft bindet Groll und Ärger, wenn ich nicht daran arbeite, Frieden mit meinem Gegenüber bzw. zum inneren Frieden zu finden.  

In diesem Sinne ist die Losung ein guter Anstoß, heute ganz bewusst den Frieden zu suchen, im Großen und Kleinen.

  Bleiben Sie behütet.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

23.6.

Bild von David Mark auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 23. Juni 2020

Er sendet seine Rede auf die Erde, sein Wort läuft schnell. Psalm 147,15

Gottes Wort ist nicht gebunden. 2. Timotheus 2,9  

Liebe Gemeinde,  

vor drei Wochen hat mir eine ehemalige Konfirmandin eine Freude bereitet. Zusammen mit ihrer Mutter kam sie, um den Gottesdienst zu besuchen. Vielleicht hatte sie mich in der Woche zuvor in der Schule gesehen, als ich mich mit Lehrerinnen und Schülern der Abschlussklasse getroffen habe, um einen Gottesdienst vorzubereiten, vielleicht war es eine spontane Idee.  

Solche Begegnungen sind für mich eine Ermutigung, weiter mit Elan und Überzeugung die Vormittage mit den VorkonfirmandInnen und KonfirmandInnen zu gestalten, ohne gleich zu erfahren, ob irgendetwas dabei ist, an dem sie anknüpfen können. Wenn ich an meine eigene Zeit als Konfirmandin zurückdenke, dann sind einzelne Momente ein Teil meines Glaubenspuzzles geworden, ohne dass ich genau benennen könnte, warum.  

Gottes Wort ist nicht gebunden, auch seine Wirksamkeit nicht.   Was mir bleibt in meiner Vorbereitung von Predigten und Unterricht, ist also darauf zu vertrauen, dass es wirkt, auch ganz unabhängig von mir und der Form, die ich gewählt habe, um das weiter zu geben, was es in mir bewirkt.  

Wie schön, dass die ehemalige Konfirmandin seine heilsame Wirkung für sich entdeckt hat.

  Das wünsche ich auch Ihnen für diesen Tag.  

Bleiben Sie behütet.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

22.6.

Bild von Peter H auf Pixabay

1.      Korinther 13

11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht.   3b.Ließe ich meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.

Liebe Gemeinde,

seit Jahrzehnten gehört der „Tatort“ zum Sonntagsabendritual. Gestern nun wurde eine Folge gesendet, die beim Zuschauervoting zum Jubiläum gewonnen hatte und die ich noch nicht kannte. Mitten in einem Gespräch einer der Kommissare mit einer verdächtigen Schriftstellerin  zitiert sie die oben genannten Verse des Paulus aus dem 1. Korintherbrief. Der Kommissar kennt diese Verse anscheinend nicht, fragt sie: „Ist das von Ihnen?“ Sie: „Von mir, von ihnen, von uns allen. Es stammt aus einem kollektiven Gedächtnis.“ Dass sie damit die Bibel meint, wird nicht ausdrücklich genannt.

Nun ich fand, für den Fortgang des Films trug das Zitat nicht viel bei, jedenfalls hat es sich mir nicht ganz erschlossen, warum es an dieser Stelle kam.

Doch ganz unabhängig davon, es ist ein Abschnitt der Bibel, der mir sehr wichtig ist. Beschreibt doch Paulus die Erfahrung, Gott nur teilweise zu erkennen, verbunden mit der gleichzeitigen Zuversicht, ihn irgendwann von Angesicht zu Angesicht zu sehen, ihn zu erkennen, wie wir von ihm erkannt sind. Es lohnt sich, das ganze Kapitel zu lesen.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

21.6.

Bild von Christine Schmidt auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Sonntag, 21.06.2020

Das ist ein köstlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Psalm 92,2-3

Der Gott der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. Römer 15,5-6

20.6.

Bild von succo auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, 20.06.2020

Was der HERR tut, das ist herrlich und prächtig, und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich. Psalm 111,3

Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt. 2.Timotheus 2,19

19.6.

Bild von Bernabe Colohua auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, den 19. Juni 2020

Der HERR spricht: Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. Psalm 32,8

Versteht, was der Wille des Herrn ist. Epheser 5,17  

Liebe Gemeinde,  

wenn ich mich zu einer längeren Wanderung aufmache, dann habe ich in meinem Gepäck neben Verpflegung, Handy, Notverbandszeug auch immer noch eine Karte dabei.

Klar, ich besitze inzwischen auch einen Garmin, ein GPS Gerät, mit dem ich meinen Standort jederzeit orten kann, ja selbst die gesamte Tour lässt sich oft auf das Gerät übertragen. Dann muss ich nur der angezeigten Route zeigen, überflüssig sind Karte und Wegweiser.  

Doch ehrlich gesagt, nur mit Karte ist es spannender, wenn auch manchmal anstrengender. Denn die Fehlerquote ist höher und der Weg dadurch öfter länger. Aber es ist eine größere Herausforderung und wenn die Tour geschafft ist, das Gefühl, ich habe etwas geleistet, nicht nur an Kilometern, größer.

  Die Unterweisung durch Gott kann ich mehr mit dem Weg finden mittels einer Karte vergleichen. Wir sind gefragt, uns immer wieder zu orientieren, die Ziele, die er uns vorgibt, ins Auge zu fassen, zu prüfen, ob der eingeschlagene Wege dorthin führt.

  Wäre sie wie ein Garmin-Gerät mit aufgespielter Route, dann hätten wir nicht viel zu entscheiden, müssten nur immer wieder darauf schauen.  

Gott unterweist uns, zeigt uns Wege, aber entlässt uns nicht aus der Verantwortung.  

Lassen Sie sich heute auf gutem Wege leiten.  

Bleiben Sie behütet.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

18.6.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay Nervenzellen

Losung und Lehrtext für Donnerstag, den 18. Juni 2020

Noah tat alles, was ihm Gott gebot. 1. Mose 6,22

Es ist der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebräer 11,1

  Liebe Gemeinde,  

von Anfang an höre ich den Podcast „Corona Update“ mit Prof. Drosten. Mein noch rudimentär vorhandenes Wissen aus Biologie, Biochemie und Chemie Kursen während meiner Oberstufenzeit am Gymnasium vor vierzig Jahren hilft mir ein wenig, annähernd zu verstehen, was er erklärt.  

Gerade die letzte Folge ging sehr in die kleinen Prozesse, die sich in den Zellen unseres Körpers abspielen.  

Hinterher dachte ich, was passiert eigentlich jede Sekunde in meinem Körper, ohne dass ich es bewusst wahrnehme, an Erneuerung, Abbau, Wachstum, Energiegewinnung. Sehen kann ich es nicht, nur die Folgen spüren, wie eine Wunde langsam heilt, wie mir durch die Nahrung Energie zufließt.  

Vielleicht geht es uns mit dem Glauben und der Hoffnung genauso, sie selbst können wir nicht sehen, aber die Folgen spüren.

  Bleiben Sie behütet.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

17.6.

Losung und Lehrtext für Mittwoch, den 17. Juni 2020

Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! Psalm 100,2

Sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Kolosser 1,12

  Liebe Gemeinde,

  zurzeit meditiere ich täglich, na ja, so nenne ich mittlerweile das Entfernen des Unkrauts aus den Pflasterfugen rund um die Kirche und dem Pfarrhaus und auf den Wegen im Pfarrgarten. Ich kann tatsächlich ganz gut dabei abschalten und meinen Gedanken einfach freien Lauf lassen.

  Gestern nun durfte ich dabei ein Konzert hören. Ich hatte mir einen Abschnitt am Kirchturm vorgenommen. Aus den großen Linden hörte ich ein Summen, das einer ganz eigenen Melodie folgte. Unzählige Bienen und Hummeln suchen die Blüten auf, um Nektar zu sammeln. Das ließ mich tatsächlich frohlocken. Wie unermüdlich sie dabei scheinbar sind.  

Erinnert hat mich das an einen Abschnitt aus dem Buch Momo von Michael Ende: „Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein. Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste. Das ist wichtig.“ (Michael Ende)

  Bleiben Sie behütet.

Pastorin Astrid Bunselmeyer

16.6.2020

15 [18]  Achte nichts gering, es sei klein oder groß. Sirach 5,15

Liebe Gemeinde,

darf ich vorstellen, das ist Picco. Ich habe diesen Stein mit dem kleinen aufgemalten Vogel geschenkt bekommen. Er soll mir ein wenig Freude bereiten.

In Holte aber auch an vielen anderen Orten können Sie solche bemalten Steine entdecken. Um Ostern herum haben sich Gruppen über die sozialen Netzwerke gebildet, die diese Steine bemalen und auslegen, entweder einzeln oder als Schlangen. Auch in Schledehausen gibt es eine Aktion von einer Kirche zur anderen eine Schlange zu legen. Kinder und Erwachsene wollen damit gute Wünsche weitergeben, ein wenig Freude bereiten und einfach bunte Akzente setzen. Das gelingt, mehrfach bin ich schon auf die Steine angesprochen worden. Ob die Konfirmanden sie gestaltet haben? Nein, es sind einfach Menschen aus dem Dorf und die Kinder der Kindertagesstätte, die sich da ans Werk gemacht haben.

Auch Dank sollte ich schon ausdrücklich weitergeben, denn die Steine sind auch zum Mitnehmen oder Tauschen gedacht. Für mich gehört dies zu den kleinen Dingen, an denen ich mich erfreue und für die ich dankbar bin.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

15.6.2020

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Liebe Gemeinde,

die Gottesdienste ohne Gesang, da fehlt etwas. Doch was hindert uns, zuhause für uns allein ein Lied, einen Choral zu singen, der uns aufbaut.

Für heute habe ich mir ein altes Lied von Paul Gerhardt, der so schwere Zeiten durchleben musste, ausgewählt:

Wach auf, mein Herz, und singe

1) Wach auf, mein Herz, und singe /dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, /
dem frommen Menschenhüter.
2) Heut, als die dunklen Schatten / mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begehret; / Gott aber hats gewehret.
3) Du sprachst: Mein Kind, nun liege; / trotz‘ dem, der dich betrüge; schlaf wohl, lass dir nicht grauen, / du sollst die Sonne schauen.
4) Dein Wort, das ist geschehen: / Ich kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, / dein Schutz hat mich erneuet.
5) Du willst ein Opfer haben, / hier bring ich meine Gaben: mein Weihrauch und mein Widder / sind mein Gebet und Lieder.
6) Die wirst du nicht verschmähen, / du kannst ins Herze sehen, denn du weißt, dass zur Gabe / ich ja nichts Bessers habe.
7) So wollst du nun vollenden / dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage / auf seinen Händen trage.
8) Sprich Ja zu meinen Taten, / hilf selbst das Beste raten; den Anfang, Mitt und Ende, / ach Herr, zum Besten wende.
9) Mich segne, mich behüte, / mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, / bis ich gen Himmel reise.
Paul Gerhardt 1647 EG 446

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Sonntag, den 14. Juni 2020

Du hast den Menschen zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan. Psalm 8,7

So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat. Epheser 5,1-2

13.06.

Losung und Lehrtext für Samstag, den 13. Juni 2020

Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Sacharja 12,10

Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt. Römer 8,26  

Liebe Gemeinde,

  in den letzten Tagen brauche ich immer etwas länger für den morgendlichen Gang mit meinem Hund durchs Dorf. Denn anders als sonst bleibt nicht nur er immer wieder stehen, um zu schnuppern, sondern  auch ich. Denn die vielen Rosenstöcke in den Vorgärten erblühen und duften.

Selbst jetzt zieht ein Rosenduft in mein Arbeitszimmer, denn auch im Pfarrgarten blühen viele Rosen(zumindest die, die der Rehbock nicht verspeist hat).

  Vor allem unter der Rambler Rose, die den Kirschbaum in einen Rosenbaum verwandelt, kann man ein regelrechtes Duftbad nehmen.  

Das ist etwas, was mir durchaus in meiner Schwachheit aufhilft. Mir nicht nur durch die Pandemie der Bedrohung durch eine Naturerscheinung wie dem Virus bewusst zu sein, sondern in dieser Bedrohung auch die Schönheit und das Wunderbare der Natur sehen, hören und riechen zu können.  

Kommen Sie doch in diesen Tagen(sofern es das angekündigte Unwetter zulässt) im Pfarrgarten vorbei und nehmen ein Duschbad. Die Rose blüht nur kurze Zeit.

  Bleiben Sie behütet.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

12.06.

Bild von Bianca Mentil auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, den 12. Juni 2020

Du, HERR, du kennst mich, du siehst mich und prüfst, ob mein Herz bei dir ist. Jeremia 12,3

Jesus spricht: Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe! Johannes 15,9

11.06.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich. 1.       Korinther 6,12

Liebe Gemeinde,

manchmal komme ich mir vor wie eine Spielverderberin. Das alte Gefühl aus Kindertagen, wenn ich meinen jüngeren Bruder, mit dem ich auf den Wiesen oder im Wald unterwegs war, dazu anhielt, dass wir nun nach Hause gehen müssen, da mit unserer Mutter verabredet war, zu einer bestimmten Zeit wieder da zu sein.

Dies Gefühl stellt sich ein, wenn ich den Familien der eigentlich geplanten Taufen erläutere, welche Regeln wir zurzeit für Gottesdienste in der Kirche haben. Ich spüre dann die Versuchung zu sagen: „Tut mir leid, dass ist Vorschrift.“ Doch dann würde ich mich hinter gesetzlichen Vorgaben verstecken und die Politiker, die sie beschlossen haben als Spielverderber hinstellen. Dabei sehe ich den Sinn hinter diesen Vorschriften, die entwickelt wurden, und ich bin mir gar nicht sicher, ob wir, wenn von gesetzlicher Seite mehr erlaubt wäre, uns als Kirchenvorstand dazu entschließen würden, alle Freiheiten zu nutzen. Die Politikerinnen und Politiker versuchen einen sinnvollen Rahmen zu setzen, abzuwägen zwischen Nutzen und Schaden. Doch das entlässt uns nicht aus der Verantwortung und es hilft auf keinen Fall, sie als Spielverderber zu sehen.

Wir sind alle gefragt, abzuwägen, was dem Guten dient, nicht nur was die Ausbreitung des Corona Virus angeht. Gott hat uns die Freiheit gegeben, uns zu entscheiden, damit aber auch eine Verantwortung.

Ich habe mir daher ein paar andere Formulierungen für diese  Gespräche überlegt, etwa wie: „Anderes können wir in dieser Zeit nicht verantworten.“ Oder „Mehr können wir im Moment nicht ermöglichen ohne den Schutz aller aus den Augen zu verlieren.“

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

10.06.2020

Sehen Sie die Amsel?

6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten. Matthäus 6,6

Liebe Gemeinde,

ich werde wohl einen neuen Platz für meine Hängematte suchen müssen. Denn in einem der Bäume, an der ich sie sonst befestigte, ist ein Amselpäarchen dabei, ein Nest zu bauen. Schwer beladen machen sie einen Zwischenstopp auf der Wäschespinne, schauen sich um, und fliegen dann in das Gebüsch der Zweige des Baumes. Keine schlechte Wahl, dieser Platz, geschützt vor Raubvögeln und Katzen.

Ich erlebe den Kirchenraum auch als einen solch geschützten Raum. Ja, das Gebet an sich, egal wo, ist ein Raum, in dem ich Abstand gewinne von allem Bedrohenden und Geborgenheit erfahren kann. Gott hat diesen Raum für uns bereitgestellt, in dem wir Orientierung finden und Stärkung erfahren können.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

9.6.2020

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 9. Juni 2020

Du sollst nicht stehlen. 2. Mose 20,15

Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. 1. Korinther 10,24  

Liebe Gemeinde,  

vielleicht haben Sie schon einmal von den Säulenheiligen gehört. Um Gott nah zu sein und der Welt zu entsagen, lebten sie auf einer Säule. Ernährt haben sie sich von dem, was andere ihnen brachten, denn sie wurden verehrt.  

Auch sie waren also doch abhängig von anderen, von einer Gemeinschaft, die sie versorgte.

Wie sehr wir auf andere angewiesen sind, das spüren wir auch in diesen Monaten. Da ist das auch körperliche nah sein, die Gemeinschaft, auf die wir an vielen Stellen verzichten und die wir vermissen. Ein Unterricht mit zwei oder drei Chormitgliedern ist kein Ersatz für das Singen als gesamter Chor, eine Videoschalte mit Familienangehörigen oder Freunden nicht das gleiche wie ein Treffen mit Umarmungen und gemeinsamen Essen.  

Mir hilft ist es bei diesem Verzichten, mir immer wieder in Erinnerung zu rufen, warum wir das tun, dass wir uns als Gemeinschaft bemühen, die Herausforderung zu meistern, vor die uns die Pandemie stellt und dass es Erfolg zeigt, dass es der Gemeinschaft, dem anderen und mir dient, wenn wir uns an die Regeln, die wir uns aufgestellt haben, halten.  

Gott ruft uns in Gemeinschaft. Wenn wir seine Nähe suchen und finden, lenkt er unseren Blick auch gleichzeitig auf die anderen, mit denen ich auch durch ihn verbunden bin.  

Mögen Sie diese Verbundenheit mit Gott und mit anderen trotz aller Abstandsregelungen heute erfahren.  

Bleiben Sie behütet.   Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

8.6.2020

Bild von John Hain auf Pixabay

Amos 5,24: Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Jesaja 40,4-5:  Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hats geredet.

Aus der Rede von Martin Luther King(zitiert nach https://www.missionarische-dienste.de/fileadmin/mediapool/gemeinden/E_missionarischedienste_neu/Hauskreisarbeit/Bibel_aktuell_146_-_7._Rede_-_I_have_a_dream_-_Text_und_deutsche_UEbersetzung.pdf)

Ich habe einen Traum, dass eines Tages die Söhne von früheren Sklaven und die Söhne von früheren Sklavenbesitzern auf den roten Hügeln von Georgia sich am Tisch der Bruderschaft gemeinsam niedersetzen können.

Ich habe einen Traum, dass eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat,der mit der Hitze der Ungerechtigkeit und mit der Hitze der Unterdrückung schmort, zu einer Oase der Freiheit und Gerechtigkeit transformiert wird.

Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden.

Ich habe einen Traum! Ich habe einen Traum, dass eines Tages unten in Alabama -mit den brutalen Rassisten, mit einem Gouverneur, von dessen Lippen Worte der Einsprüche und Annullierungen tropfen -dass eines Tages wirklich in Alabama kleine schwarze Jungen und Mädchen mit kleinen weißen Jungen und weißen Mädchen als Schwestern und Brüder Hände halten können.

Ich habe einen Traum!

Ich habe einen Traum, dass eines Tages jedes Tal erhöht und jeder Hügel und Berg erniedrigt werden. Die unebenen Plätze werden flach und die gewundenen Plätze gerade, “und die Herrlichkeit des Herrn soll offenbart werden und alles Fleisch miteinander wird es sehen.” Dies ist unsere Hoffnung. Dies ist der Glaube, mit dem ich in den Süden zurückgehen werde. Mit diesem Glauben werden wir den Berg der Verzweiflung behauen, einen Stein der Hoffnung. Mit diesem Glauben werden wir gemeinsam arbeiten können, gemeinsam beten können, gemeinsam kämpfen können, gemeinsam in das Gefängnis gehen können, um gemeinsam einen Stand für Freiheit mit dem Wissen zu machen, dass wir eines Tages frei sein werden. Und dies wird der Tag sein. Dies wird der Tag sein, wenn alle Kinder Gottes mit neuer Bedeutung singen können: “Mein Land, es ist über dir, süßes Land der Freiheit, über das ich singe, Land, wo mein Vater starb, Land des Pilgers Stolz, von jedem Berghang, lass die Glocken der Freiheit läuten.” Wenn Amerika eine großartige Nation sein soll, dann muss dies wahr werden.

Lass daher die Glocken der Freiheit von den wunderbaren Hügeln von New Hampshires läuten.

….

Wenn dies geschieht, und wenn wir erlauben, dass die Glocken der Freiheit läuten und wenn wir sie von jedem Dorf und jedem Weiler, von jedem Staat und jeder Stadt läuten lassen, werden wir diesen Tag schneller erleben, wenn alle Kinder Gottes, schwarzer Mann und weißer Mann, Juden und Christen, Protestanten und Katholiken Hände halten können und die Worte des alten Neger-Spirituals “Endlich frei, endlich frei. Danke Gott, Allmächtiger, endlich frei” singen.

7.6.2020 Trinitatis

Bild von Herm auf Pixabay

4. Mose 6,22-27

22 Und der Herr redete mit Mose und sprach: 23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:

24 Der Herr segne dich und behüte dich;

25 der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

26 der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.

  Das ist der heutige Predigttext. Der Theologe Delitzsch hat einmal dazu gesagt: Die Quelle des Segens, welcher sich in „Herr segne dich“ zu ergießen beginnt, mündet schließlich in das Meer des Friedens.

Quelle des Lebens, Strom der Liebe, Meer des Friedens.

Bilder für die Wirksamkeit des Segens, den wir einander zusprechen können. Seien sie in diesem Sinne an diesem Sonntag gesegnet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

6. Juni 2020

Bild von enriquelopezgarre auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, den 6. Juni 2020

Wie groß sind Gottes Zeichen und wie mächtig seine Wunder! Sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft währet für und für. Daniel 3,33

Weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen. Hebräer 12,28  

Liebe Gemeinde,

  die Pandemie hat uns erschüttert in vielerlei Hinsicht. Neben allen Veränderungen war und ist es da gut, sich an Verlässlichem orientieren zu können. Vertraute Personen, mit denen man sich austauscht, waren und sind da sicherlich wichtig.  

Manche suchen Halt in abstrusen Erklärungen, wie Verschwörungstheorien, denen man mit Argumenten kaum beizukommen ist.  

Für mich ist es neben anderem eine Hilfe, den wissenschaftlichen Erkenntnisstand mit all seinen Grenzen und Nichtwissen zu verfolgen. Von Anfang an höre ich so den Podcast, in dem der Virologe Dr. Drosten versucht, seinen Kenntnisstand auch Laien zu vermitteln.  

Es ist nicht leicht, das Unwissen, die Unplanbarkeit in vielen Bereichen auszuhalten, manches nur von Woche zu Woche, manchmal auch nur Tag zu Tag planen zu können.

  Daher ist für mich diese Glaubensgewissheit, das Vertrauen auf den Gott, der nicht erschüttert werden kann in seiner Liebe zu uns, die Grundlage, auf der es gelingt, all der Erschütterung und Unsicherheit in anderen Bereichen zu begegnen.  

Möge Gott Sie spüren lassen, dass er verlässlich da ist.  

Bleiben Sie behütet.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

2. Juni 2020

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 2. Juni 2020

Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN. 1. Samuel 2,1

Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude. 1. Petrus 1,8  

Liebe Gemeinde,  

vor gut einer Woche hatte ich Besuch von meiner Tochter und meinem einjährigen Enkelsohn. Wochenlang war das ja nicht möglich, umso mehr freute es mich, ein paar Tage mit ihnen verbringen zu dürfen.   Nicht vergessen werde ich, wie er zwischen zwei Erwachsenen auf dem alten Sofa saß und vor Freude quietschte, als sie durch schnelles abwechselndes Aufstehen und Hinsetzen das Sofa zu einem kleinen Trampolin umfunktionierten. Unbelastet gab er sich der Freude hin und steckte uns damit an.  

Möge es uns Gott auch heute schenken, trotz allen vernünftigen Handelns und Sorgen, die uns vielleicht umtreiben, auch offen zu sein für Momente der Freude, in denen wir all das vergessen, dem etwas entgegen setzen können. Freude, die auch aus dankbarer Erinnerung bestehen kann oder dem Spüren der Nähe Gottes.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

1. Juni 2020 Pfingstmontag

Bild von Beverly Buckley auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Montag, den 1. Juni 2020

Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht! Habe ich’s dich nicht schon lange hören lassen und es dir verkündigt? Ihr seid doch meine Zeugen! Jesaja 44,8

Was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. Matthäus 10,27  

Liebe Gemeinde,

wir feiern das Pfingstfest. Lukas erzählt in der Apostelgeschichte, wie die Freunde und Freundinnen Jesu in Jerusalem beginnen, das weiterzuerzählen, was sie mit Jesus erlebt, was sie von ihm gehört, was der Heilige Geist in ihnen an Glauben bewirkt hat.  

In unserem Alltag finden wir nur wenige Gelegenheiten, offen mit anderen über unseren Glauben zu reden. Aber es gibt ja auch noch andere Ausdrucksformen, wie wir ihn bezeugen können: mit unserer Haltung, unserer Wertschätzung anderen gegenüber, mit unserem Handeln. Glauben bezeugen, nicht nur mit Worten, dazu sind wir aufgerufen.  

Mögen Sie so die Wirksamkeit des Heiligen Geistes erfahren, in einer bereichernden Begegnung, einem tröstenden Wort, der Erfahrung der Verbundenheit über alle Beschränkungen hinweg, dem Spüren der stärkenden Nähe Gottes.  

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen, gesegneten Pfingstmontag.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

31.05.2020 Pfingstsonntag

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Liebe Gemeinde,

es war schon ungewohnt, vorhin bei dem Frühgottesdienst, zwar unter freiem Himmel, aber ohne Posaunenchor, Gesang und mit viel Abstand zueinander. Und dennoch war es schön, gemeinsam dieses Pfingstfest zu beginnen. Viele von Ihnen werden heute das schöne Wetter nutzen, um unterwegs unter freiem Himmel zu sein.

Wir haben vorhin auch das Lied aus dem ökumenischen Pfingstvideo gehört und mir ist es, seit ich das Video geschnitten haben, immer wieder in den Sinn gekommen. "O Heilger Geist, kehr bei uns ein und lass uns deine Wohnung sein, o komm, du Herzenssoonne. Du Himmelslicht, lass deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne." T. Michael Schirmer 1640. Dies erbitte ich für Sie und mich an diesem Pfingstfest.

Frohe Pfingsten!

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

Hier können Sie die erste Strophe hören und sehen.

23.05.2020

Bild von falco auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Samstag, 23.05.2020

Mose sprach:  Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes. 5.Mose 11,26-28

Dient dem Herrn Christus! Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person. Kolosser 3,24-25

22.05.2020

Bild von Sr. Maria-Magdalena R. auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Freitag, 22.05.2020

Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR. Jeremia 31,20

Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Lukas 15,20

21.05.2020

Bild von congerdesign auf Pixabay Colored

 Losung und Lehrtext für Donnerstag, 21.05.2020

Die ihr den HERRN liebet, hasset das Arge! Psalm 97,10

Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. Epheser 4,15

20.05.2020

Bild von Jasmin Sessler auf Pixabay

justice Losung und Lehrtext für Mittwoch, 20.05.2020

Der Gerechte erkennt die Sache der Armen. Sprüche 29,7

Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße euer Werk und die Liebe,  die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient. Hebräer 6,10

19.05.2020

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Losung und Lehrtext für Dienstag, 19.05.2020

So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben? Hesekiel 33,11

Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück. Lukas 19,8  

18.05.2020

Bild von Devanath auf Pixabay

Culture

Losung und Lehrtext für Montag, 18.05.2020

HERR, du gabst unsern Vätern deinen guten Geist, sie zu unterweisen. Nehemia 9,20

Jesus spricht:  Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Johannes 14,26

17.05.2020

Bild von FelixMittermeier auf Pixabay

Tree

Losung und Lehrtext für Sonntag, 17.05.2020

Der HERR, unser Gott, neige unser Herz zu ihm, dass wir wandeln in allen seinen Wegen. 1.Könige 8,58

Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit. Kolosser 2,6-7

16.05.2020

Bild von Jerzy Górecki auf Pixabay  

Der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich. Jesaja 51,6

Jesus spricht:  Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. Lukas 21,33

15.05.2020

Bild von Henri Van Ham auf Pixabay

 

12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist. 13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 14 Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.

Psalm 51  

Liebe Gemeinde,

gestern habe ich mich per Videokonferenz mit Pastorin Breymann und Pastor Patzwald getroffen. Gemeinsam haben wir das Video mit einem ökumenischen geistlichen Gruß zu Pfingsten besprochen und Aufgaben verteilt. Der schon traditionelle große Gottesdienst unter freiem Himmel am Pfingstmontag muss ja in diesem Jahr ausfallen. So haben wir nach einer Alternative gesucht. Seien Sie gespannt auf das Ergebnis, das am Pfingstwochenende über die jeweiligen Internetseiten abrufbar ist.

Doch mir geht es heute darum, dass es eine gute Erfahrung war, dass Pastor Patzwald ein paar gute Tipps für die Möglichkeiten der Videokonferenz hatte und ich dadurch etwas hinzulernen konnte. Am Ende kamen wir zu dem Schluss, dass wir die Möglichkeiten der Videokonferenz auch nach der Pandemie öfter nutzen könnten, um Anfahrtszeiten und unnötigen CO2 Ausstoß durch die jeweiligen Autofahrten zu vermeiden.

Der Psalmbeter bittet um einen neuen, beständigen Geist. Da ist beides enthalten: in dem beständig das Festhalten, die Treue zu dem, was Gott uns aufträgt, in dem neuen vielleicht die Einsicht, dass dies immer wieder neue Ausdrucksformen hat und braucht.

Ich möchte jedenfalls offen bleiben für Neues, das sich als hilfreich und sinnvoll erweist, obwohl es aus der Not geboren worden ist. Ja, vielleicht behalte ich auch über diese Zeit hinaus den „Täglichen Impuls“ bei, da er in den letzten Wochen schon ein kleines Morgenritual für mich geworden ist. Was meinen Sie?

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

14.05.2020

Bild von Lukas Prudil auf Pixabay

Liebe Gemeinde,

ich weiß nicht, ob es ihnen im Moment auch so geht, ich fühle mich aber überfordert.

Als ich gestern einkaufen war, bewegten sich die meisten zwischen den Regalen wie vor der Pandemie. Der einzige Unterschied waren die Masken, die alle tragen, und dass jede Person einen Einkaufswagen hat.  Als ich mit meiner Tochter etwas später telefonierte als sie im Park spazieren ging, sagte sie auf einmal: Ich glaube es nicht, da haben sich gerade welche mit Handschlag begrüßt. Mich hat das fast schon ein wenig aggressiv gemacht. Ich frage mich, wieso ich so heftig innerlich reagiere.

Ich glaube, weil ich mich sträube, in immer mehr Bereichen wieder so weiter zu machen, wie vor dem Lockdown. Es ist gut und wichtig, aus dem Lockdown herausgehen, aber ich habe das Gefühl, das geht im Sprint und nicht mit bedachten, vorsichtigen Schritten, und irgendwie komme ich innerlich nicht mit.

Nehmen wir uns genügend Zeit zu bedenken, wie was wieder aufgenommen wird? Genauso wie vorher wird manches noch für eine längere Zeit nicht möglich sein, und an manchen Stellen ist ja vielleicht auch zu fragen, ob das überhaupt anzustreben ist. Das dürfen wir nicht ignorieren.

Egal ob in Schulen, Kindergärten, Cafes und Restaurants, in Betrieben, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Geschäften und auch in den Kirchengemeinden,  überall sind wir gefordert, neue Bedingungen zu schaffen bzw. einzuhalten und das kostet Kraft und dafür braucht es Zeit, doch  wenn es schnell gehen muss, ja dann kommt vielleicht diese Überforderung oder eben Ignorierung der neuen Situation.

So frage ich mich, was kann mich leiten? Paulus rät: „So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.“ Kolosser 3,12  

Diesen Rat nehme ich mit in den heutigen Tag.

  Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

13.05.2020

Bild von congerdesign auf Pixabay  

Losung und Lehrtext für Mittwoch, den 13. Mai 2020

Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder. 1. Könige 8,39

Unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort. 2. Thessalonicher 2,16-17

  Liebe Gemeinde,

  was soll ich dem noch hinzufügen?

  Vielleicht nur den Gedanken, dass Paulus vor seinem Wunsch das beschreibt, was für ihn fest steht, auf dem er sich gründen kann: dem Handeln Gottes durch Jesus Christus. Es ist also ein Blick auf Vergangenes, von Gott Ausgehendes, das ihn auch für die Zukunft zuversichtlich macht und dieses Segenswort schreiben lässt.  In dem Sinne eines alten Psalmwortes: Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Psalm 103,2b.

Ich möchte mich einfach diesem Segenswunsch des Paulus anschließen:

Gott tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.  

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

12.05.2020

Bild von Arek Socha auf Pixabay  

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 12. Mai 2020

Der HERR sprach zu Salomo: Bitte, was ich dir geben soll! Salomo sprach: Du wollest deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, dass er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist. 1. Könige 3,5.9

Paulus schreibt: Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei. Philipper 1,9-10  

Liebe Gemeinde,

  wir haben heute Abend wieder eine Kirchenvorstandssitzung. Seit gestern wäre es uns erlaubt, bei Einhaltung gewisser Hygieneregelungen wieder im Gemeindehaus zusammen zu kommen. Wir haben uns aber entschieden, per Telefonkonferenz zu beraten.   So ist es in mehreren Bereichen, einiges ist wieder erlaubt, aber das heißt ja nicht, dass wir es auch tun müssen oder sollten. Wir sind weiterhin gefragt, abzuwägen, jeder und jede persönlich. Schwer ist das, weil wir nur ungefähr einschätzen können, was gut und was böse ist. Ich bin froh, dass ich mich immer wieder mit anderen beraten kann, bevor wir gemeinsam eine Entscheidung treffen.

  Auch Paulus bittet für eine Gemeinschaft, dass ihre Liebe an Erkenntnis und Erfahrung reicher werde, so dass sie prüfen kann, was das Beste sei.  

Möge Gott Ihnen bei Ihren Entscheidungen helfen, die Besinnung auf seine Liebe und die gemeinsame Beratung darüber, was dieser Liebe entsprechend könnte.  

Bleiben Sie behütet.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

11.05.2020

Losung und Lehrtext für Montag, den 11. Mai 2020

Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben’s uns erzählt, was du getan hast zu ihren Zeiten, vor alters. Psalm 44,2

Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Lukas 10,39  

Liebe Gemeinde,

der heutige Lehrtext ist aus einer Erzählung entnommen, in der die Schwester Martha und Maria Jesus und seine Freunde in ihr Haus einladen. Während Martha sich um die Bewirtung der Gäste kümmert, sitzt Maria bei Jesus. Martha beschwert sich dann bei Jesus, er soll ihre Schwester auffordern ihr zu helfen. Doch Jesus sagt: „Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.“

Ich glaube nicht, dass hier das Tun abgewertet, sondern eher das Hören auf sein Wort aufgewertet werden soll.   Ich möchte Sie einladen, einen Moment nichts zu tun, ich einen Bibelvers ihrer Wahl auszusuchen und dazu die Musik von der Orgel zu hören, die sie hier anklicken können. Die Improvisation zu „Komm Herr segne uns“ von Herrn Schlie war ein sehr besinnlicher Moment im gestrigen Gottesdienst.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

9.5.2020

Bild von truthseeker08 auf Pixabay  

Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände. 5. Mose 2,7

Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden. 1. Korinther 4,2 (Losung und Lehrtext für den heutigen Tag)  

 

Liebe Gemeinde,

wir stoßen in dieser Zeit an die Grenze des von uns Machbaren. Grund zu resignieren, aufzugeben?

Ich verstehe die heutige Losung und den Lehrtext so, dass wir dennoch dazu aufgerufen sind, das für uns Machbare zum Wohle aller zu tun. Von uns werden von Gott keine Wunder erwartet. Treue, das heißt  eben nicht aufzugeben, sondern dem Vorbild, das Jesus uns gegeben hat, weiter nachzufolgen, trotz mancher Grenzen, trotz mancher Rückschläge. Vieles ist dann möglich, das erleben wir auch in diesen Tagen.

Möge so das Werk unserer Hände heute segensreich sein, für die Bewahrung der Welt, für andere, für uns.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

8.5.2020

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Liebe Gemeinde,

die Corona Pandemie bestimmt die Nachrichten. Dabei gibt es auch anderes, wichtiges zu bedenken.

Heute jährt sich das Kriegsende, der Tag der Befreiung, zum 75. Mal. 1947 haben Theologen und Theologinnen, die zum Teil der Bekennenden Kirche angehörten, ein Schuldbekenntnis verfasst, das sogenannte „Darmstädter Wort“. Nach einem Einleitungswort folgen verschiedene Absätze, die mit „Wir sind in die Irre gegangen“ beginnen. Den dritten Absatz habe ich unten als Zitat angefügt, denn er hat an Aktualität nicht eingebüßt.

Denn neben aller notwendigen Diskussionen und Überlegungen zur Corona Pandemie sollten wir die beiden anderen großen Herausforderungen unserer Zeit, die weltweite Gerechtigkeit und den Klimawandel nicht vergessen. In christlicher Freiheit können wir uns einsetzen, um Veränderungen, die heilsam sind, mit herbeizuführen.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

„3. Wir sind in die Irre gegangen, als wir begannen, eine "christliche Front" aufzurichten gegenüber notwendig gewordenen Neuordnungen im gesellschaftlichen Leben der Menschen. Das Bündnis der Kirche mit den das Alte und Herkömmliche konservierenden Mächten hat sich schwer an uns gerächt. Wir haben die christliche Freiheit verraten, die uns erlaubt und gebietet, Lebensformen abzuändern, wo das Zusammenleben der Menschen solche Wandlung erfordert.“ Darmstädter Wort 1947

7.5.2020

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Matthäus 18,20  

Liebe Gemeinde,

vor mir liegt das Hygiene-Konzept für die Gottesdienste in der Kirche mit Besuchern und Besucherinnen, mit denen wir am kommenden Sonntag wieder starten werden. Punkt für Punkt werde ich heute vorbereiten, damit wir wieder in der Kirche zusammen kommen können. Es wird sehr anders sein als sonst, weit auseinander sitzend, ohne Gemeindegesang. Dennoch freue ich mich darauf, nicht mehr allein eine Aufnahme in der Kirche zu machen, sondern mit anderen zusammen Gottesdienst zu feiern.

Doch auch bei den Aufnahmen habe ich das Gefühl gehabt, ich bete nicht allein, sondern bin in meinem Gebet mit anderen verbunden, die sich die Aufnahme anschauen werden und zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort mitbeten. So werden wir von den Gottesdiensten auch weiterhin Aufnahmen erstellen und über die Homepage zugänglich machen, denn die Anzahl der Besucher und Besucherinnen ist ja begrenzt und nicht alle werden sich zur Kirche aufmachen.

Diese Verbundenheit mit anderen auch über körperliche Nähe hinweg und die Verbundenheit mit Gott, sie tragen mich durch diese Zeit. Mögen wir so weiterhin in der Kirche und an anderen Orten durch den Geist Gottes gestärkt werden.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

6.5.2020

Bild von John Hain auf Pixabay

Ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Höckerige zur Ebene. Jesaja 42,16

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Lukas 1,78-79  

(Losung und Lehrtext für den heutigen Tag)

Liebe Gemeinde,

die zunehmenden Lockerungen in unserem Land, die erfahren wir als Hoffnungsschimmer und Licht am Horizont.

Vielleicht gibt uns das die Kraft, unseren Horizont auch wieder zu erweitern, nicht nur auf Deutschland und Europa zu schauen, sondern auch die Menschen in Lateinamerika, Asien und Afrika wieder in den Blick zu nehmen. Sätze wie „Wir sterben nicht am Virus, sondern am Hunger.“  aus Berichten aus den stark betroffenen Ländern zeigen, dass neben allen Maßnahmen, die die Verbreitung des Virus einschränken, auch die soziale Gerechtigkeit weltweit in den Blick genommen werden muss, um Menschenleben zu retten. Auch da gibt es Wege und Möglichkeiten, dessen bin ich gewiss. Was hindert uns, sie zu beschreiten. Für mich gehört das zum  „die Füße auf den Weg des Friedens zu richten“ dazu.

Möge Gott uns darin stärken und ermutigen, so dass auch den Menschen auf anderen Kontinenten ein Licht am Horizont erscheint.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

5.5.2020

Bild von 272447 auf Pixabay  

Gott breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers. Er macht den Großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens. Hiob 9,8.9

Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare. Kolosser 1,15-16

  Liebe Gemeinde,

der heutigen Losung und dem Lehrtext gemeinsam ist das Staunen. Geweckt wurde ich heute recht früh von einem Konzert der Vögel, beim Blick aus dem Fenster sehe ich einen blauen Himmel und das frische Grün der Pflanzen. Ein guter Tag, um zumindest ein paar Stunden draußen zu verbringen.

Ich nehme mir vor, heute mit staunendem und dankbarem Blick durch den Tag zu gehen. Wer weiß, was ich alles entdecken und an manchen Stellen vielleicht nur erahnen kann?

Seien Sie behütetet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

4.5.2020

Bild von Josch13 auf Pixabay

Liebe Gemeinde, heute etwas später als sonst. Nun es läuft nicht immer alles wie geplant. Als ich Kind war, war einmal einen Tag lang die Schaukel im Garten gesperrt. Grund war ein Schwarm Bienen, der sich im Baum darüber niedergelassen hatte. Sehnsüchtig warteten wir darauf, dass der Nachbar kam, der Imker war, und den Schwarm einfing. Gefühlt war das eine Ewigkeit und die Schaukel besonders an diesem Tag das Spielgerät, an dem wir unbedingt spielen wollten.

Mir kam das wieder in den Sinn, als  gestern aus dem Bienenstock im Pfarrgarten ebenfalls ein Schwarm auszog, und in den Apfelbäumen ein Domizil für sich suchte. Damals als Kind wollten wir unbedingt auf die Schaukel, gerade weil sie verboten war. Vielleicht geht es ihnen auch so, dass Sie besonders Dinge vermissen und als wichtig ansehen, die gerade nicht möglich sind.

Andererseits höre ich auch, dass manche sagen, das, was vorher so wichtig erschien, hat auf einmal an Bedeutung verloren. Wertzumessungen verschieben sich, das ist eine Erfahrung dieser Wochen. Auch sonst ist es lohnenswert, sich immer mal wieder zu fragen, was sehe ich momentan als Schatz an, woran hängt mein Herz.

Lukas 12, 24 „Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“

 

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

1.5.2020

Bild von Wolfram Strachwitz auf Pixabay  

1) Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht.
Die Tier sieht man jetzt springen Mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen, die loben Gott mit Freud.

2) Herr, dir sei Lob und Ehre für solche Gaben dein!
Die Blüt zur Frucht vermehre, lass sie ersprießlich sein.
Es steht in deinen Händen, dein Macht und Güt ist groß;
drum wollst du von uns wenden Mehltau, Frost, Reif und Schloss'.

3) Herr, lass die Sonne blicken ins finstre Herze mein,
damit sich's möge schicken, fröhlich im Geist zu sein,
die größte Lust zu haben allein an deinem Wort,
das mich im Kreuz kann laben und weist des Himmels Pfort.

4) Mein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem Namen dein
und lass mir wohl gelingen, im Geist fruchtbar zu sein;
die Blümlein lass aufgehen von Tugend mancherlei,
damit ich mög bestehen und nicht verwerflich sei.

Text: Martin Behm (1606) Melodie: Johann Steurlein (1575), Nürnberg (1581)EG 501

30.04.2020

Bild von RitaE auf Pixabay

Jauchzet Gott alle Lande!
Lobsinget zu Ehre seines Namens;
rühmet ihn herrlich!
Sprecht zu Gott:
Wie wunderbar sind deine Werke.
(Psalm 66,1-3a, Psalm des kommenden Sonntags)

Liebe Gemeinde,
heute Abend wird es vor der Kirche leer bleiben. Kein Gesang des Männergesangvereins Fidelitas Holte und des Chores Cantabile, keine Posaunenchorklänge, kein gemeinsames Singen aller des alten Mailiedes „Der Mai ist gekommen“.  Der Komponist des Liedes Justus Wilhelm Lyra wurde in Osnabrück geboren. Dort steht ihm zu Ehren ein Stein und seit 1905 treffen sich dort Sänger, früher um Mitternacht, in heutigen Zeiten am 1. Mai, um den Frühling musikalisch zu begrüßen. Auch das wird in diesem Jahr wahrscheinlich ausfallen.

Trotz aller Einschränkungen ist es aber möglich, sich an der Kraft des wachsenden Lebens in der Natur zu freuen. Diese Freude, die durchaus auch unser Herz erreichen kann(wie es der Dichter Geibel im dritten Vers beschreibt), sollten wir uns nicht nehmen lassen. Vielleicht nehmen sie den Liedtext mit auf einer ihren nächsten Spaziergänge oder wenn Sie in den Garten oder auf den Balkon gehen und singen oder summen es vor sich hin, das frische Grün und die bunten Blüten vor Augen, den Duft des Frühlings in der Nase.

„Dass Gott euch behüt.“

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

  Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus;
wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.

2. Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht?
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert,
es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.

3. Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal.
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all;
mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.
(Emanuel Geibel, 1841)

29.04.2020

Bild von congerdesign auf Pixabay

Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu. Prediger 9,10

Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Römer 12,11

Losung und Lehrtext für den heutigen Tag

 

Liebe Gemeinde,

es ist wahrlich nicht leicht, mit den Begrenzungen und Einschränkungen, die wir uns vernünftigerweise gesetzt haben, und ihren Folgen zu leben. Mir geht es so, dass ich mir immer wieder vor Augen halten muss, welchem Zweck sie dienen und dass die Folgen, wenn wir sie uns nicht setzen würden, nach allem was wir wissen, uns noch mehr bedrücken würden. Sonst liegt die Versuchung nahe, nachzulassen, leichtfertig zu werden, das Ganze nicht mehr ernst zu nehmen. Hinter allen Einschränkungen steht die Grenze, vor die uns die nicht anders in zumindest gewissen Schranken zu haltende Virus-Pandemie stellt.

Was wir also tun können, und wenn es eben auch das Nicht-Tun ist, sollten wir tun. Wir dienen einander damit. Ich sehe darin  einen Ausdruck der Nächsten- und Eigenliebe, ja auch des Gott Dienens. „Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? 37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5). 38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). 40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ Matthäus 22, 36-40

Lassen Sie  uns also  einander ermuntern und nicht träge werden.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

28.4.2020

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Liebe Gemeinde,

Videokonferenzen sind in. Dabei stellen sich Fragen wie : Was trägt man für Kleidung? Wie gestaltet man den Hintergrund(da ist technisch wohl einiges möglich). Wie verhält man sich? Und immer wieder ist von Kindern die Rede, die im Hintergrund vorbei huschen.

Auch so manchen Cartoon zu diesem Thema habe ich schon gesehen,  der mich schmunzeln lies. In der nächsten Woche werde  ich nun nicht umhin kommen, an einer solchen Konferenz teilzunehmen.

In diesen Tagen kommt es aber vielleicht noch mehr darauf an, welche innere Haltung wir anziehen. Paulus hat da im Kolosserbrief einen guten Vorschlag: So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld. Kolosser 3,12


Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

27.4.2020

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Liebe Gemeinde,

wie verabschieden Sie sich zurzeit am Telefon oder nach einer kurzen Begegnung auf der Straße oder im Wald? Bleiben Sie gesund? Das hörte ich oft. So verabschiedeten sich auch einige der Moderatoren und Moderatorinnen der Nachrichtensendungen im Fernsehen. Vergangene Woche nun fiel mir auf, dass der Sprecher Ingo Zamperoni am Ende sagte: Bleiben Sie zuversichtlich. Da tat er nicht erst seit Freitag letzter Woche, sondern eine Kurzrecherche hat mir gezeigt, auch am Ostersonntag war das sein Abschiedsgruß.

Ich schreibe hier meist: Bleiben Sie behütet. Das schließt für mich vieles ein:

Der Wunsch, dass Sie möglichst von Krankheiten, egal welcher, verschont bleiben;

dass Sie Kraft finden, falls sie doch Schweres durchmachen müssen, hindurchzugehen, dass Sie spüren, Gott geht mit;

und eben auch, dass sie zuversichtlich bleiben.

Ich weiß nicht, was Herrn Zamperoni zu einem Wechsel der Abschiedsworte bewegt hat. Aber auch er berichtet ja nicht nur von den Belastungen, die die Krankheit selbst, sondern auch all die Folgen der Einschränkungen mit sich bringen, von dem angstvollen Blick auf die Zukunft, der Schwierigkeit, Geduld aufzubringen.

Ich möchte mich heute verabschieden mit einem Gruß des Paulus:

Der Herr sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch! 2. Timotheus 4,22

 

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

24.4.

Bild von Couleur auf Pixabay  

Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. 1. Korinther 10,23.24

Liebe Gemeinde,

„neue Normalität“, eine Begrifflichkeit, die in unseren Sprachschatz Einzug gehalten hat. Da steckt beides drin, die Einstellung auf die Pandemie mit all ihren Folgen, und die Sehnsucht nach Verlässlichem. Das klingt vielleicht besser als „Leben im Ausnahmezustand“. Es beschreibt auch treffend, dass wir noch länger mit Einschränkungen leben müssen. Dennoch sträubt sich etwas bei mir, diese Begrifflichkeit zu verwenden.

Es ist nicht normal, dass wir nicht mit unseren Nächsten zusammenkommen, einander auch körperlich unsere Nähe zueinander zeigen können. Es ist richtig und wichtig, dass es zurzeit so ist und vielleicht auch noch einige Monate so sein wird. Aber vielleicht wäre es zutreffender von „Pandemie-Normalität“ zu sprechen, um zu zeigen, woran diese Normen, die im Moment gelten, gebunden  und damit auch begrenzt sind. Oder wie wäre es mit  „Schutz-Normalität“ , darin wäre  das Positive mit enthalten, das Ziel, dem die neuen Normen dienen.

Paulus rät der Gemeinde in Korinth, auf bestimmte Dinge zu verzichten, um andere nicht zu belasten, also aus Rücksicht und Fürsorge. Genau das tun wir im Moment, verzichten um andere und uns zu schützen.

Seien Sie behütet. Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

23.04.2020

Bild von Susanne Jutzeler, suju-foto auf Pixabay

Ich habe dich bereitet, dass du mein Knecht seist. Israel, ich vergesse dich nicht! Jesaja 44,21

Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Hebräer 10,35  

Liebe Gemeinde,

neben allem anderen ist die Unsicherheit eine große Herausforderung in diesen Wochen. Selbst die Wissenschaftler sagen immer wieder: Das können wir nur vermuten. Über die Folgen des „Lock down“ gibt es nur Vermutungen und Modellberechnungen.

Auch das Volk Israel lebte in einer Zeit der Verunsicherung, als Jesaja im Auftrag Gottes diese Worte zu ihnen spricht. Dieser Vers ist die Losung für den heutigen Tag, ihm zur Seite hat man einen Vers aus dem Hebräerbrief gestellt. Gott stellte  damals der Verunsicherung etwas entgegen: Ihr könnt auf mich vertrauen, in dieser unsicheren Zeit. Eine Botschaft, die gut tut, nicht nur damals.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

22.04.2020

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

 

Und alsbald trieb Jesus seine Jünger in das Boot zu steigen und vor ihm hinüberzufahren nach Betsaida, bis er das Volk gehen ließe. Und als er sie fortgeschickt hatte, ging er hin auf einen Berg, um zu beten. Markus 6,45.46

Liebe Gemeinde,

in meiner Zeit in Rinteln haben mehrere Lektoren und ich einen Sommer mit Markus gestaltet. Jeden Tag gab es um 18.00 Uhr eine kurze Andacht. Das Markusevangelium hatten wir in vierzig Abschnitte geteilt. Gemeinsam haben wir so das ganze Evangelium gelesen und bedacht. Mir ist dabei aufgefallen, wie oft Markus beschreibt, dass Jesus sich zurückzieht, um zu beten, zur Ruhe zu kommen.

Psychologen raten Familien, die jetzt viel mehr Zeit gemeinsam in den Wohnungen und Häusern verbringen, dass es feste Rückzugsorte und –zeiten für die einzelnen geben sollte. Nehmen Sie sich also ruhig die Zeit, sich auch mal zurückzuziehen.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

Das Beste ist die tiefe Stille, in der ich gegen die Welt lebe und wachse und gewinne, was sie mir mit Feuer und Schwert nicht nehmen können.

Johann Wolfgang Goethe  

21.04.2020

Foto von pixabay.com

 

Aus dem Kleinen Katechismus von Martin Luther

Das dritte Hauptstück: Das Vater Unser

Die sechste Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“

Was ist das?

Gott versucht zwar niemand;
Aber wir bitten in diesem Gebet,
dass uns Gott behüte und erhalte,
damit uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge und verführe in Missglauben, Verzweiflung und andere große Schande und Laster; und wenn wir damit angefochten würden, dass wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten.

20.04.2020

Bild von Daniela Dimitrova auf Pixabay  

Die Segnung der Kinder

13 Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. 14 Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. 15 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. 16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Markus 10, 13-16

 

Liebe Gemeinde,

am Wochenende schickte mir meine Tochter mal wieder ein Video von meinem einjährigen Enkelsohn. Voller Freude sitzt er in seinem Hochstuhl vor ihrem elektronischen Klavier und spielt. Sein Lachen, auch wenn es nur über dieses Medium vermittelt werden kann, tut mir gut. Das sich und alles andere Vergessen Können im Spiel.

Wenn ich es recht bedenke, dann suche ich mir in diesen Wochen auch immer wieder solche Möglichkeiten: Wo ich die Pandemie vergessen kann, mich auf etwas ganz anderes konzentriere, abschalte, mich einfach am Leben freue. Vielleicht gehört das zu dem, was die Kinder uns in dieser Zeit lehren können.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

18. und 19.4.2020

Bild von Engin Akyurt auf Pixabay  

 

„Er gibt den Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden.“ Jesaja 40 ,29

Meiner Seele Wohlergehen
hat er ja recht wohl bedacht.
Will dem Leibe Not entstehen,
nimmt ers gleichfalls wohl in acht.
Wenn mein Können,mein Vermögen
nichts vermag, nichts helfen kann,
kommt mein Gott und hebt mir an
sein Vermögen beizulegen.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Liebe in Ewigkeit.
EG 325,5 Paul Gerhardt

Video Andacht zum Sonntag unter Gottesdienste

17.04.2020

Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

Liebe Gemeinde,

ich erlebe in diesen Tagen eine große Hilfsbereitschaft in vieler Hinsicht. In der Videoandacht am Palmsonntag habe ich ja schon davon erzählt, wie sehr es mich bewegt, dass Menschen in anderen Ländern ohne solch ein gutes Gesundheitssystem und gute Grundversorgung viel bedrohter durch die Pandemie sind. Gestern nun erreichte mich ein Aufruf der Diakonie-Katastrophenhilfe. Sie hat inzwischen mit ihren Kooperationspartnern in einigen Ländern  begonnen, die jeweilige Bevölkerung mit Aufklärungskampagnen, Hygienemaßnahmen, medizinischen Material und Nahrungsmittelpaketen zu unterstützen.

Ich möchte Ihnen diese Arbeit und deren Unterstützung ans Herz legen, falls sie nicht selbst in finanzielle Nöte durch die Pandemie geraten sind. Die Pandemie ist eine weltweite Herausforderung, die wir nur mit Solidarität über Ländergrenzen hinweg bestehen können. Die Spende ist dabei nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern ein genauso dringend notwendiges Zeichen, dass wir uns im reichen Europa nicht abschotten wollen und uns das Schicksal der Menschen in Ländern wie Republik Kongo, Kolumbien, Indonesien und Haiti, wo die Partner der Katastrophenhilfe bereits aktiv sind, nicht kalt lässt.

Mehr Infos und die Möglichkeit zu spenden finden Sie unter : www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Seien Sie behütet

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

Bild von Bruno /Germany auf Pixabay  

Liebe Gemeinde,

auch in den kommenden Wochen sind wir gefragt, mit Phantasie und Beharrlichkeit trotz räumlicher Distanz in Kontakt zu bleiben. Der Apostel Paulus gründete mehrere Gemeinden, war den Menschen   durch Briefe und Gebet aus der Ferne verbunden, nachdem er weitergezogen ist. So sind uns die Briefe von ihm an die Gemeinden  überliefert. Neben allen modernen Wegen und dem Telefon können wir ebenso diese alte Form des Briefes oder der Karte nutzen. Vielleicht sind seine Worte, einen Brief zu beginnen, eine Anregung für eigene Botschaften, die wir in diesen Tagen versenden. So beginnt der zweite Brief an die Menschen in Korinth folgendermaßen:

1 Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und der Bruder Timotheus an die Gemeinde Gottes in Korinth samt allen Heiligen in ganz Achaia:

2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, 4 der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

15.04.2020

 

Liebe Gemeinde!

Während ich dies schreibe, läuft wahrscheinlich schon die Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten und –präsidentinnen der Bundesländer. In den vergangenen Tagen wurde bereits viel spekuliert, unterschiedliche Interessen angemeldet, ein Vorschlag von einem Wissenschaftsrat vorgelegt. Ehrlich gesagt, ich möchte nicht mit ihnen tauschen. Wie schwer muss es sein, Entscheidungen in einer so kaum berechenbaren Situation zu treffen. Doch im Grunde genommen sind sie damit nicht allein, nicht nur, dass auch auf anderen politischen Ebenen Entscheidungsträger gefragt sind, nein, eigentlich sind wir alle gefragt. Auch im Kleinen stehen wir ja gerade immer wieder vor neuen Entscheidungen: soll ich nun selber einkaufen, oder das Angebot der Hilfe durch die Nachbarn annehmen und darauf verzichten, die Wohnung zu verlassen und selbst auszusuchen,  trage ich einen Mund- und Nasenschutz oder nicht, kaufen wir uns ein Eis um den Italiener um die Ecke zu unterstützen oder scheint uns das Risiko in der Schlange zu groß. Abwägen müssen auch wir, auch wir müssen zurechtkommen mit wirtschaftlichen Folgen, mit der Organisation der Kinderbetreuung und vielem mehr. Das heißt für mich, wir können in dieser Situation nicht delegieren, sondern sind jeder und jede gefragt, tragen alle Verantwortung, wenn auch in unterschiedlichen Bereichen und Umfang. Das heißt aber auch, wir sind jeder und jede wichtig.

Paulus hat das für das Leben als christliche Gemeinde auch so empfunden und mit dem Bild eines Leibes mit vielen Gliedern beschrieben. Ein Bild, das uns vielleicht ja auch an diesem Tag eine Hilfe sein wird, bei unseren Entscheidungen und der Reaktion auf die Entscheidungen anderer.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

Römerbrief, 12. Kapitel

3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens. 4 Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, 5 so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. 6 Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß. 7 Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. 8 Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude.

14.04.2020

"Du stellst meine Füße auf weiten Raum." Psalm 31,9b

 

Liebe Gemeinde,

heute morgen war sie leer, die Bank oben am Sängerstein. Das war selten so in den sonnigen Tagen der letzten Woche. Von meinem Küchenfenster aus kann ich sie sehen und oft war zu erkennen, dass dort jemand saß.

Auch ich sitze gern mal dort oder bleibe zumindest auf dem Gang mit meinem Hund einen Moment stehen und lasse meinen Blick über das Tal schweifen.

Mich fasziniert die Weite, die sich dort auftut, und ich glaube, dass so mancher der dort Platz genommen hat, bewusst diese Weite in dieser Zeit der Begrenztheit gesucht hat und sucht.

Möge Gott Ihnen heute eine innere Weite schenken.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

13.4. Ostermontag

Liebe Gemeinde,

zum Schmunzeln brachte mich diese Gabe, die am Samstag vor meiner Tür stand.

Nun weiß ich, wo all das Toilettenpapier abgeblieben ist.

Es gibt eine alte Tradition des "Osterlachens". Ich kenne Kollegen, die in ihre Osterpredigten Witze einbauen. Das habe ich nie gemacht, weil ich weiß, dass das Witze erzählen nicht so meine Stärke ist. Doch der Humor, den schätze ich sehr, gerade auch in diesen Zeiten.

Gestern habe ich während der Feier der Osterandacht an einer Stelle geweint, geweint, um all die Menschen, über die die Pandemie Leid bringt oder ihnen gar das Leben nimmt. Das hatte etwas Befreiendes, so wie auch das Lachen befreiend sein kann.

Beides hat seine Zeit, das Weinen und das Lachen.

Daher möchte ich ihnen heute einen modernen Psalm von Hanns Dieter Hüsch mit in den Tag geben.

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit,
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.

Was macht daß ich so fröhlich bin
in meinem kleinen Reich?
Ich sing und tanze her und hin,
vom Kindbett bis zur Leich.

Was macht daß ich so furchtlos bin
an vielen dunklen Tagen?
Es kommt ein Geist in meinen Sinn,
will mich durchs Leben tragen.

Was macht daß ich so unbeschwert
und mich kein Trübsinn hält?
Weil mich mein Gott das Lachen lehrt
wohl über alle Welt.

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit,
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
im Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.

Hanns Dieter Hüsch

12.4.2020 Ostersonntag

Auf dem Holter Friedhof um kurz vor Acht.

 

 

Christ ist erstanden
von der Marter alle,
des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.

Kyrieleis

11.4.

 

  Bild von Andreas Lischka auf Pixabay

 

Text zur Besinnung von Andrea Schwarz:

und mitten

in all dies Dunkel

ein Licht

ein Ja

ein Du

einer

der sich

hingibt

für mich

in das Dunkel

ein Licht

in die Sprachlosigkeit

ein Wort

in die Hoffnungslosigkeit

ein Traum

in die Angst

eine Vergewisserung in die Grübeleien

die Zusagein die Verzweiflung

die Gewissheit

im Tod

das Leben

 

(aus der ökumenischen Andacht zur Einstimmung auf das Osterfest)

10.4.2020 Karfreitag

Keins seiner Worte
glaubte ich, hätte er nicht
geschrien: Gott, warum
hast du mich verlassen?
Das ist mein Wort, das Wort
des untersten Menschen.
Und weil er selber
so weit unten war, ein
Mensch, der „Warum“ schreit und
schreit „Verlassen“, deshalb könnte man
auch die anderen Worte,
die von weiter oben,
vielleicht ihm glauben. 

Rudolf Otto Wiemer

 

    Wer bin ich?

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle                                                                          
gelassen und heiter und fest                                                                   
wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.                                                      

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.    

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben nach Blumen, nach Vogelstimmen
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?  

Wer bin ich? Der oder jener?
Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?
Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler
und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,
das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

Dietrich Bonhoeffer  

9.4.

Bild von Michael Gaida auf Pixabay  

Psalm 121

1Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

2 Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.

4 Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

5 Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

7 Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

8 Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

  Liebe Gemeinde,

ich höre zurzeit das Buch „Wölfe“ von Hilary Mantel. Es ist der erste Band einer Trilogie zum Leben Thomas Cromwells, der im 16. Jahrhundert eine bedeutende Rolle am englischen Königshof einnahm. Gestern nun hörte ich die Kapitel, in denen beschrieben wurde, wie seine Frau plötzlich am Fieber(Englischer Schweiß) verstarb. Mantel beschreibt, dass er seine Frau ohne Trauerfeier bestatten muss und erst nachdem die Epidemie vorüber ist, die Familie zusammen kommen kann, da er und seine Kinder einige Wochen in Quarantäne leben müssen.
Nun, es ist ein Roman und vieles erfunden, aber diese Epidemie hat es tatsächlich gegeben und auch die damit verbundenen Leiden. Im 16. Jahrhundert waren die Menschen solchen Erkrankungen noch viel hilfloser ausgesetzt als heute.
Für mich gehört zu den schwierigen und schmerzvollen Einschränkungen, dass zurzeit nur Beisetzungen im engsten Familienkreis erlaubt sind. Das macht den ohnehin schweren Abschied von einem liebgewonnenen Menschen noch schwerer.
Laut den Evangelien waren auch bei der Grablegung Jesu nur wenige seiner Vertrauten dabei, ja es bedurfte der Fürsprache eines angesehenen Mannes, um überhaupt die Erlaubnis dazu zu bekommen. Die beginnende Sabbatruhe machte es dann unmöglich schon am nächsten Tag zum Grab Jesu zu gehen. Daher gehen die Frauen erst am dritten Tag zum Grab, um Jesu Leichnam zu salben, wie man es eigentlich schon bei der Grablegung tat.

Menschen im Mittelalter, die Vertrauten Jesu, auch sie mussten Wege finden, trotz aller Widrigkeiten in Würde Abschied zu nehmen, und sie haben sie gefunden. Möge das Wissen darum unser Vertrauen darin stärken, dass auch wir Wege finden werden. Gott möge diese Wege mitgehen  und  sein Licht auf ihnen leuchten lassen.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

8.4.

Foto: pixabay  

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold,
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt!

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehen.

So legt euch denn ihr Brüder
in Gottes Namen nieder.
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und laß uns ruhig schlafen
und unsern kranken Nachbarn auch

Matthias Claudius

  Liebe Gemeinde,

hell und sternenklar war es gestern Abend. Der volle Mond tauchte alles in ein leichtes Licht. Da kam mir dieses alte Abendlied wieder in den Sinn. In meiner Zeit als Vikarin haben wir es in dem Seniorenkreis in Göttingen gern zum Abschluss unserer Runde gesungen. Da ist mir die letzte Strophe ans Herz gewachsen. Matthias Claudius schließt mit einer Fürbitte für den kranken Nachbarn. Ich habe es gestern mit Blick auf die Sterne und den Mond  leise vor mich hingesungen und ich werde es auch heute Abend tun.

Vielleicht mögen Sie ja mit einstimmen.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

7.4.

Bild von ArtCoreStudios auf Pixabay

Epheser 6

Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. 14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit 15 und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.

Liebe Gemeinde,

in der Zeitung las ich, dass Politiker zunehmend Vokabular des Krieges verwenden, wenn sie sich zur Corona Pandemie und ihren Entscheidungen dazu äußern. Das klingt manchesmal befremdlich und man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob es angemessen ist oder nicht. Auch Paulus hat dies in seinen Briefen schon getan, wie oben in seinem Brief an die Gemeinde in Ephesus. Mir fällt auf, dass er vor allem die Schutzkleidung benennt. Für ihn ist sein Glaube ein innerlicher Schutz, der ihn stärkt. Mit ihm kann er Versuchungen  widerstehen und gibt die Hoffnung nicht auf. Ich glaube, wir brauchen nicht nur Masken und Kittel, sondern auch diesen inneren Schutz, um diese Wochen gut durchleben zu können.

Möge Gott sie  damit ausstatten.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

6.4.2020 Alles hat seine Zeit

Bild von obpia30 auf Pixabay

 

Liebe Gemeinde,

vielleicht kennen Sie diesen Abschnitt aus dem Buch des Predigers aus dem 3. Kapitel. Am Anfang steht "Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:" Es folgt eine eine lange Aufzählung von gegensätzlichen Tätigkeiten.

Es ist eine besondere Zeit, diese Wochen, und keiner kann sagen, wie lange es noch keine Zeit für Treffen in Gemeinschaften, für Gottesdienste, für Öffnung der vielen Geschäfte ist.

Der Prediger schreibt nach dieser Aufzählung unter anderem: Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.(Vers 13) Ich wünsche Ihnen diesen guten Mut in dieser Zeit, in der vieles so anders ist.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

03.04.2020

 

Bild von Susanne Jutzeler, suju-foto auf Pixabay

 

Liebe Gemeinde,

bereits vorgestern habe ich von den selbstgenähten Mund- und Nasenschutzmasken erzählt, die die Landfrauen genäht und bei mir abgegeben haben. Ich werde  gleich über siebzig Stück nach Osnabrück zur Diakonie bringen. Sie werden an die unterschiedlichen Einrichtungen in Stadt und Landkreis verteilt. Meine Nachbarin näht für Einrichtungen der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück und auch an anderen Stellen werden Menschen in dieser Richtung aktiv.

Wenn ich einkaufe und einen von mir genähten Schutz trage, werde ich noch ein wenig skeptisch angesehen und auch ich selbst muss erst einmal damit zurechtkommen(für Brillenträger ist das gar nicht so einfach). Der Virologe Drosten bezeichnet das Tragen als eine Geste der Höflichkeit, weil man nicht sich selbst, sondern vor allem andere schützt. Für mich ist das Nähen und Tragen ein kleiner Beitrag, der auch etwas Befreiendes hat: Ich kann etwas tun, mich einsetzen und das nimmt ein wenig der Ohnmacht.

Johannes erzählt von Jesus, dass er seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. Petrus will dies erst nicht zulassen, ist Jesus doch für ihn Herr und nicht Diener. Schließlich lässt aber auch er sich die Füße waschen. Jesus sagt dann abschließend: Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tu, wie ich euch getan habe. Johannes 13,14.15 Vielleicht ist das Maskentragen, so ungewohnt und auch umständlich es erscheint, die Version des Füße Waschens, die in diesen Tagen notwendig ist.

Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

02.04.2020

Bild von Johan Gerritsen auf Pixabay  

 

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Römer 12,12

 

Liebe Gemeinde, heute fiel mir eine Karte vom Gottesdienstinstitut Nürnberg wieder in die Hände. Auf ihr ist ein Bild einer Wendeltreppe zu sehen und auf der Rückseite ist der Vers des Paulus abgedruckt. Ich möchte diese Idee aufgreifen, verbunden mit dem Wunsch, dass Gott uns Geduld schenken möge. Seien Sie behütet.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

1.4.2020

Bild von Anita S. auf Pixabay

Losung und Lehrtext für Mittwoch, den 1. April 2020

Ich will mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens. Jesaja 65,19

Jesus sprach zu den Jüngern: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Johannes 16,22  

Liebe Gemeinde,

ist das nur eine Vision, eine Verheißung für die Zukunft?

 Nein, ich glaube, das ist auch in diesen Zeiten Gegenwart, auch die Freude hat in all dem Bedrängenden ihren Platz und wir spüren, wie sehr wir sie brauchen.

  Fast schon verschämt erzählen mir Menschen, dass sie der jetzigen Situation auch Gutes abgewinnen können, dass sie sich neben aller Angst und Sorge  über manches freuen können. Das sind oft Kleinigkeiten, die sie dann beschreiben, die ihnen aber Kraft geben: unverhoffte Post von Freunden, Unterstützung durch andere, die sie erfahren, die Zeit für Spaziergänge in der Natur, die Entschleunigung in vielen Bereichen, ja und auch die Übertragung eines Gottesdienstes aus der vertrauten Kirche, die man zurzeit nicht aufsuchen kann.  

Lassen Sie sich ihre Freude nicht nehmen, sondern teilen sie sie mit anderen, schöpfen sie aus ihr Kraft, auch unter schwierigen Bedingungen für das Leben einzutreten und darauf zu vertrauen, dass Gott alle Kräfte stärkt, die dem Leben und der Freude dienen.  

Für mich war es gestern eine Freude, dass ein Päckchen nach dem anderen mit selbstgenähten Mund- und Nasenschutzmasken für die Diakonie in dem dafür bereit gestellten Karton gelegt wurden. Wie schön, dass so viele das, was ihnen möglich ist, einbringen. Mit Freude leite ich sie nun weiter.

  Gott behüte sie an diesem Tag.

  Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

31.03.2020

Bild Manfred Hickmann

 

 

Durch Jesus Christus werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. Epheser 2,22

Liebe Gemeinde!

Dieser Satz aus dem Brief des Paulus an die Epheser ist der heutige Lehrtext zur Losung. Während ich dies schreibe, habe ich die verwaiste Kirche vor Augen. Ab und an konnte ich in den vergangenen Tagen beobachten, wie einzelne Spaziergänger testeten, ob die Kirche vielleicht geöffnet ist. Ich kann die Sehnsucht nachvollziehen, sie zu betreten, in ihr in diesen unruhigen Zeiten zur Ruhe zu kommen, ein Gebet zu sprechen, in dem Raum, in dem schon so viele Menschen ihre Freude und ihren Schmerz vor Gott allein und gemeinsam ausgesprochen haben. Leider dürfen wir sie  nicht öffnen. Wie tröstlich, dass die Kirchen zwar durchbetete Räume sind, in denen es uns leichter fällt, die Nähe Gottes zu spüren, aber nicht die einzigen Räume sind, in denen das möglich ist. Nein, wenn man den Worten von Paulus folgt, dann sind wir selbst der Ort in dem Gott mit seinem Geist Wohnung nimmt.

Möge er Ihnen am heutigen Tag nah sein und Sie stärken, egal wo sie sind.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

30.03.2020

Ein jeder trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann. Galater 6, 7.10a

Liebe Gemeinde,

zu meinen täglichen Routinen gehört, am Morgen auf die Informationsseite des Landkreises Osnabrück zu schauen, um mich auf neue Sachlagen einzustellen. Heute nun musste ich lesen, dass zwei weitere Menschen aus dem Raum Osnabrück an Covid-19 verstorben sind.

Meine Gedanken und Gebete sind bei ihren Familien. Allen Diskussionen zum Trotz, wann die jetzigen Maßnahmen wieder aufgehoben werden können, sollten wir mit aller Kraft daran festhalten, so viele Menschenleben wie möglich zu retten und unseren jeweiligen Beitrag dazu leisten. Mehr aber auch nicht weniger können wir tun. Lassen Sie uns lieber diskutieren, wie wir diejenigen unterstützen können, die besonders unter den Maßnahmen zu leiden haben, sei es in wirtschaftlicher aber auch seelischer Hinsicht und entsprechend handeln. Das sind oft nur kleine Dinge, die wir tun können, aber dennoch wichtig. Gott behüte und stärke Sie an diesem Tag.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

 

Bild von Constance Kowalik auf Pixabay

27. und 28.03.2020 Ein feste Burg ist unser Gott

Bild Bild von christels auf Pixabay

 

An diesem Wochenende soll die Musik sprechen. Sie können die Orgelimprovisationen von Ulrich Schlie zu dem Choral " Ein feste Burg ist unser Gott" von Martin Luther von dem Konzert am 15.02.2020 hören und auch die einzelnen Strophen mitsingen. Möglich ist dies dank eines Mitschnittes von Reiner Tylle.(copyright Kirchengemeinde Holte)

 

Strophe 1

1) Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen.

Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.

Der alt böse Feind, mit Ernst er's jetzt meint;

groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist,

auf Erd ist nicht seinsgleichen.

 

 Orgelimprovisation zu Strophe 1

Begleitung Strophe 1 zum Mitsingen

 

 

2) Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren;

es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.

Fragst du, wer der ist?

Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth,

und ist kein andrer Gott; das Feld muß er behalten.

 

Orgelimprovisation zu Strophe 2

Begleitung Strophe 2 zum Mitsingen

 

 

3) Und wenn die Welt voll Teufel wär

und wollt uns gar verschlingen,

so fürchten wir uns nicht so sehr,

es soll uns doch gelingen.

Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt,

tut er uns doch nichts; das macht, er ist gericht:

ein Wörtlein kann ihn fällen.

 

Orgelimprovisation zu Strophe 3

Begleitung Strophe 3 zum Mitsingen

 

 

4) Das Wort sie sollen lassen stahn

und kein Dank dazu haben;

er ist bei uns wohl auf dem Plan

mit seinem Geist und Gaben.

Nehmen sie den Leib,

Gut, Ehr, Kind und Weib:

lass fahren dahin, sie haben's kein Gewinn,

das Reich muss uns doch bleiben.

 

Orgelimprovisation zu Strophe 4

Begleitung zum Mitsingen Strophe 4

 

 

27.3.2020

Bild von free-photos auf pixabay

Liebe Gemeinde,

wie viele andere halte ich mich zur Zeit vor allem im Haus und Garten auf. Doch auf den Runden mit meinem Hund begegne ich anderen, mit dem gebotenem Abstand kommt man ins Gespräch. Von mehreren habe ich in den letzten Tagen gehört, dass sie Kleinigkeiten in diesen Tagen wieder mehr schätzen.

Eine Kleinigkeit, die ich entdeckt habe, ist die Gestaltung des Liedes „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Philipp Nicolai aus dem Jahr 1599. Wenn man den Text einer Strophe zentriert setzt, hat der die Gestalt eines Abendmahlskelches. Inhalt und Form ergänzen sich. Johann Sebastian Bach hat zur Melodie einen vierstimmigen Satz komponiert. Es ist leicht unter you tube eine entsprechende Aufnahme zu finden. ( https://www.youtube.com/watch?v=w1LtXdiAxEA ) Ich habe Ihnen die vierte Strophe mit eingestellt. Mich wird sie im heutigen Tag begleiten.

Seien Sie behütet. Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

  EG 70 Wie schön leuchtet der Morgenstern

Text und Melodie Philipp Nicolai 1599  Strophe 4

 

 

Von Gott kommt mir ein Freudenschein,
wenn du mich mit den Augen dein
gar freundlich tust anblicken.
Herr Jesu, du mein trautes Gut,
dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut
mich innerlich erquicken.
Nimm mich
freundlich
in die Arme
und erbarme
dich in Gnaden.
Auf dein Wort komm ich geladen.

 

 

26.03.2020

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. Römer 8, 38.39  

                                       Liebe Gemeinde,

diese Tage und Wochen sind eine Zeit der Unsicherheit. So ertappe ich mich dabei, dass ich mich in manchen Momenten frage, ist das nicht ein Kratzen im Hals und  ein erstes Anzeichen, dass ich infiziert bin? Vielleicht geht es ihnen ähnlich. Solange keine Tests für alle zur Verfügung stehen, müssen wir mit dieser Ungewissheit leben. Wir wissen auch nicht, wie lange welche Maßnahmen nötig sind, um den größtmöglichen Schutz zu erreichen ohne dass dies zu schweren Konsequenzen in anderen Bereichen führt. Daneben gibt es  viele andere Ungewissheiten, wie geht es weiter mit meinem Betrieb, werde ich meinen Arbeitsplatz behalten usw. usw.

Es gibt also nur die Gewissheit, dass wir noch eine Weile mit der Ungewissheit leben müssen.   Das müssen wir aushalten. Doch der Unruhe, die diese Ungewissheiten mit sich bringen, können wir auch etwas entgegensetzen: Vertrauen, Besonnenheit, Hoffnung und Gemeinschaft.

Gott behüte sie auch an diesem Tag und stärke ihr Vertrauen, dass wir gemeinsam einen Weg finden und gehen werden.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer  

 

 

Gebet

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer

Bild von Rommel Diaz auf Pixabay

 

Der Herr deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes. Psalm 27,5 Das ist der Losungstext vom letzten Freitag, der mich seitdem begleitet. Gerade in dieser Zeit, wo viele in einem Ausnahmezustand sind und das Thema Corona Virus so viel Platz in unserem Tagesablauf einnimmt und wir mit Einschränkungen leben müssen, möchte ich mit euch teilen, was ich für die Zeit danach gemacht habe, um ein Zeichen der Hoffnung zu setzen.                                              
Als erstes habe ich einen Birnenbaum gepflanzt, um mir klar zu machen, worauf ich mich freuen kann. Dann die neue Saat in die Erde gesät. Mit der Vorfreude auf die Blumen mit all ihren wunderschönen Farben und Düften. Dem Gemüse mit dem Tollen Geschmack. Ich habe darüber mit einem Freund gesprochen, der sagte mir: Lohnt sich das denn?  Man hat das Gefühl die Welt steht in einem Stand By Modus. Meine Antwort darauf: Sehe ich nicht so, denn für mich bin ich nicht im Stand By, sondern nehme für mich eine Chance mal wieder Dinge zu tun, die oft im Alltag auf der Strecke bleiben. Mal wieder Menschen anzurufen, die ich schon lange anrufen wollte, für mich Dinge zu tun, die mir Spaß machen oder die Dinge, die ich immer schon mal ausprobieren wollte. Oder das Puzzle, das ich schon seit Ewigkeiten zusammenstellen wollte oder, oder, oder. So kann ich aus der Corona Krise etwas Sinnvolles für mein Leben nehmen und meine geschenkte freie Zeit voll auskosten,   ohne dabei meine Mitmenschen zu vergessen.                                                            
Ein ganz besondere schöne Begebenheit hatte ich gestern Abend, ein Nachbar meldete sich über Whats app   bei mir um kurz vor 21 Uhr und schrieb, dass in vielen Kirchen Deutschlands und Italien die Glocken  5 Minuten läuten würden und wer mag stelle zu der Zeit eine Kerze ins Fenster, um dann gemeinsam zu Gott zu beten für alle Menschen, bei denen der Virus ausgebrochen ist, für die Verstorbenen und für baldige Hilfe, dass gegen den Virus etwas gefunden wird. Und nicht zuletzt für uns.                                                                          
                     Für mich war es eine schöne Erfahrung, Solidarität zu beweisen, nicht in einer großen Menge, sondern vor meinem Fenster und doch mit einer großen Menge zusammen in Gedanken. Ich wünsche allen, die dieses lesen:  Kommen Sie gut über diese Zeit und bleiben Sie gut behütet.             
  Ihr und Euer Rainer Scheidemann.    23.03.2020        

24.3.

Liebe Gemeinde,

nach einer unruhigen Nacht, die ich vielleicht dem verstörenden Buch zu verdanken habe, das ich vorm Einschlafen gehört habe, saß ich heute Morgen wie gewohnt auf der Türschwelle zum Garten und trank meinen ersten Kaffee. Es war früh, kurz nach Sonnenaufgang und mich empfing ein Konzert der vielen Vögel, die im Pfarrgarten zuhause sind. Sofort änderte sich meine Laune. Kein Wunder, dass in diesen Tagen sich viele Menschen aufmachen, um im Wald spazieren zu gehen oder zumindest auf der Terrasse, dem Balkon oder am geöffneten Fenster sitzen. Sie ist zu spüren, die lebensbejahende Energie, die von der erwachenden und sich durch die Kraft der Sonne zunehmenden entfaltenden Natur ausgeht. Ja, da gibt es die bedrohende Kraft des Virus, aber es gibt sie auch diese andere Kraft, die auch in uns gelegt ist und sich entfalten kann. Möge Gott diese Kraft heute in Ihnen wecken.

Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

„Seht die Vögel unter dem Himmel an; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?“ Matthäus 6,26

 

 

Gut begleitet

Ich wünsche dir einen an deiner Seite,

der dich begleitet und leitet.

Er gehe neben dir an sonnigen Tagen

und stehe hinter dir, wenn es stürmt.

Er nehme deine Hand auf düsteren Strecken

und lasse deinen Fuß nicht gleiten auf steinigem Weg.

Ich wünsche dir, dass du behütet bleibst,

wenn du durch dein Leben gehst.

Dass du das Vertrauen in dir trägst:

Einer ist um dich,

ist Anfang und Ende

und heißt dich willkommen bei sich.

© Tina Willms 

 

  Bild von Nghang Vũ auf Pixabay 

23.03.2020

Liebe Gemeinde,

auf soziale Kontakte verzichten? Das ist eine etwas unkorrekte Sprache. Wir verzichten auf direkte körperliche Kontakte, aber nicht auf soziale Kontakte. Im Gegenteil. Wir bleiben in Kontakt mit denen, die uns am Herzen liegen und um die wir uns sorgen. Das brauchen wir in diesen Zeiten, die räumliche Distanz, die innere Nähe.   Über den heutigen Tag stelle ich mir ein Psalmwort „Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.“ Psalm 34,5 Ja, so war es manches Mal in der Vergangenheit. Da gab es Krisen in meinem Leben, die mich ängstigten und bedrängten und da gab es die Zeichen der Begleitung durch Gott, die mich stärkten da hindurchzugehen. So gehört es in diesen Tagen  für mich auch dazu, mich darauf zu besinnen, was hat mir in der Vergangenheit geholfen, eine Krise zu durchschreiten, was war eine Quelle der Kraft, wie habe ich Gottes Gegenwart gespürt. Das stärkt mein Vertrauen, meine Zuversicht, das rettet mich aus aller meiner Furcht. Gott sei Ihnen nah und stärke sie für die Aufgaben, die sich ihnen nun stellen. Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

Bild von Manuel Darío Fuentes Hernández auf Pixabay  

Liebe Gemeinde, während ich diese Zeilen schreibe, laden die Glocken zum Gottesdienst ein. Ein Gottesdienst in der Kirche ist nicht möglich, wohl aber ist es möglich, zuhause einen Gottesdienst im Fernsehen, im Radio oder Internet mit zu verfolgen und mit zu feiern. Oder sie lesen zu dieser Zeit diese Kurzandacht. Für diesen Sonntag hatte ich einen Besuch bei meiner Schulfreundin geplant. Sie und ihr Mann sind beruflich im Gesundheitswesen tätig und so finden wir nur selten einen Sonntag, an dem wir beide frei haben. Ein Besuch ist nun nicht möglich, aber wir haben vorgestern lange miteinander telefoniert. Es tat gut, sich mit ihr auszutauschen, darüber zu sprechen, wie unsere Familien diese Situation erleben, was uns beruflich herausfordert. Heute nun werde ich viel in Gedanken bei ihr und ihren Nächsten sein. Aber auch in meinen Gebeten. Ich denke es geht vielen von ihnen so wie mir, dass das Kontakt halten über Telefonate, emails, whats app und was es sonst noch für Möglichkeiten gibt, gut tut, dass es ermutigt zur Geduld, dem Suchen nach Möglichkeiten der Unterstützung und füreinander da sein unter ganz anderen Umständen. Mir geben diese vielen Zeichen der Nähe in der Distanz Kraft und Zuversicht. Diese Nähe spüre ich aber auch im Gebet. Die Verbundenheit mit Gott schafft Verbundenheit mit all den anderen Menschen, die auf ihn vertrauen, mit all denen, die seine Geschöpfe sind. So lassen sie uns füreinander beten, um den Geist, wie ihn Paulus in dem 2. Brief an Timotheus beschreibt: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7). Ihre Pastorin Astrid Bunselmeyer

Unsere nächsten Gottesdienste


Gottesdienste im Oktober

Gottesdienste in der Kirche sind ab dem 10.05.2020 wieder unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Um die Abstandsregeln einzuhalten, werden festgelegte Plätze markiert sein. Gemeindegesang ist nicht gestattet. Alle Besuchenden sind aufgefordert einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Beim Betreten der Kirche sind im Eingangsbereich die Hände mit dem bereit gestellten Desinfektionsmittel zu reinigen. Trotz aller dieser Einschränkungen hat sich der Kirchenvorstand entschlossen, wieder Gottesdienste in der Kirche ab dem 10.05.2020 zu feiern, sie beginnen wie gewohnt um 9.30 Uhr und dauern ca. eine halbe Stunde. Die Zahl der Teilnehmenden ist in Relation zur Größe der Kirche begrenzt(35). Wir freuen uns auf die gemeinsame Feier mit Ihnen! 11.10. 2020                        9.30 Uhr              Lektor Scheidemann 18.10..2020                     9.30 Uhr               Lektor Scheidemann 25.10. 2020                       9.30 Uhr              Pn. Bunselmeyer 31.10.2020 Reformationstag   18.00 Uhr            Pn. Bunselmeyer

Videoaufnahme vom ökumenischen Pfingstgruß

Link zum Video


Alle Gottesdienste anzeigen

Gruppen und Kreise

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu unseren Gemeindekreisen.
[bitte weiterlesen ...]

Veranstaltungen

Hier erfahren Sie wann und wo die Nächsten Veranstaltungen stattfinden.
[bitte weiterlesen ...]

Unser Gemeindebrief

Informationen aus unserer Gemeinde finden Sie im Gemeindebrief "Kontakte" [aktueller Gemeindebrief]

DIEWERBEREI